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Brand Bidding bei Google Adwords richtig nutzen

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Brand-Bidding-bei-Google-Adwords-richtig-nutzenBrand Bidding ist ein weiterer Wirtschaftsanglizismus, den wir aus der englischen Sprache übernommen haben. Brand Bidding ist Werbung mit Markennamen durch Linksetzung bei der Adwords-Suche. Dabei verlinken Adwords-Werber auf fremde oder eigene Markennamen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in Ihren eigenen Adwords-Anzeigen fremde Markennamen zu verwenden. Als Unternehmer sollten Sie sich auch vor dieser modernen Internet-Errungenschaft nicht verschließen. Sie müssen jedoch einige Richtlinien beachten, um letztendlich nicht bewusst oder unbewusst die Schutzrechte Dritter zu verletzen. Beobachten Sie jedoch zur gleichen Zeit stets, was Ihre Konkurrenz im Bereich Adwords-Werbung treibt, damit Ihre eigenen Schutzrechte nicht verletzt werden. Beachten Sie bei der Verwendung von Brand Bidding unbedingt die deutsche Markenrichtlinie. Diese hat der Europäische Gerichtshof in einem Präzedenzurteil extra angepasst. Erst seit vier Jahren ist es Ihnen erlaubt, mit Ihrer Adwords-Werbung auf fremde Marken-Keywords zu bieten, diese zu verlinken oder in Ihren Werbeanzeigen zu nutzen. Werbetreibende können demzufolge Adwords-Keywords auf fremde Marken buchen.

Was bedeutet Brand Bidding für die Markeninhaber?

Das bedeutet jedoch nicht, dass in diesem Werbebereich alles erlaubt ist. Auch hier bestehen rechtliche Einschränkungen. Schalten Sie als Markeninhaber Adwords-Anzeigen auf Ihre eigene Marke, zahlen sie zwei bis vier Cent pro Klick. Die Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Google nicht bereits eine andere Anzeige betreffend diese Markenbezeichnung geschaltet hat. Bieten Wettbewerber gleichfalls auf Ihren Markenbegriff, besteht die Möglichkeit, dass der Klickpreis für die Positionierung auf den ersten Plätzen bei der Google-Suche ein Euro und mehr betragen kann.

Wie verhält sich der Markeninhaber richtig, wenn es zu einer Schutzrechtsverletzung kommt?

Haben Sie Probleme mit fremden Adwords-Anzeigen, die auf Ihre eigene Marke geboten werden, wird dieses Vorgehen grundsätzlich von Google toleriert. Es handelt es sich jedoch um eine Schutzrechtsverletzung, gegen die Sie bei Google in Form einer Adwords-Marken-Beschwerde vorgehen können. Google beschäftigt ein Adwords-Team, das die Beschwerden prüft und in begründeten Fällen die steitgegenständlichen Anzeigen sperrt. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass Ihre Marke in Form einer Schutzrechtsanmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet und/oder eingetragen ist. In diesem Fall können Sie Ihre Marke bei Google als geschützt deklarieren lassen. Google stellt ausdrücklich seine Markenrichtlinien für Adwords auf seiner Homepage zur Verfügung. Die Autorisierungsrichtlinie zeigt, in welchen weiteren Fällen Brand Bidding erlaubt ist. Liegt die Autorisierung des Keyword-Inhabers vor, steht dieser Werbung nichts im Wege. Ferner dürfen sich die Anzeigen nicht auf die Dienstleistungen und Produkte des markenrechtlich geschützten Begriffs beziehen. Der Anzeigentext darf den geschützten Begriff nicht „beschreibend in seinem gewöhnlichen Sinne“ nach dem Verständnis der angesprochenen Verkehrskreise verwenden.

Beim Brand Bidding auf Ihre eigene Marke sollten Sie mit Landingpages und Deeplinkings arbeiten. Weitere Möglichkeiten sind Siteklinks, Google+Connect und Video Embeds. Bestimmen Sie, wie differenziert Ihre Brand-Aktivitäten sein sollen. Je gegnerischer (differenzierter) Ihr Brand ausfällt, desto weniger CPCs bezahlen Sie für Ihr Brand Bidding. Eine differenzierte Marke wie „ebay“ zahlt sicherlich weniger als ein allgemeiner Brand wie „Auktionshaus“. Verwendet ein Werbetreibender Ihren Markennamen in seiner Adwords-Werbung, sollten Sie rechtliche Schritte einleiten. An dieser Stelle tritt das klassische Markenrecht wieder ein. Es handelt sich um eine Schutzrechtsverletzung, die eine Verwechslungsgefahr mit sich bringt. In diesem Fall haben Sie einen Anspruch auf Unterlassung gegen den Schutzrechtsverletzer.

