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Die 5 wichtigsten Schritte für die Existenzgründung

Existenzgründung

Der Traum vom eigenen Geschäft ist mit vielen Hürden und finanziellen Herausforderungen vorbereiten. Es lohnt sich daher, sich frühzeitig zu informieren und eine reale Planung zu machen. Die nachfolgenden Tipps bieten eine gute Orientierung, worauf man bei einer erfolgreichen Existenzgründung achten sollte.

1: Die Geschäftsidee

Zuerst braucht es eine gute Geschäftsidee, denn mit dieser steht und fällt die Existenzgründung. Auch wenn man mit Feuereifer dabei ist: Wenn es keinen Bedarf an dem Produkt gibt, wird es ungekauft im Geschäftsregal verstauben. Wer sich als Unternehmer auf gemütliche Sonntage freut, der muss während der Woche über ein hervorragendes Zeitmanagement nutzen.

Welche Vorteile bietet ein Franchiseunternehmen und welche Eckdaten müssen in einem überzeugenden Businessplan enthalten sein? Existenzgründerseminare bieten wichtigste Fakten und Tipps, um sein Geschäft langfristig erfolgreich führen zu können. Es muss nicht die heiße, brandneue Geschäftsidee sein. Vielfach ist kluges Management und ein Gespür für bestehende Marktlücken zielführend.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Das gilt auch beim Vorhaben, sich selbständig zu machen. Darum sollte man sich über den bestehenden Markt für ein Produkt oder eine Dienstleistung informieren. Ein wichtiger Faktor sind dabei die Mitbewerber und etwaige Expansionspläne, sobald das Geschäft gut läuft.

2: Schulungen und Hilfen wahrnehmen

Gründer zu sein erfordert ein umfangreiches Knowhow. Nicht nur auf Angebot bezogen, sondern auch rund um elementare Punkte wie Steuern, Mitarbeiterführung oder die passende Rechtsform. Es gilt vieles zu beachten und wer hier eine solide Basis schafft, wird sich bei der Gründung leichter tun. Ein Unternehmer ist sprichwörtlich unternehmerisch und immer selbständig in seinen Entscheidungen. Niemand setzt freiwillig gern Geld in den Sand, weshalb ein realistischer Zeitplan erforderlich ist.

Schulungen

Diverse Webinare, Seminare oder andere Fortbildungsangebote für zukünftige Gründer vertiefen das Wissen um die wichtigsten unternehmerischen Aufgaben. Wer hier gewissenhaft vorgeht, spart in der Zukunft nicht nur bares Geld, sondern auch Nerven. Es heißt nicht umsonst, Lehrgeld zu bezahlen. Schließlich möchte man nicht gründen, um ein halbes Jahr später vor der Insolvenz zu stehen und einzusehen, dass die Gründung vorschnell erfolgt ist. Man muss sich umfassend informieren und einen lückenlosen Überblick über Steuerfälligkeitstermine, die Wahrung von Anmeldefristen und laufenden Kosten wie Miete, Personalkosten oder Wareneinkauf haben.

3: Der Businessplan

Entgegen der Annahme voller potenzieller Gründer ist ein Businessplan nicht binnen weniger Stunden geschrieben. Es erfordert umfassende Recherchen, das Abklären von Finanzierungsmöglichkeiten und der Tauglichkeit einer Geschäftsidee. Es geht darum, sich vom Mitbewerbermarkt abzusetzen und zu wissen, wie das Geschäft bei anderen Unternehmern läuft. Welchen Mehrwert biete ich und besteht Bedarf an meiner Geschäftsidee?

Die wichtigsten Pfeiler für einen überzeugenden Businessplan sind die Präsentation der Geschäftsidee. Hierbei sollte man offen und ehrlich kommunizieren, die Stärken und Schwächen der Idee vorstellen und die persönliche Eignung als Gründer ebenso erwähnen. Danach erfolgt im Anschluss eine konkrete Produkt- oder Dienstleistungspräsentation inklusiver kurz- und langfristiger Ziele, die man mit eine erfolgreiche Existenzgründung verbindet.

