Start Online Marketing Was ist eine Nischenseite?

Was ist eine Nischenseite?

1
TEILEN
Nischenseite
Nischenseiten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, denn viele Menschen haben den Traum von einem passiven Einkommen.

Für Existenzgründer spielen Nischenseiten eine enorm wichtige Rolle. Wer im Internetmarketing fußfassen will, wird früher oder später mit dieser Begrifflichkeit konfrontiert werden und auch für sich seinen Nutzen daraus ziehen können. Doch was genau ist eigentlich eine Nischenseite und was ist ihr Zweck? Wie kann ich mithilfe von Nischenseiten ein profitables Business kreieren? All das werden wir in diesen Artikel einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Was sind Nischenseiten?

Nischenseiten befassen sich mit Nischen – So viel ist klar. Doch was genau ist mit einer Nische gemeint? Nischen sind ein Marktzweig in der Wirtschaft, die sich mit einem sehr spezialisierten Produkt oder einer sehr außergewöhnlichen Dienstleistung auseinandersetzen. Meistens handelt es sich dabei um Produkte, die Teil einer gewissen Produktgruppe sind, sich aber in bestimmten Merkmalen unterscheiden. Bei der Produktfindung kann man immer einen Schritt tiefer gehen Beispiele für Nischen sind dabei:

– Musikhören
Das Nischenprodukt von Musik: Kopfhörer
Das Nischenprodukt von Kopfhörern: In-Ear Kopfhörer

– Trinken
Das Nischenprodukt von Trinken: Trinkflaschen
Das Nischenprodukt von Trinkflaschen: BPA-freie Trinkflaschen

– Sport
Das Nischenprodukt von Sport: Golf(zubehör)
Das Nischenprodukt von Golfzubehör: Golfbags

Wie du sehen kannst, ist es nicht genug, sich einem Thema oder einem Wirtschaftszweig zu widmen und die Kunden mit allerhand Produkten zu diesem Thema zu beliefern, sondern noch tiefer zu gehen und sich ein spezielles Teilprodukt herauszunehmen und sich über die Nischenseite dafür zum Experten zu machen. Je spezieller das Produkt ist, desto einfacher wird es sein, Kunden zu gewinnen, weil man sich ganz klar von anderen Anbietern abhebt. Man bietet nur sehr weniger Lösungen zu einem ganz speziellen Problem an und belässt es dabei. Wer eine Nische besetzen möchte, kann bei der Auswahl gar nicht tief genug gehen, vorausgesetzt die Nische spricht immer noch genug Menschen an. Je tiefer und spezialisierter das Produkt, desto besser. Je weniger Abweichungen unter den Produkten, desto lukrativer.

Das unglaubliche Potenzial einer Nischenseite

Aus ökonomischer Sicht bringen Nischenseiten ein ungeahntes Potenzial mit sich. Ziel einer Nischenseite ist es, nachhaltig Geld zu verdienen und den Aufwand dabei möglichst gering zu halten. Dabei müssen folgende Punkte sehr gewissenhaft abgehandelt werden.

1. Fokus auf ein Themengebiet
Wie schon oben erwähnt ist es sehr wichtig, sich auf einen bestimmten Teilbereich einer Nische zu fokussieren. Dabei sind vor allem zwei Indikatoren äußerst wichtig: Zum einen die Nachfrage und zum anderen die Konkurrenz in diesem Bereich. Je größer die Nachfrage und je geringer die Konkurrenz, desto besser. Daraus ergibt sich, dass nicht zwangsläufig jede Nische lukrativ sein muss. Wer sich auf gelbe Kugelschreiber spezialisieren möchte wird vermutlich sehr wenig Konkurrenz auf dem Markt haben, allerdings auch sehr wenig Nachfrage. Anders ist es beim Thema Fitness. Hier ist die Nachfrage exorbitant groß, aber die Konkurrenz extrem stark. Natürlich kann man sich hier auch tiefer in verschiedene Teilbereiche der Fitnesswelt einschleusen, doch selbst das würde auf enorm viel Konkurrenz treffen.

