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Mehr für´s Geld: Spartipps für den Geschäftsalltag

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So klönnen Existenzgründer Geld sparen
Existenzgründer können clever Geld sparen und ihr Business budgetschonend aufbauen.

Bei vielen Gründern ist das Geld knapp, auch wenn bereits die ersten Aufträge laufen und regelmäßig Geld aufs Konto fließt. Clever sparen ohne auf Komfort und Professionalität zu verzichte ist effizient und steigert die Gewinnspanne. Besonders effektiv ist es, bei den Fixkosten zu sparen, denn dann rechnen sich Preisreduktionen Monat für Monat und tragen zu nachhaltigen Kostenminimierung bei.

Das Institut für Mittelstandsforschung meldet, dass die Zahl der Existenzgründungen zurückgeht. Es schließen mehr Betriebe, als neue eröffnen. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch ein Hauptgrund ist die fehlende Liquidität. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie konstatiert, dass Existenzgründungen der Motor der Wirtschaft sind und bietet online viele Hilfen an, die explizit auf junge Gründer, Gründer 50+, Gründer mit Migrationshintergrund und andere spezifische Gruppen zugeschnitten sind. Sie sollen dabei helfen, Gründungen reibungsloser zu gestalten und Gründer erfolgreicher zu machen.

Die meisten Existenzgründer geben innerhalb der ersten 3 Jahren auf. Um die Liquidität zu stärken, sollten Unternehmen Kosten reduzieren und sich eine sparsame Betriebsführung aneignen, ohne auf Qualität oder Komfort zu verzichten. Dieser Beitrag liefert 3 Spartipps für den Geschäftsalltag, die beides -Qualität ohne Komfortverzicht- garantieren.

Tipp 1: Büromiete geringhalten

Ein Büro kostet Miete, es verursacht Kosten für die Reinigung, Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung werden auch fällig. Die Büroausstattung ist zwar eine einmalige Anschaffung, geht aber ebenfalls ins Geld und außerdem muss eine Küche nebst Geräten her. Zumindest Kaffeemaschine, Geschirr, Besteck und Kühlschrank sind nötig. Zusammengenommen bedeutet das eine mehr oder weniger hohe Erstinvestition sowie dauerhaft liquiditätsschwächende Nebenkosten für junge Unternehmen. Hier lässt sich nicht nur sparen, sondern mit weniger Geld eine komfortablere Situation schaffen.

Günstige Büroräume gibt es nicht wie Sand am Meer. Dennoch gibt in jeder Stadt Möglichkeiten, solche zu finden. Für Gründer bieten sich diese Alternativen an:

  1. Gründerzentrum: Hier sind die Mieten besonders gering und gleichzeitig profitieren junge Unternehmen von Kontakten zu anderen Firmen. Häufig bahnen sich in einem Gründerzentrum Geschäftsbeziehungen an, die langfristig halten und eine solide Zusammenarbeit begründen. Der große Vorteil von Gründerzentren ist, dass die Büro-Infrastruktur vorhanden ist: Küche mit Interieur, Besprechungszimmer, Telefon/Internet, auf Wunsch voll ausgestattete Büros, Drucker, Schredder, Fax, Sekretariat – alles ist vorhanden. Gründer müssen eigentlich nur noch den Laptop mitbringen und können sofort loslegen.
  2. Businesszentrum: Gibt es kein Gründerzentrum in der Nähe, ist vielleicht ein Businesszentrum in der Stadt. Die Kosten sind grundsätzlich höher, aber oft immer noch geringer, als ein eigenes Büro mit dem gesamten erforderlichen Kostenapparat zu errichten.
  3. Bürogemeinschaft: Für Einzelunternehmer sind Bürogemeinschaften ebenfalls eine sinnvolle Form. Sie funktionieren wie kleine Bürozentren. Es gibt in der Regel einen Besprechungsraum und eine gemeinsame Küche sowie Sanitäranlagen. Auch die Kosten für Reinigung und Energie werden auf alle Mieter umgelegt. Das spart Geld.
  4. Gibt es nichts von den genannten Alternativen in der Nähe, lässt sich selbst eine Bürogemeinschaft gründen. Es spricht nichts dagegen, eine Anzeige zu schalten, um geeignete Kandidaten zu finden, die als Mitmieter in Frage kommen.

