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Bürorisiko Toner – Darauf ist zu achten

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Toner für Laserdrucker

Drucker sind nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken. Und die Geräte haben es inzwischen sogar in die Datenerhebungen des Statistischen Bundesamts geschafft. So untersuchen die Statistiker im Rahmen der Erhebung zur Informations- und Kommunikationstechnik in privaten Haushalten auch die Zahlen zum PC-Drucker. 2014 besaßen etwa drei Viertel aller Haushalte im Bundesgebiet einen Drucker. Für den Office-Bereich fehlen leider aussagekräftige Statistiken. Allerdings ist es heute kaum denkbar, dass Unternehmen ohne Tintenstrahl- und Laserdrucker auskommen. Letztere sind auf den ersten Blick wartungsfreundlicher und eignen sich durch hohe Druckleistung pro Toner gerade für Firmen. Ist dieses Argument gerechtfertigt? Oder gibt es andere Nachteile, die den Laserdrucker auf die hinteren Plätze verweisen?

Reparatur eines Toners
Toner für Laserdrucker sollten entsprechend gelagert werden, um gesundheitliche sowie finanzielle Schäden zu verhindern.

Tintenstrahldrucker versus Laserdrucker

Wer die Anfänge des Computerzeitalters erlebt hat, kennt dieses Geräusch zu gut: Das Klackern der Nadeldrucker. Letztere galten in den Anfangsjahren als Highlight. Inzwischen findet man diese Geräteklasse nur noch in Ausnahmefällen. Schaut man sich die heutigen Drucker an, dominieren zwei Geräteklassen den Markt. Auf der einen Seite stehen die Tintenstrahldrucker, welche in der Masse in privaten Haushalten zu finden sind. Viele Unternehmen setzen hingegen oft auf die Laserdrucker.

Wie der Name bereits nahe legt, basieren die Tintendrucker auf der Verwendung von Druckertinte als bildgebendem Farbstoff. Je nach Bauweise als Continuous Ink Jet oder Drop On Demand bezeichnet, ist die letztgenannte Variante heute im täglichen Gebrauch weit verbreitet. Der Laserdrucker arbeitet nach einem anderen Prinzip. Hier wird mit einer Kombination aus:

  • Ladungselementen
  • optischen Quellen (Laser) und
  • Farbpartikeln

gearbeitet. Letztere haften durch die elektrisch entgegengesetzten Ladungen am Papier und werden mittels Hitze fixiert. Zu den wesentlichen Unterschieden zwischen beiden gehören:

  • eine höhere Druckqualität (Laserdrucker)
  • geringer Wartungsaufwand (Laserdrucker)
  • höhere Standzeiten (Laserdrucker)
  • höhere Lebenserwartung (Laserdrucker).

Aufgrund dieser Vorzüge und der Tatsache, dass im Vergleich zwischen beiden Druckertypen die Kosten beim Laserdrucker geringer ausfallen, ist dieser eher in Büros zu finden.

Gesundheitsrisiko Toner: Ist die Farbe krebserregend?

Immer wieder tauchen in den Medien Berichte auf, die von einer gesundheitlichen Gefahr durch den Laserdrucker sprechen. Grundsätzlich setzt sich die vermeintliche Gesundheitsgefährdung aus verschiedenen Komponenten zusammen. Zu nennen sind:

  • der Toner (das Farbpulver) selbst
  • die durch Hitze entstehenden Stoffe
  • die Feinstaubbelastung sowie
  • die UFP-Emissionen (Ultrafeinstaub)

Alle Komponenten zusammen werden immer wieder vor dem Hintergrund ihrer Gesundheitsgefährdung diskutiert. Aber: Man muss an dieser Stelle von einer vermuteten Gefährdung sprechen, da für einzelne Aspekte nicht abschließend geklärt ist, ob und in welchem Umfang diese zum Gesundheitsrisiko werden.