Neben dem Mitbewerb ist aber auch der Standort ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Eine höhere Miete in bester Lage verspricht nicht zwangsläufig geeignete Laufkundschaft. Man muss wissen, welche Zielgruppe man mit seiner Geschäftsidee ansprechen möchte und vor allem wie. Deshalb darf in einem guten Businessplan auch ein längerer Abschnitt über geplante Marketingmaßnahmen fehlen. Von Corporate Design bis zum Logo oder der Unternehmensphilosophie findet sich im Businessplan zu allen Fragen zumindest ein kurzer Absatz mit einer Info oder einer Vertiefung der eigenen Vorstellungen. Last, but not least folgen Angaben zur Rechtsform des Unternehmens und der Finanzierung, aber auch eine Information, ob man Einzelunternehmer ist, ob Mitarbeiter eingestellt werden.

4: Passende Förderungen finden

Für die Gründung eines Unternehmens gibt es verschiedenste Möglichkeiten, eine Förderung zu beantragen. Beispielsweise kann man um einen Zuschuss für die Finanzierung ansuchen, einen vergünstigten Kredit für die Existenzgründung beantragen oder einen sogenannten Gründungszuschuss. Außerdem gibt es für junge Unternehmen spezielle Förderungen, die von unterschiedlichen Faktoren abhängig sein. Grundsätzlich sollte man sich immer informieren, ob es die Möglichkeit einer Förderung oder eines Zuschusses gibt.

Solche Förderdarlehen oder Bürgschaften helfen, das Eigenkapital aufzustocken. Bekannteste Beispiele für Förderungsmöglichkeiten sind der sogenannte KfW-Gründerkredit oder der High-Tech Gründerfonds. Manche Förderungen sind von Bundesland zu Bundesland abhängig, aber auch für Start-ups oder spezielle Branchen gibt es Angebote.

Es werden entsprechende Fördermittel auch den unterschiedlichen Phasen in der Existenzgründung oder nach erfolgter Unternehmensgründung angepasst. So gibt es neben den Fördermitteln und Darlehen für Existenzgründer auch Fördermittel, die in der Wachstumsphase interessant sind. Beispiele dafür sind Investitionsfinanzierungen oder die Produktentwicklung. In Krisenzeiten wie der Coronapandemie greifen Förderungen für Existenzgründer in der Krise, um die finanzielle Überbelastung oder krisenbedingte Ausfälle von Einnahmen oder Mitarbeitern abzufedern. Bei einer Unternehmensnachfolge stehen zudem Fördermittel zur Verfügung, um die Nachfolge eines Unternehmens leichter zu regeln. Letzte Möglichkeit betrifft spezielle Fördermittel für die Energieeffizienz oder die Förderung spezieller Projekte.

5: Absicherung

Ein Plan ist kein Zeichen von Schwäche oder dem Zweifel, die eigene Geschäftsidee nicht erfolgreich verwirklichen zu können, sondern lediglich eine Absicherung für den Notfall. Die Corona-Krise war für viele Branchen ein herber Schlag und alles andere als vorhersehbar oder gar planbar. Essentiell wichtig, aber auch mit Kosten verbunden, sind Versicherungen wie die Freiwillige Arbeitslosenversicherung oder eine Krankenversicherung. Das mag zwar für das Budget belastend sein, aber als Selbständiger achtet man mitunter weniger auf seine Gesundheit oder übt einen gefährlichen Beruf aus.

Im Ernstfall ist dann eine gute Krankenversicherung oder eine Arbeitslosenversicherung, falls man das Unternehmen schließen muss, der wohl beste Tipp, den erfolgreiche Unternehmensberater und Gründer geben können. Manche Gründer schließen zusätzlich eine Lebensversicherung oder eine private Altersvorsorge ab. Stichwort Krankheit: Auch sollte man sich überlegen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Manche Versicherung ist abhängig von der Dienstleistung oder dem Produkt, das für eine Existenzgründung im Fokus steht.

Wie bei einem guten Businessplan sollte man auch beim Thema Absicherung über die eigene Wohlfühlzone hinausdenken und sich möglichen Worst-Case-Szenarien nicht völlig entziehen.  Wer gut plant, fällt weich. Das gilt bei erfolgreichen wie gescheiterten Existenzgründungen, denn Papier ist geduldig. Allerdings kann man mit einer Vielzahl von Informationen, aus Gesprächen mit erfolgreichen Gründern und Experten aus der Branche, noch viele Tipps mitnehmen, um daraus das bestmögliche Gründungspaket zu schnüren.

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