Tipp 2: Kommunikationskosten senken

Telefonieren, surfen, chatten – die Kommunikation ist der Dreh- und Angelpunkt von Unternehmen. Je nach Business arbeiten Gründer und ihrer Mitarbeiter täglich viele Stunden online, haben ständig das Smartphone in Betrieb oder telefonieren über das Festnetz unzählige Kunden ab. Die Kosten für die Kommunikation steigen dabei rasch an und erklimmen mitunter astronomische Höhen. Sinnvoll ist, sich über passende Tarife zu informieren und ggf. zu wechseln. Oft lassen sich über das Jahr gesehen hunderte Euro sparen. Eine schnelle Suche im Internet bringt sofort Ergebnisse. Es empfiehlt sich, die Suche vorab nach den gewünschten Kriterien zu filtern und beispielsweise anzugeben, ob nur Mobilfunk- oder auch Festnetztarife abgefragt oder ob ausschließlich Tarife für Selbstständige angezeigt werden sollen.

Wichtig ist, die Vertragsdetails der Anbieter intensiv zu prüfen. Denn der neue Tarif soll nicht nur günstig sein, sondern er muss die individuellen Anforderungen bedienen. Da die Anbieter stark miteinander konkurrieren, lohnt es sich, die Tarife regelmäßig neu zu checken. Denn die rasante Entwicklung in der Telekommunikationsbranche führt dazu, dass die Anbieter recht häufig neue Angebote auf den Markt werfen. Und da sie alle intensiv um die Gunst der Kunden buhlen, ist die Chance auf Einsparungen hoch. Außerdem sollten Unternehmen die Telefonkosten immer dann auf den Prüfstand stellen, wenn sich signifikante Veränderungen im Unternehmen ergeben wie zum Beispiel ein Standortwechsel oder bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, die mit mobilen und festen Telefonanschlüssen oder Internetzugängen zu versorgen sind.

Outsourcing
Ein großer Teil der Aufgaben in einem Business lässt sich intelligent auslagern.

Tipp 3: Outsourcen statt anstellen

Wie funktionieren Unternehmen? Die Frage mag irritieren, doch wer sich genauer damit beschäftigt merkt schnell, dass Unternehmen immer dieselben Funktionsbereiche aufweisen. Am Beispiel eines Händlers wären es unter anderem diese:

Anfangs machen viele Existenzgründer alle Jobs in Personalunion, doch wenn sie wachsen, schaffen sie es nicht mehr, alles selber zu erledigen. Nun könnte der Händler zu gegebener Zeit zur Erledigung der anfallenden Arbeiten Fachkräfte einstellen, während er sich weiter um das Kerngeschäft kümmert. Er bräuchte zum Beispiel dieses Personal:

  • Sekretärin
  • Buchhalter
  • Marketingkraft
  • Vertriebler/Verkäufer
  • Lagerarbeiter/Logistiker

Personal verursacht Personalkosten, auch wenn es krank wird oder Urlaub hat. Fällt Personal aus, bleiben die Fixkosten trotzdem im Betrieb. Eine budgetschonende Alternative sind externe Dienstleister, die die einzelnen Aufgaben übernehmen. Outsourcing hilft dabei, die anfallenden Arbeiten professionell erledigen zu lassen. Bei Auftragsflauten können die Jobs vorübergehend ausgesetzt werden, um Kosten zu sparen. Das ist enorm wichtig, wenn finanzielle Engpässe existenzbedrohende Ausmaße annehmen.

Und sobald es wieder losgeht, holen Unternehmer die Dienstleister zurück ins Boot. So lassen sich Personalfixkosten nahezu komplett vermeiden, ohne an Qualität einzusparen. Und ganz nebenbei sorgt Outsourcing dafür, dass keine zusätzlichen Kosten für die erforderlichen Büroräume und Hardware anfallen.

Fixkosten senken und langfristig auf Erfolgskurs gehen

Wer langsam wächst und Schritt für Schritt für professionelle Umsetzung sorgt, ohne sich in finanzielle Abhängigkeiten zu begeben, steigert seine Chancen darauf, sich langfristig am Markt zu etablieren. Mit diesem Konzept können sich auch Gründer mit schmalem Budget ohne externe Finanzspritze eine Existenz aufbauen.

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