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3 deutsche Unternehmensgründer im Profil

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Rene Köhler

Der Erfolg eines Start-ups ist oft untrennbar mit der Person des Unternehmensgründers verbunden. Es ist nicht nur die Geschäftsidee, die zählt. Gründerpersönlichkeiten zeichnen sich unter anderem durch Wagemut, Visionen, Leidenschaft und ihren unermüdlichen Einsatz aus. Sie brennen für ihre Idee.

Die deutsche Gründer-Szene kennt viele beeindruckende „Entrepreneurs“ mit herausragenden Eigenschaften. Gerade das Zeitalter der Digitalisierung hat sich als wahre „Brutstätte“ für innovative Geschäftsmodelle erwiesen und Gründerpersönlichkeiten wissen die Chancen zu nutzen. Drei Namen stellen wir nachfolgend – stellvertretend für viele – als Beispiele vor.

Alexander, Marc und Oliver Samwer

Der Name Samwer ist schon fast eine Marke geworden. Die drei Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer aus dem vornehmen Kölner Stadtteil Marienburg sind ein Gemeinschaftsunternehmen und bilden quasi eine Einheit – ein Grund, warum sie hier gemeinsam als Gründerpersönlichkeit präsentiert werden. Ohne sie wären viele erfolgreiche Internet-Start-ups in Deutschland gar nicht denkbar. Die – in den 1970er Jahren geborenen – Brüder verabredeten sich bereits früh, zusammen ein Unternehmen zu gründen und nutzten die Gelegenheit sofort, als das Internet „geschäftsfähig“ wurde. 1999 starteten sie mit dem Internet-Auktionshaus Alando, 2000 folgte der Klingelton-Anbieter Jamba.

Der richtige Durchbruch gelang aber erst mit der Gründung des Start-up-Inkubators und Risikokapitalgebers Rocket Internet im Jahre 2007. Das Berliner Unternehmen hat seither zahlreichen Internet-Geschäftsmodellen auf die Welt geholfen oder sie mit frischem Geld versorgt. Ohne Rocket Internet wären Unternehmen wie Zalando, HelloFresh oder Home24 nicht dort, wo sie heute stehen. Die Samwer-Brüder gehören inzwischen zu den vermögendsten Unternehmern Deutschlands.

René Köhler

Ein Fahrrad-Shop im Internet – eigentlich eine vergleichsweise simple Geschäftsidee, das ist fahrrad.de von René Marius Köhler. Mit dem 2003 gegründeten Online-Unternehmen startete Köhler als Zwanzigjähriger seine Karriere. Dabei machte der abgebrochene Gymnasiast eigentlich nichts weiter, als das klassische Fahrrad-Geschäft seiner Eltern im Internet zu betreiben. Eine Idee, die am Anfang des E-Commerce-Booms stand und sich seither prächtig entwickelt hat. Der Umsatz ist dank Übernahmen und dynamischem Wachstum auf mehr als 200 Mio. Euro im Jahr geklettert. Heute gehört fahrrad.de zu internetstores, Europas führendem E-Commerce-Unternehmen im Bereich Fahrrad und Outdoor.

René Köhler bündelt seine Geschäftsaktivitäten inzwischen unter dem Dach der KOEHLER GROUP. An fahrrad.de bzw. internetstores ist er nur noch als Minderheitsgesellschafter beteiligt. Die KOEHLER GROUP fokussiert sich ganz auf Beteiligungsfinanzierungen und Investments in unterschiedlichen Sparten. Der etablierte Online-Handel ist dabei nur noch ein Standbein neben anderen. So engagiert sich René Köhler auch bei der Entwicklung neuer Internet-Geschäftsmodelle als Inkubator und Investor. Venture Capital-Fonds, Immobilien-Investments und Börseninvestments im Internetbereich runden das Portfolio ab.

Claudia Helming

Leider ist die Internet-Gründerszene stark männerlastig. Dass es auch anders geht, beweist Claudia Helming. Der Weg bis zum Erfolg war lang und steinig. 2006 startete die Gründerin gemeinsam mit ihrem Kompagnon Michael Pütz die Plattform DaWanda, einen Online-Marktplatz für „Selbstgemachtes“ wie Kleidung, Schmuck, Spielzeug, Möbel usw. Die Idee wurde damals von anderen gerne belächelt. Doch DaWanda läuft immer besser. Rund 360.000 „Hersteller“ haben sich seit der Gründung der Plattform auf DaWanda registriert. Im letzten Jahr sprang der Umsatz um mehr als 20 Prozent auf über 16 Millionen Euro.

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