Start Allgemein Mehr als nur nachwachsender Rohstoff: wirklich nachhaltige Möbelproduktion

Mehr als nur nachwachsender Rohstoff: wirklich nachhaltige Möbelproduktion

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nachhaltige Möbelproduktion

Lebensmittel und Co verursachen Müll, das ist offensichtlich. Auch Möbel sind auf ihrem Weg vom Rohstoff bis zum Endverbraucher eine Belastung für die Umwelt. Immer mehr kleine Unternehmen und Privatpersonen besinnen sich darum auf eine kleine Stückzahl oder sogar Unikate, gefertigt aus nachhaltig wachsenden Rohstoffen.
Aber nur dadurch wird ein Möbel nicht nachhaltig an sich. Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Hier eine kurze Zusammenfassung als Basis zum Brainstorming für eine Existenzgründung, den Selbst-Bauer oder den verantwortungsvollen Käufer.

Die Alternative zu CNC-Maschinen

Wohl die simpelsten Lösungen und dabei auch die preiswertesten bezüglich des monetären Inputs sind das Recycling und Upcycling. Viele Pioniere haben sich erfolgreich selbstständig gemacht, indem sie wunderbare Unikate aus Paletten, alten Möbelresten und Sperrmüll zaubern. Dazu gehört eine Menge Kreativität und Überzeugung. Überzeugung vor allem, dass die Schönheit nicht in der Perfektion liegt und das aus altem Neues geschaffen werden kann.
Nachhaltige Möbelproduktion kann auch bedeuten, Autos, technische Geräte oder andere Gegenstände zweckentfremden. Alles, was nicht auf dem Müll landet, sondern weiter verwertet wird, ist grundsätzlich nachhaltig.
Es bedarf nicht immer einer riesigen Baumplantage und einer CNC -Maschine um Möbel herzustellen; noch ist es notwendig für den Erfolg auf große Stückzahlen zu setzten. Der Trend zu mehr Verantwortung und Regionalität sowie der Wunsch nach Einzigartigkeit in dieser immer gleichförmigeren Welt, fragt förmlich nach nachhaltiger Möbelproduktion.

Neue Möbel nachhaltig produziert: Das steckt dahinter

Zuerst sollte der Rohstoff selber nachhaltig angebaut sein. Schnell wachsende Rohstoffe sind nicht grundsätzlich die Lösung, relevant ist auch, wie viel Wasser für den Anbau verzerrt wird. Bambus wächst sehr schnell auf kleiner Fläche und doch benötigt er viel Wasser. Verglichen mit Fichtenholz muss Bambus also nicht viel schlechter abschneiden.
Das Personal, welches die Rohstoffe züchtet und erntet sollte fair bezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen sowie entsprechende soziale Absicherungen erhalten. Die soziale Verantwortung darf bei nachhaltiger Produktion von Gütern nicht vernachlässigt werden.
Verwendete Geräte müssen energieeffizient sein. Im besten Falle gilt das auch für die Beheizung der Arbeitsfläche.
Der Verzicht auf metallene Verbindungsstücke trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit des Endproduktes bei. Leime, Lasuren und Lacke sollten in ihrer Herstellung auch den hohen Anforderungen an Umwelt und Arbeiter standhalten. Zusätzlich sollten sie spärlich verwendet werden. Nachhaltiger ist eine echte Tischlerarbeit mit Holzverbindungen aus Niet und Nut.
Transportwege vom Rohstoff bis zum Möbel sind im Idealfall sehr kurz und emissionsarm.
Nicht zuletzt tragen Papier freies Marketing und vielleicht sogar eine Rücknahmegarantie zur fachgerechten Entsorgung zur echten Nachhaltigkeit bei.

Aus den wieder gewonnenen Rohstoffen lassen sich selbstverständlich neue Möbel bauen und gewinnbringend verkaufen. Im eigenen Haushalt kann unbehandeltes Holz entweder das Haus heizen oder auch an anderer Stelle verbaut werden.

Nachhaltig kaufen

Einige Zeichen kennzeichnen für den verantwortungsvollen Käufer nachhaltige Produkte. Dazu gehören der Blaue Engel, das Goldene M, das Eco-Institut-Label, Öko-Control, das GS-Siegel und das FSC-Siegel. Schön ist es natürlich, den Tischler um die Ecke oder den Designer zu kennen, um persönliche Fragen zu stellen und sich einen authentischen Eindruck über die beworbene Nachhaltigkeit der Produktion zu machen.
Auch für Gastronomen rundet der Griff zu umweltfreundlich, vielleicht sogar regional produziertem Interieur den Gesamteindruck ab.
Es gibt nur eine Erde, die sich immer mehr Menschen teilen; sie muss erhalten werden. Und der Verzicht auf Plastiktüten im eigenen Haushalt ist nur ein Anfang. Mit nachhaltiger Möbelproduktion lässt sich der eigene ökologische Fußabdruck weiter aufwerten. Und das stilvoll und individuell!

Weiterführende Informationen

Warum sollte man nachhaltig einkaufen?
Nachhaltige Büromöbel von mycs
Der FSC: Siegel für guten Wald und gutes Holz

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