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Kryptowährungen und Zahlungsverkehr: Auch Start-ups profitieren vom Bitcoin-Hype

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Kryptowährungen Vorteile für Startups

Die Meldungen über die Kursentwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. überschlagen sich derzeit. Heftige Kurseinbrüche über die Weihnachtstage konnten sich mittlerweile wieder stabilisieren und im Windschatten des Bitcoin gibt es so manche vielversprechende alternative Kryptowährung. Neben dem Spekulationshype, der maßgeblich für die hohen Kurse verantwortlich ist, stellt sich auch die Frage, inwieweit Kryptowährungen für Zahlungen auch in der Geschäftswelt brauchbar sind und wie sich die Akzeptanz in Zukunft entwickelt.

Japan erkennt Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel an

Während viele Unternehmen derzeit vor allem aus Marketinggründen Bitcoin-Zahlungen akzeptieren, hat Japan die größte digitale Währung bereits als offizielles Zahlungsmittel anerkannt und dem Bitcoin somit zu einem ersten Eintritt in den offiziellen Zahlungsverkehr verholfen. Kleine Geschäfte und Cafés ermöglichen es ihren Kunden schon seit einiger Zeit auch mit Bitcoin zu zahlen. Auch für die Geschäftswelt werden Kryptowährungen als Zahlungsmittel zunehmend interessanter. Die Anzahl der Unternehmen die Bitcoin und Co. akzeptieren wächst stetig. Zudem steigt die Akzeptanz bei Verbrauchern digitale Währungen zu nutzen. Die Zahl der Transaktionen, welche mit Kryptowährungen getätigt wurden, hat sich seit Anfang des Jahres mehr als verdoppelt.

Umsatzsteuervorteile für Unternehmen

Auch auf dem deutschen Markt gibt es zunehmend mehr Unternehmen, welche Kryptowährungen bereits als Zahlungsmittel akzeptieren. Vor allem eine Klarstellung des EuGH hat diese Entwicklung begünstigt. Dieses kam nämlich bereits Ende 2015 zu dem Schluss, dass der Tausch von Bitcoins gegen staatlich zugelassene Währungen umsatzsteuerfrei ist. Daher werden Bitcoins bei solchen Geschäftsvorgängen genau wie gesetzliche Zahlungsmittel behandelt. Vor dieser Entscheidung mussten Unternehmen Umsatzsteuer auf den Tausch von Bitcoin und Co. Abführen, was die Bereitschaft für derartige Kryptowährungen deutlich einschränkte. Gewinne, die mit Bitcoin erzielt werden, müssen aber selbstverständlich versteuert werden.

Start-ups profitieren von ICO

Während der aktuelle Hype um Bitcoin von der allgemeinen Öffentlichkeit vor allem als Spekulationsjagd wahrgenommen wird, fließt letztlich jeden Tag echte Arbeitskraft von Programmierern und IT-Fachleuten in die zahlreichen Kryptonetzwerke. Viele Start-ups profitieren zudem von den Fördermöglichkeiten, die sich durch ICOs ergeben. Diese unregulierte Form des Krypto-finanzierten Crowdfunding ermöglicht es insbesondere risikoreichen Start-ups, an Gründungskapital zu gelangen. Insbesondere die Fintech-Branche profitiert hier vom Bitcoin-Hype. Zahlreiche innovative Konzepte für den digitalen Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen sind durch kleine Fintechs entwickelt worden.

Ethereum und andere alternative Kryptowährungen

Es gibt etwa 5 bis 10 große Kryptowährungen, die für Spekulanten besonders interessant sind. Neben dem Bitcoin ist Ethereum wohl eine der beliebtesten Kryptowährungen. Besonders für Unternehmen ergeben sich mit Ethereum und dem dahinter stehenden Prinzip zahlreiche neue Möglichkeiten, auch abseits des Zahlungsverkehrs, vor allem im Bereich Smart Contracts. Mit Smart Contracts wird es möglich, Geschäftsvorgänge auf der ganzen Welt festzuhalten und abzubilden. Crowdfunding und E-Voting-Systeme sind nur ein kleiner Teil der sich ergebenden Möglichkeiten.

In den vergangenen Monaten hat sich der Kurs von Ethereum weitgehend positiv entwickelt. Im Vergleich zu Bitcoin kann Ethereum derzeit aber noch sehr günstig gekauft werden und die Prognosen für das Jahr 2018 sind vielversprechend. Viele Trader gehen von einem Kursanstieg in den kommenden Tagen aus.

Quelle: http://www.foerderportal.at/ethereum/

Weitere vielversprechende alternative Kryptowährungen (auch Altcoins genannt) sind Litecoin, Ripple, Monero oder Dash. Jede Währung hat dabei ihre eigenen Vorteile und Nachteile und verwendet zum Teil andere Technologien als die Blockchain-Technologie.

Experten halten Durchbruch für 2018 für wahrscheinlich

Viele Experten gehen davon aus, dass sich Zentralbanken weltweit ab dem kommenden Jahr intensiver mit Kryptowährungen auseinandersetzen werden müssen. Neben Gold und internationalen Devisen werden sie auch digitale Währungen wie Bitcoin und Ethereum in ihrer Bilanz halten. Bereits jetzt gehöre der Bitcoin beispielsweise zu den Top 30 der internationalen Währungen und alleine aus diesem Grund dürften sich die Banken nicht weiter verschließen. Man kann jedoch stark davon ausgehen, dass die Banken versuchen werden, eine eigene digitale Währung einzuführen.

Noch zu hohe Volatilität

Was derzeit noch gegen eine flächendeckende Akzeptanz von digitalen Währungen spricht, ist die hohe Volatilität der meisten Kryptowährungen. Die Kursschwankungen sind noch zu hoch, als dass sich die Nutzung als Zahlungsmittel tatsächlich durchsetzen kann. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese Kursschwankungen durch etwaige Regulationen eingedämmt werden können. Nur ohne die hohen Wechselkursschwankungen wird die Skepsis in der Geschäftswelt weichen. Letzten Endes ist jede neue Technologie ein essentieller Treiber der gesellschaftlichen sowie der kulturellen Entwicklung. Das Geld- und Bankensystem ist hier wie alle anderen Bereichen auch von Veränderungen betroffen. Egal wie sich Bitcoin, Ethereum und Co. entwickeln werden, das bislang bestehende Geld- und Bankwesen wird auf lange Sicht keine Überlebenschancen haben.

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