Zielgruppen analysieren
Nicht nur im normalen Geschäftsleben ist eine Zielgruppenanalyse, bzw eine Zielgruppendefinition wichtig. Auch bei Nischenseiten lohnt es sich vor dem Aufbau eine Zielgruppe auszumachen.

2. Eine Zielgruppe ausmachen
Wer eine Nische besetzen möchte, ist abhängig von seiner Zielgruppe. Bevor man eine Nischenseite angeht, ist der erste Schritt zu wissen, welche Zielgruppe man beliefern möchte. So speziell, wie das Produkt ist, so speziell wird auch die Zielgruppe sein. Wenn man zum Beispiel Trinkflaschen verkaufen möchte, ist die Zielgruppe sehr groß und breitgefächert. So gut wie jeder Mensch braucht Trinkflaschen, doch wenn du BPA-freie Trinkflaschen vertreiben möchtest, ist die Zahl der möglichen Kunden stark eingegrenzt. Nicht jeder weiß, dass BPA-freie Trinkflaschen gesünder sind, und nicht jeder legt darauf wert. Doch sobald man die Kunden erreicht, die sich für eine das Nischenprodukt interessieren, ist es sehr einfach, immer wiederkehrende Kunden zu haben und weitere Kunden zu gewinnen. Eine Zielgruppe lässt sich leichter binden, sobald man wirklich nur eine Zielgruppe anspricht. Außerdem ist es viel leichter, Seiteninhalte und Informationen auf die Zielgruppe abzustimmen und dadurch viel leichter auf Resonanz zu stoßen. Kenne deine Zielgruppe und du wirst erfolgreicher werden.

3. Aufwand eher im kleinen Stil
Eine Nischenseite braucht nicht viel Arbeit, die sich nicht auf das Wesentliche beziehen. Der Interessent einer Nischenseite möchte schnelle Informationen, gute Beratung und eine klare Empfehlung oder den direkten Zugriff zum gewünschten Produkt. Daher sollten sich auf einer Nischenseite keine Informationen finden lassen, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Gerne gesehen sind: Produktvergleiche, Produktvorstellungen, eigener Shop oder Affiliatelinks, klare Empfehlungen. Mehr Aufwand würde aus ökonomischer Sicht wenig sinnvoll sein, da der höhere Aufwand keinen Nutzen bringt. Kundenbindung ist in diesem Fall eher zweckgebunden. Sobald man eine Nische besetzt, werden Kunden sich nicht mit dir und deiner Marke auseinandersetzen, sondern lediglich deine Dienstleistung (sprich, deine Beratung und Empfehlung) in Anspruch nehmen. Kunden sind eher selten Fans oder Botschafter.

Nischenseiten erfordern nicht viel

Nischenseiten sind so aufgebaut, dass sie nicht viele Kriterien erfüllen müssen, um profitabel zu sein. Allerdings müssen die wenigen Kriterien extrem gut erfüllt sein. Die Nischenauswahl erfordert oftmals viel Kreativität und eine gute Marktanalyse. Dafür gibt es mehrere Hilfsmittel, wie zum Beispiel Google Adwords. Hier lassen sich Internetmärkte erschließen, indem man die Suchanfragen und die zugehörige Konkurrenz analysieren kann. Eine Nischenseite kann ebenfalls daran scheitern, dass keine genaue Zielgruppenanalyse vorgenommen wurde.

