Start Allgemein Der kleine Business-Knigge für den Mann – Die Grundregeln der Businesswelt

Der kleine Business-Knigge für den Mann – Die Grundregeln der Businesswelt

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Meeting
Souveränes Auftreten ist in der Geschäftswelt essentiell

Ein souveränes Auftreten ist in der Businesswelt schlichtweg unverzichtbar. Nur wer weiß, welche Verhaltensweisen unangebracht sind und welche Fettnäpfchen lauern, wird bei Geschäftspartnern, Kunden und Angestellten gleichermaßen Respekt entgegengebracht bekommen. Doch welche Knigge-Regeln gelten in der Geschäftswelt? Es folgt eine Übersicht der wichtigsten Business-Regeln für den erfolgreichen Geschäftsmann.

  • Die Reihenfolge bei der Begrüßung beachten

Schon bei der Begrüßung kann eine Menge schieflaufen. Grundsätzlich gilt, dass der Ranghöchste stets zuerst begrüßt wird, egal, ob sich in der Gruppe auch Frauen befinden. Dieser muss jedoch als Erster die Hand ausstrecken. Anschließend gilt, dass ältere Personen vor jüngeren und Damen vor Herren begrüßt werden. Ist man selbst der Ranghöchste, ist es wiederum die Aufgabe, den Rangniederen die Hand zur Begrüßung hinzustrecken.

  • Auf ein gepflegtes Erscheinungsbild achten

Sollte es sich beim eigenen Unternehmen nicht gerade um eine hippe Start-up Werbeagentur handeln, sind Sneakers und ein sportlich-legerer Look unangebracht. In der Geschäftswelt trägt Mann Anzug, Hemd, Lederschuhe und Krawatte. Diese sollten stets sauber und im Falle der Textilien akkurat gebügelt sein. Wer dann noch seine Anzüge in einer für ihn vorteilhaften Farbe auswählt, hat alles richtig gemacht. Der eigene Farbentyp kann zum Beispiel hier herausgefunden werden. Wer zu einer eleganten Abendveranstaltung eingeladen wird, welche nach 19:00 stattfindet, sollte sich zudem einen Smoking zulegen und üben, sich darin gekonnt zu bewegen, ohne, dass es unbeholfen aussieht.

  • Affektiertes Gebaren vermeiden

Einer Frau zur Begrüßung einen Handkuss zu geben oder die Floskel „Angenehm Ihre Bekanntschaft zu machen“ sind altbacken und heute nicht mehr angebracht. Besser ist ein fester Händedruck, sowie ein freundliches „Ich freue mich Sie kennenzulernen“. Andernfalls könnte schnell der Eindruck einer gewissen Affektiertheit entstehen.

  • Gäste stets selbst empfangen

Werden Kunden oder potentielle Geschäftspartner in das eigene Unternehmen eingeladen, so sind diese stets selbst in Empfang zu nehmen. Gemeinsam geht es dann in den jeweiligen Besprechungsraum. Keinesfalls sollten die Gäste dazu genötigt sein, ziellos durch das Gebäude zu laufen oder nach dem Weg fragen zu müssen. Gleiches gilt auch für das Ende des Treffens. Hier geleitet ein guter Gastgeber seine Besucher natürlich auch wieder bis an die Tür.

  • Pünktlich sein

Ob nun zum Meeting mit den Angestellten, zum Dinner mit dem Geschäftspartner oder zum Termin mit dem potentiellen neuen Kunden – Pünktlichkeit ist in der Geschäftswelt das A und O und wird vor allem von deutschen Geschäftsmännern, die gemeinhin den Ruf genießen, besonders korrekt und zuverlässig zu sein, erwartet. Zwischenfälle, wie ein Stau oder Ähnliches, können natürlich nie vorhergesehen werden. In diesem Fall ist es jedoch unerlässlich, die Verspätung umgehend telefonisch mitzuteilen und sich beim Eintreffen in aller Förmlichkeit für den Fauxpas zu entschuldigen.

  • Visitenkarten würdigen

    Visitenkarte
    Die Visitenkarte sollte nie ohne vorherige Betrachtung einfach weggesteckt werden

In der Regel findet bei Geschäftstreffen stets ein Austausch der Visitenkarten statt. Doch die Visitenkarte des Gegenübers darf keinesfalls einfach weggesteckt werden, denn dies wäre grob unhöflich. Erst wird die Karte genau beschaut und gegebenenfalls auch das Design oder das Papier lobend erwähnt. Dann wird die Visitenkarte sorgfältig in den Unterlagen verstaut. Die eigene Visitenkarte sollte zudem stets griffbereit sein. Wer keine Visitenkarte dabei hat, macht nicht nur einen unprofessionellen Eindruck, er vermittelt seinem Gegenüber auch, dass er an einem weiteren Kontakt scheinbar sowieso kein Interesse zu haben scheint. Überreicht wird die eigene Visitenkarte stets so, dass die Schrift zum Gegenüber zeigt, er den Namen auf der Karte also direkt lesen kann, ohne die Karte vorher drehen zu müssen. In Asien ist es zudem üblich, die Visitenkarte mit beiden Händen zu überreichen und die des Gegenübers auch mit beiden Händen entgegenzunehmen.