Messungen zeigen beispielsweise, dass beim Laserdrucker zwar durchaus eine Feinstaubbelastung nachweisbar ist, allerdings werden geltende Grenzwerte teils deutlich unterschritten. In einigen Bereichen ist zudem komplett unklar, in welcher Konzentration es zu Belastungen der Gesundheit kommen kann.

Kostenrisiko Toner: Das Verbrauchsmaterial macht den Preis

Laserdrucker gelten allgemein als relativ kosteneffizient. Eine Tatsache, die Unternehmen gelegen kommt. Aber: Diese Aussage lässt sich nicht uneingeschränkt aufrechterhalten. Heute sind diverse Geräte mittlerer Qualität und Leistung bereits für weniger als 200 Euro (Monochrom) bzw. Farblaserdrucker ab etwa 300 Euro zu haben.

Aber: Wie teuer das Gerät letztlich wirklich ist, entscheidet sich am Verbrauchsmaterial. Hier geht es natürlich um den Preis fürs Papier – aber auch den Toner. Wie stark die einzelnen Geräte hier letztlich auseinanderliegen, zeigt sich meist erst nach mehreren tausend bis zehntausend Seiten. Effiziente Geräte schneiden an dieser Stelle deutlich besser ab, der Preis pro Seite kann etwa um das Doppelte variieren. Wie stark sich die Kosten beim Toner bemerkbar machen, hängt letzten Endes von zwei Fragen ab:

  • Wie viele Seiten werden gedruckt?
  • Wie günstig kann der Toner bezogen werden?

Zwischen 5.000 Seiten bis 10.000 Seiten fallen die Verbrauchskosten noch nicht ganz so stark ins Gewicht. Wer den Laserdrucker mit 30.000 Seiten und mehr richtig fordert, muss bei den Tonerkosten aber schon sehr genau hinschauen.

Wie sollte Toner richtig gelagert werden?

Als Unternehmen nutzt man Rabatte – auch wenn es um Verbrauchsmaterialien geht. Toner für Laserdrucker werden generell in der Einbauposition – also horizontal gelagert. Bei einer Lagerung in aufrechter Position setzt sich sonst das Farbpulver ab. Darüber hinaus muss für die korrekte Lagerung auch auf eine entsprechende Raumtemperatur geachtet werden. Ab etwa 35 C wächst das Risiko der Klumpenbildung im Toner – der damit unbrauchbar wird.

Was ist bei der Lagerung des Toners zusätzlich zu beachten? Optimal ist die Aufbewahrung nach Informationen auf Tonerpartner.de:

  • in der originalen Verpackung
  • bei gleichbleibender Temperatur
  • ohne direkte Sonneneinstrahlung
  • bei einer maximalen Luftfeuchte von 80 Prozent (kurzeitiges Maximum).

So untergebracht kann der Toner eine Lagerfähigkeit von mehreren Jahren erreichen.

Laserdrucker
Durch die richtige Lagerung von Tonern lässt sich deutlich kosteneffizienter mit dem Laserdrucker arbeiten. Dies ist gerade bei einem großen Druckaufkommen sehr lohnend und freut die Controlling-Abteilung.

Fazit: Toner sind günstig, aber nicht billig

Laserdrucker und Toner sind in Unternehmen und auch einigen Haushalten längst selbstverständlich. Dennoch ist es empfehlenswert, sich mit einigen Aspekten auseinanderzusetzen. Das Gesundheitsrisiko ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt gerückt, viele Argumente werden aber kontrovers diskutiert. Was hingegen relativ klar scheint, ist die Kostenfrage. Der Druck mit Laserdrucker und Toner ist im Vergleich zum Tintendrucker günstig. Gerade bei sehr hohen Seitenzahlen darf man als Nutzer und Unternehmer aber nicht automatisch davon ausgehen, dass das Ganze auch wirklich billig ist. Darüber hinaus sollte auch der Aspekt der Tonerlagerung bedacht werden.

 

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