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Diese Fehler Ihrer Öffentlichkeitsarbeit sollten Sie als Existenzgründer vermeiden

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Diese-Fehler-Ihrer-Oeffentlichkeitsarbeit-sollten-Sie-als-Existenzgruender-vermeidenGerade in der Anfangszeit als Gründer ist eine effiziente und gute Öffentlichkeitsarbeit unentbehrlich. Als kleines und noch junges Unternehmen tun Sie sich schwer damit, in der Öffentlichkeit durch eine regelmäßige Präsenz in den Medien bekannt zu werden. Eine gute Kommunikation nach außen ist jedoch das A und O einer guten Pressearbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit machen Sie entweder selbst oder Sie betrauen einen Mitarbeiter damit, der dieser Aufgabe halbwegs gewachsen zu sein scheint und über das notwendige Talent verfügt. Um Medienprofis mit dieser Aufgabe zu betrauen, stehen Ihnen gerade am Anfang Ihrer Gründerkarriere meistens nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.

Diese sieben Fehler Ihrer Öffentlichkeitsarbeit als Existenzgründer sollten Sie vermeiden

1. Sie versäumen es, Ihre Zielgruppe zu definieren und fragen sich nicht, wer für Sie und Ihre Geschäftsidee interessant ist. Sie wissen selbst nicht, was Sie zu sagen haben und geraten schnell in den Bereich des „information overflow“, das heißt, Sie geben zwar viele Informationen heraus, die zwar quantitativ, nicht jedoch qualitativ gut sind. Sie fokussieren sich nicht auf die für Ihre Zielgruppe wichtigen Informationen, sondern geben zu viel Input, der nicht wichtig ist.

2. Sie labern und faseln und verfassen Ihre Werbetexte und Informationen mit nichtssagenden Sprach- und Worthülsen. Sie reden und schreiben viel, sagen im Endeffekt aber wenig. Zudem geht der Informationsgehalt Ihrer Werbetexte durch verschachtelte Endlossätze verloren, die die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe sicherlich nicht halten. Sie sind von Ihrer Geschäftsidee so begeistert, dass Sie Ihre Texte mit Superlativen und viel Fachterminologie versehen, weil Sie der Meinung sind, dass Sie Ihre Zielgruppe auf diese Weise beeindrucken. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Fragen Sie sich, was für Ihre Leser wichtig ist. Welche Form eignet sich für Ihre Pressemitteilungen? Informieren Sie nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Informieren Sie ausschließlich dann, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben und beachten Sie die journalistischen Ethikgrundsätze.

3. Sie sind zu penetrant. Aus diesem Grund haben Sie bei Journalisten und anderen Medienvertretern bereits den Ruf eines Vertreters. Man sieht Sie lieber von hinten als von vorne. Nerven Sie die für Sie interessanten Medienvertreter nicht mit Daueranrufen und einem Berg von Informationsmaterial. Bleiben Sie auf Ihrer penetranten Art und Weise bestehen, stoppt das Sekretariat mit Sicherheit Ihren nächsten Anruf und Ihr Informationsmaterial landet ungelesen im Papierkorb. Schätzen Sie Ihre Informationslage realistisch ein und verzichten Sie bewusst auf zu viel Werbung. Erarbeiten Sie stattdessen lieber eine gute Argumentationsstrategie.

4. Sie bedrohen, locken und bestechen die Medienvertreter. Dieses Geschäftsgebaren gehört in den Bereich der durch das Wettbewerbsrecht verbotenen Koppelgeschäfte. Viele Unternehmen lassen sich auf diese sogenannten verbundenen Geschäfte, bei denen ein Vertrag nur durch den Abschluss eines Folgevertrages zustande kommt, ein. Fragen Sie demzufolge bei der Anzeigenbuchung nicht gleich nach einer positiven redaktionellen Berichterstattung, da diese scheinbar harmlose Geschäftspraktik bereits in den Bereich der Koppelgeschäfte fällt. Als Ausweg bleibt nur, Klüngeleien und Vetternwirtschaft zu vermeiden, denn diese unseriösen Geschäfte wirken sich nachhaltig negativ auf Ihr Image aus.

5. Sie überschätzen sich und Ihre Talente und träumen bereits von einer gut aufgestellten Berichterstattung auf den Titelseiten der renommierten Tageszeitungen. Sie machen sich daran, diesen unrealistischen Traum zu verwirklichen und wundern sich anschließend, warum Sie nicht weiterkommen und Ihre Energie unnütz verschwenden, die Sie eigentlich in sinnvollere Projekte investieren sollten. Sie verfallen dann schnell in die bereits zuvor genannten Todsünden der Öffentlichkeitsarbeit, pressen, drücken und produzieren Nachrichten, die niemand hören oder lesen will. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, Achtungserfolge in der regionalen Fach- und Branchenpresse zu erzielen. Nutzen Sie die regionalen Medien wie Anzeigenblätter, Fachmagazine und Online-Plattformen. Vermeiden Sie Liquiditäts-Engpässe, Personalfluktuation, fehlerhafte Produkte und negative Kommunikation. Ihr Unternehmen ist immer nur so gut, wie Sie es nach außen hin präsentieren. Versuchen Sie, Partner und Kunden zu gewinnen, die sich zu einer öffentlichen Zusammenarbeit mit Ihnen bekennen.

6. Sie brüskieren Redakteure, sind arrogant und überheblich. Sie rufen kurz vor Redaktionsschluss bei einer Tageszeitung an und bestehen darauf, dass man sich jetzt noch um Ihr Anliegen kümmert, und zwar umgehend, da Sie sich selbst für zu wichtig halten, um abgewiesen zu werden. In Ihrer Selbstüberzeugung belehren Sie die Redakteure und verprellen Sie mit Ihrer Besserwisserei. Um derartig unangenehme Situationen zu vermeiden, kümmern Sie sich rechtzeitig um Redaktionstermine und kontaktieren die von Ihnen ausgewählten Tageszeitungen zuvor telefonisch. Seien Sie höflich und vermeiden Sie jeden Anflug von Arroganz und Besserwisserei, schließlich macht der Ton die Musik. Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihre Gegenseite dazu bewegen möchten, in Ihrem Sinne zu handeln.

7. Sie geben sich bei Interviewanfragen kurz angebunden und zugeknüpft und weisen die Journalisten mit der Bemerkung „kein Kommentar“ ab. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, wenn sich Journalisten an Sie wenden und Ihnen die Chance auf eine positive Berichterstattung geben. Versuchen Sie, sich in die Lage der Medienvertreter zu versetzen und zu verstehen, wozu sie Ihre Informationen brauchen. Liefern Sie konkrete Informationen und Details, um Ihrem Gegenüber die Chance zu geben, einen interessanten Artikel über Sie und Ihr Unternehmen zu verfassen. Vermeiden Sie den Eindruck, dass Sie etwas zu verbergen haben.

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