Wie gehen Sie sinnvoll vor, um Ihre Schutzrechte unverletzt zu halten?

Nutzen Sie Adwords-Anzeigen nicht nur für Ihre eigene Werbung, sondern überprüfen Sie auch regelmäßig die Anzeigen Ihrer Mitbewerber. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihre Marke bei der Adwords-Suche nach hinten rutscht oder an Sichtbarkeit verliert. Einmal an diesem Punkt angekommen, verliert Ihr Unternehmen im Bereich Online-Umsatz.

Lohnt sich Brand-Bidding für Ihr Unternehmen?

Steht Ihr Unternehmen bei der organisierten Suche bereits auf den ersten Plätzen und Sie überlegen sich jetzt, etwas in Sachen Werbung nachzulegen? Dann sollten Sie neben der organischen Suche im Bereich Adwords-Werbung tätig werden. Diese Werbebereiche werden als Suchmaschinenmarketing bezeichnet und sind ein Teil des Online-Marketings, das alle Werbemaßnahmen einschließt, um Internetnutzer für die eigene Webpräsenz zu gewinnen. Dabei werden die Bereiche Suchmaschinen-Werbung und Suchmaschinenoptimierung unterschieden. Brand-Bidding wird auch als Keyword-Advertising mit Hilfe von Sponsorenlinks (Paid Listing) bezeichnet, da für diese Werbemaßnahmen im Gegensatz zur Suchmaschinenoptimierung, die vor allem durch einwandfreien Seo-Kontext entsteht, bezahlt wird. Je besser Ihr Unternehmen bei der organischen Suche vertreten ist, desto größer sind Ihre Umsatzchancen. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass bereits das einmalige Einblenden einer Adwords-Anzeige ausreicht, um die Bekanntheit Ihrer Marke bei den von Ihnen angesprochenen Verkehrskreisen zu erhöhen. Das Image Ihrer Marke erhöht sich, wenn Sie sowohl bei der bezahlten Suche als auch bei den organischen Suchergebnissen auf den ersten Plätzen vertreten sind. Eine Top-Platzierung in den organischen Suchergebnissen steigert die Bekanntheit Ihrer Marke um vier Prozent, bei den Adwords sogar um fünf Prozent und steigert die Kaufbereitschaft der Internetuser.

Bei Google Adwords ist es auch möglich, ein Geo-Targeting zu legen, um die eigene Marke bewusst in gewünschten Regionen ein- oder auszublenden. Diese Methode wird eingesetzt, um die eigene Marke zum Bespiel nicht in derselben Region zu schalten, wie ein Mitbewerber. Ist Ihre Marke sowohl in der organischen Suche als auch im Paid Listing ganz vorne mit dabei, haben Sie alles richtig gemacht und sprechen Ihre Zielgruppe auf dem richtigen Weg an. Auch im Bereich des Empfehlungsmarketings steigen Ihre Chancen, denn Nutzer sind im Fall von Adwords-Anzeigen eher bereit, Ihre Marke weiterzuempfehlen als durch den klassischen Suchlauf. Je dominanter Ihre Marke im Anzeigenbereich und in den Suchergebnissen vertreten ist, desto größer ist der Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern.

Fazit

Durch Brand Bidding bieten Sie auf Keywords fremder oder eigener Markennamen und haben so die Möglichkeit, eine größere Reichweite zu erzielen und Traffic auf die eigene Website zu generieren. Dadurch erhoffen sich Brand-Bidder, der Konkurrenz Kunden abzugreifen und den eigenen Umsatz zu steigern. Brand Bidding ist auch zur Steigerung der eigenen Vergütung (Kosten pro Klick) interessant. Es gibt jedoch auch berechtigte Kritik an dieser Werbemaßnahme. Die „abgegriffenen Impressions“ und Klicks sind oft mit schlechter Qualität und hohen Klickpreisen verbunden. So kann es durchaus passieren, dass Brand Bidding-Kampagnen aus operativer und wirtschaftlicher Sicht nicht ausschließlich rentabel sind.

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