  • Akademische Titel nutzen

Verfügt der Gesprächspartner über einen akademischen Titel, so ist dieser auch zu nennen. Einzige Ausnahme sind zum Beispiel Ärzte-Treffen. Befinden sich sowieso nur Ärzte im Raum, ist es unsinnig, dass sie sich gegenseitig alle mit Dr. anreden. Besitzt jemand einen langen Titel, zum Beispiel Prof. Dr. med. Dr. rer. Nat. wird stets nur der höchste Titel, also Professor, gewählt. Nur, falls das Gegenüber zu verstehen gibt, dass es gerne ohne Titel angesprochen werden möchte, sollte auch auf die akademische Anrede verzichtet werden.

  • Vorsicht bei Komplimenten

Natürlich hört jeder gern ein nettes Kompliment. Wichtig ist aber vor allem, dass dieses ehrlich gemeint ist und nicht übertrieben daherkommt. Zudem ist Vorsicht geboten, wenn das äußere Erscheinungsbild einer Frau gelobt wird. Hier ist schon der eine oder andere Mann in ein echtes Fettnäpfchen getreten. Wer auf der sicheren Seite sein will, lobt also lieber unverfänglich und hebt beispielsweise Charakterzüge oder spezielle Leistungen einer Person hervor.

  • Nicht zu schnell zum „Du“ wechseln

Das „Du“ wird grundsätzlich immer vom Ranghöchsten angeboten. Haben beide Geschäftspartner denselben Rang, ist dennoch nicht zu schnell zum „Du“ zu wechseln, dies könnte als respektlos oder unprofessionell gewertet werden.

  • Abstand halten

Manche Menschen neigen dazu, anderen beim Gespräch sehr auf die Pelle zu rücken oder das gegenüber ständig zu berühren. Im privaten Bereich mag dies in Ordnung sein, in der Geschäftswelt ist es unangebracht. Viele fühlen sich schlicht unwohl, wenn jemand, den sie nicht gut kennen, in ihre persönliche Distanzzone eindringt. Eine Ausnahme bilden oft russische Geschäftsleute, bei ihnen sind Berührungen unter Männern und sogar Umarmungen oder Küsse nichts Ungewöhnliches.

  • Kritik nur unter vier Augen

Kritik hört niemand gerne, dennoch ist es als Unternehmer ab und an nötig, Angestellte zurechtzuweisen. Dies sollte aber stets unter vier Augen geschehen. Einen Angestellten vor versammelter Mannschaft bloßzustellen, ist unprofessionell und schlichtweg gemein. Ebenfalls sollte es vermieden werden, Allgemeinposten anzukreiden und auch die Einleitung von Kritikpunkten mit den Worten „immer“ oder „nie“ ist nicht sinnvoll. Besser ist es stets die konkrete Situation, auf die sich die Kritik bezieht, anzuführen.

  • Stets Höflichkeit walten lassen

Ein guter Vorgesetzter bleibt stets höflich und fährt auch in stressigen Situationen nicht aus der Haut. Natürlich stehen Chefs oft vor ganz besonders großen Herausforderungen, doch unbeherrschtes Verhalten bringt in solchen Fällen nicht weiter, wirkt keinesfalls souverän und ist zudem sehr unprofessionell. Wer Probleme damit hat ruhig zu bleiben, sollte tief einatmen und innerlich bis zehn zählen. Dann fällt es gleich viel leichter, sich den Standpunkt des Gegenübers in Ruhe anzuhören und entsprechend zu reagieren.

  • Handy auf lautlos stellen

Vor allem beim gemeinsamen Geschäftsessen, aber auch bei geschäftlichen Gesprächen im Büro gilt, dass das Handy am besten auf lautlos gestellt werden sollte. Wer hingegen ständig ans Telefon geht, sobald es klingelt oder SMS oder E-Mail beantwortet, signalisiert seinem Gesprächspartner, dass ihm die Konversation über das Mobiltelefon augenblicklich wichtiger ist, als das aktuelle Treffen. Zudem ist ein klingelndes Telefon ein Störfaktor, welcher für Unruhe sorgt und somit dazu beiträgt, dass das Gespräch nicht zum gewünschten Ziel führt. Zu guter Letzt sollte jeder seinen Klingelton mit Bedacht wählen, da auch dieser einiges über die eigene Persönlichkeit aussagen kann und mach ein Klingelton hat in der seriösen Geschäftswelt einfach nichts zu suchen.

  • Positive Themen beim Smalltalk

    Smaltalk
    Auch Smalltalk will gelernt sein

Als letzter Punkt soll nun noch der Small-Talk, welcher auch in der Geschäftswelt eine wichtige Rolle spielt, beleuchtet werden. Hier gibt es eigentlich nur eine goldene Regel: Stets positiv und unverfänglich bleiben! Sowohl das Lästern über nicht anwesende Personen, als auch Themen wie Krankheit, Scheidung oder Tod sind unangemessen. Auch zu persönliche Fragen haben beim Smalltalk nichts verloren. Das Wetter, Reisen oder Hobbys hingegen eignen sich wunderbar für den Smalltalk und aus so manchen unverfänglichen Plausch über den schon wieder so verregneten Sommer ist schon eine gute Geschäftsbeziehung erwachsen. Weiterführende Informationen diesbezüglich finden sich unter knigge.de.

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