Der Wettbewerb bei Nischenseiten wird immer größer

Es scheint gerade so, als hätten sehr viele Menschen die „Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ von Timothy Ferriss gelesen oder gehört, deren Inhalt verschiedene Anregungen gibt, um ein Leben mit mehr Freizeit zu führen. – Denn der Wettbewerb unter den Nischenseiten wird zunehmend immer größer. Es lässt sich feststellen, dass viele Menschen nicht nur den Traum von einem passiven Einkommen haben, sondern immer mehr Personen versuchen sich diesen Traum zu verwirklichen. Die passiven Einkommensströme der Nischenseiten sollen ihren Teil dazu beitragen. Doch dabei lässt sich auch sehr gut feststellen, wer tatsächlich etwas von der Thematik versteht und sich wirklich reinhängt. Eine lieblos aufgebaute Nischenseite wird nicht die gewüschten Erfolge bringen und verursacht womöglich nur Kosten. Seiten die nicht wie gewünscht laufen, bekommt man dann häufig zum Kauf angeboten, wenn man sich in der Szene bewegt.

Doch Vorsicht: Wenn jemand eine solche Seite zum Verkauf anbietet sollten sämtliche Aussagen sehr kritisch überprüft werden. Denn hier tummeln sich zwischenzeitlich auch viele schwarze Schafe. – Warum sollte jemand eine gut funktionierende Seite, die einem kaum Arbeit macht und Monat für Monat ein passives Einkommen bringt einfach verkaufen? Entweder werden solche Nischenseiten überteuert verkauft, oder sie laufen einfach nicht wie gewünscht. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, dass es sich um einen Notverkauf handelt, da der Verkäufer dringend auf Geld angewiesen ist.

Durch Wettbewerb nicht abschrecken lassen!

Es sollte sich niemand durch Wettbewerb abschrecken lassen. Zwar werden Arbeitsaufwand, Arbeitszeit und Kosten deutlich höher sein, doch Wettbewerb gab es immer und wird es auch zukünftig immer geben. – Wer in einem Bereich viel Wettbewerb hat, kann auch davon ausgehen, dass die Nachfrage meistens entsprechend hoch ist. Hier muss der eigene Anspruch sein, sich vom Wettbewerb abzuheben und deutlich besser zu sein, als die Konkurrenz, die sich in diesem Bereich bewegt. Das erfordert zwar Kreativität und ein wenig Hirnschmalz, aber es macht Spaß, sobald die ersten Erfolge sichtbar werden.

Keine Nischenseite ohne Geld

Ohne Geld kann man auch keine Nischenseiten aufbauen. Selbst wenn jemand die Kenntnisse hat, um alles selbst in die Hand zu nehmen und nicht auf die Hilfe von anderen Personen oder Agenturen angewiesen ist, so wird es nicht funktionieren ohne Geld in die Hand zu nehmen. Denn Mindestens für die Domain, das Hostingpaket, das Theme fallen Kosten an. Von Bildern, Plugins, Linkaufbau und Co. einmal ganz abgesehen.

Auch die Kosten für die Gewerbeanmeldung und den Steuerberater wurden bislang hier noch nicht berücksichtigt. Denn wer mit einer Nischenseite Einnahmen erzielt, muss diese auch versteuern!

Wer als Angestellter tätig ist, muss sogar seinen Chef um Erlaubnis fragen, denn um die Anmeldung eines Nebengewerbes kommt man nicht herum. Wer durch Nischenseiten Einnahmen erzielt und diese nicht bei der Einkommensteuer angibt, begeht aktiv Steuerhinterziehung und kann drastisch bestraft werden.

Nischenseiten kosten Geld
Auch die Erstellung von Nischenseiten kostet Geld. Wer glaubt eine Nischenseite ohne Investition aufbauen zu können, wird vermutlich scheitern.

Nischenseiten – Das Fazit

Nischenseiten sind eine sehr ökonomische Möglichkeit, um ein Business aufzubauen. Wer alle Kriterien erfüllt, wird zwangsläufig einen hohen Absatz erzielen. Doch bis eine Nischenseite erst einmal richtig ins Rollen gekommen ist, bedarf es sehr viel Arbeit und Geduld. Ist es erst einmal so weit, wird sie allerdings zu einer sprudelnden Quelle für passives Einkommen mutieren.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT