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Digitalisierung der Immobilienbranche: Start-ups modernisieren den klassischen Wirtschaftszweig

Digitalisierung im Immobilienbereich

Eine Gründung in der Immobilienbranche ist verlockend. Nicht nur ihr großer Beitrag zur deutschen Wirtschaftsleistung, sondern auch das vielseitige Potenzial für innovative Start-ups wirken anziehend. Dennoch wagen nicht viele den Schritt in diesen klassischen Wirtschaftszweig. Grund dafür sind unter anderem ein aufgespaltener Markt und feste Strukturen. Ein problematisches Verhalten zeigt sich vor allem im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Die Immobilienwirtschaft war lange nicht bereit für die digitale Umgestaltung. Inzwischen sieht das aber ganz anders aus. Warum das so ist, und welche Chancen das der Branche eröffnet, das verrät der nachfolgende Artikel.

Das sind die Chancen für innovative Gründer im 21. Jahrhundert

Einen allgemeingültigen Fahrplan in die Digitalisierung gibt es nicht. Aber es gibt für jede Branche einen passenden Schritt-für-Schritt-Plan. Die Immobilienbranche gilt als traditionell, konservativ und starr, dabei offeriert sie auf digitaler Ebene zahlreiche Chancen und Möglichkeiten, um als innovativer Gründer durchzustarten. Sowohl die Errichtung von zukunftsfähigen Startvierteln als auch der Bau von ganzen Smart Cities sind denkbare Projekte in den nächsten Jahren. Durch die wachsende Vernetzung im Prozessmanagement, beim Bau selbst oder im Bereich der Energieversorgung entwickeln sich zudem neue Serviceangebote. Eigentümer, Profis, Mieter und Käufer profitieren von einer digitalisierten Immobilienwirtschaft.

Tatsache ist, dass die Immobilienbranche eine Vielzahl von Daten in Form von Miet- oder Kaufverträgen, Abrechnungen, Bauplänen, Verbrauchserfassung und Co. verarbeiten muss. Dass hier ein digitales System zum Verwalten, Analysieren und Organisieren benötigt wird, steht außer Frage. Eine digitale Transformation vereinfacht den Betrieb und vernetzt beispielsweise auch alle Projektbeteiligten über größere Distanzen miteinander. Auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit spielen in der Immobilienbranche eine übergeordnete Rolle. Eine wirtschaftlich attraktive Lösung für Energielieferungen ist beispielsweise das Contracting. Durch das technische Wissen und den erfahrenen Dienstleister ist es möglich, dass die Anlagen zur Erzeugung von Energie sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch gebaut werden und arbeiten.

VR im Bereich Immobiliendigitalisierung

Ein Blick vorab ins Gebäude: die digitalen Möglichkeiten für die Immobilienbranche sind enorm.

Tatkräftige Digitalisierungsunterstützung: Die „United Proptechs“

Aus der Digitalisierungsstudie des Zentralen Immobilien Ausschusses e.V. (kurz ZIA) und dem EY Real Estate geht hervor, dass die Unternehmen der Immobilienbranche inzwischen mehr als 5 Prozent des erwirtschafteten Umsatzes im Jahr in die digitale Umgestaltung investieren. Es ist kein Geheimnis, dass ein wesentlicher „Push“-Faktor mit einem großen C beginnt. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung unausweichlich gemacht. Darüber hinaus gab es aber auch andere tatkräftige Digitalisierungsunterstützer. Sie nennen sich „United Proptechs“. Es handelt sich dabei um Start-ups, die den ganzen Immobilienlebenszyklus abbilden. Dadurch ist es möglich, die Wertschöpfungskette komplett zu digitalisieren. Zudem offeriert das in sich geschlossene Netzwerk verschiedene Schnittstellen, die die Übertragung der wichtigen Daten reibungslos und unkompliziert gestalten. Interessant ist hierbei auch der ausgesuchte Name dieses besonderen Zusammenschlusses. Übersetzt ist Proptech die Beschreibung für die digitale Umgestaltung der Immobilienbranche.

Die Frage, warum die Digitalisierung im Vorfeld für weniger wichtig erachtet wurde, lässt sich nur teilweise beantwortet. Denn viele Unternehmen gaben an, dass beispielsweise einfach das passende Fachpersonal zur Umsetzung fehlte und es so schwerfiel, sich den neuen Herausforderungen und Chancen zu stellen. Hier kommen ab jetzt die „United Proptechs“ ins Spiel, denn sie bieten innovative, digitale Produkte und Dienstleistungen, die die Lücke des fehlenden Fachpersonals optimal schließen.

VR- und AR-Technologien als zukünftige Hilfsmittel zur Veranschaulichung von Gebäuden

Zwei Begriffe, die sich in den letzten Jahren immer stärker etabliert haben, sind VR und AR. VR bedeutet Virtual Reality, also Virtuelle Realität. Damit ist eine Wirklichkeit gemeint, die per Computer mit einem 3D-Bild und Ton generiert wurde. Übertragen wird das Gesamtkonzept beispielsweise über VR-Brillen, die auch Head-Mounted-Display genannt werden. Dadurch ist es möglich an andere Orte zu reisen, obwohl der Benutzer in Wahrheit auf der Couch liegt. Durch das komplette Ausfüllen des Sichtfenster hat der Betrachter das Gefühl tatsächlich an diesem Ort zu sein. Außerdem reagiert die Umgebung auf die Bewegungen des Kopfes, sodass sich das Umfeld verändert, wenn in eine andere Richtung gesehen wird. AR steht für Augmented Reality, also Erweiterte Realität. Hiermit ist die Kombination von digitalem und analogem Leben gemeint. In der Regel funktionieren AR-Technologien über Datenbrillen, die Zusatzinformationen anzeigen. Das ist beispielsweise sehr hilfreich in Aus- und Weiterbildung.

Die VR-Technik ist hingegen ein hervorragendes Hilfsmittel, wenn es um die Veranschaulichung von Gebäuden geht. Insbesondere die Baubranche profitiert von virtuellen Baustellen, wo Objekte problemlos bewegt, bearbeitet und verkleinert oder vergrößert werden können. Des Weiteren fallen Planungsfehler oder Ähnliches früher auf, ehe sie bereits halbwegs in die Tat umgesetzt werden. Makler genießen praktische Vorteile, wenn VR-Technik zum Einsatz kommt. Ein Interessent muss die Immobilie nicht mehr vor Ort besichtigen, sondern kann dies mit einer VR-Brille oder entsprechender Zusatztechnik für das Smartphone jederzeit von zuhause tun. Wer sich leere Räume nur schlecht als neues Heim für die Familie vorstellen kann, der profitiert von AR-Technologien. Denn Augmented Reality hat ebenfalls großes Potenzial, um die Immobilienbranche zu revolutionieren. Eine Möglichkeit ist das „Video-see-through“. Hier nimmt eine Kamera die Umgebung auf und berechnet Abstand und Winkel der Raumgrenzen. Anschließend kann ein digitales Element auf das bestehende Kamerabild gesetzt werden. Es fügt sich auf dem Display so ein, dass es wie ein Bestandteil der Realität aussieht. Eine andere Form der AR-Technik ist das sogenannte „Optical-see-through“. Dabei integriert das System Objekte dreidimensional auf einen Bildschirm, der die reale Umgebung darstellt. Für diese Variante wird allerdings eine Spezialbrille benötigt. So ist es möglich, dass Kunden leere Räume in einem Objekt vor dem Kauf oder vor der Fertigstellung komplett eingerichtet und dekoriert auf sich wirken lassen können.

Digitalisierung der Immobilienbranche: Ausblick

In vielen Unternehmen schreitet die Digitalisierung immer weiter voran, insbesondere hinsichtlich der Weltgeschehnissen wird der Prozess stärker gepusht. Ob digitales Vertrags-, Prozess- oder Kundenmanagement, die Möglichkeiten sind vielseitig, auch für die Immobilienbranche. Besonders wichtig ist vor allem, dass die Akteure erkennen, welche Bedeutung eine digitale Umgestaltung hat. Aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien zu sein und eine Weiterbildung in dem Bereich zu absolvieren, wird wohl auf den ein oder anderen Profi, Makler und Mitarbeiter zukommen. Tatsache ist, dass die Branche von der Digitalisierung in jedem Fall profitiert und beispielsweise neue, spannende Aufgabenfelder erschließen kann.

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