Einheitlicher Unternehmensauftritt als Erfolgsfaktor

Corporate Identity für Unternehmen

Selbst, wer sich noch nie in seinem Leben explizit mit Corporate Design auseinandergesetzt hat, kennt das Prinzip. Denn egal, ob es sich um den angebissenen Apfel von Apple oder den geschwungenen Schriftzug von Coca-Cola handelt, die Unternehmen sind bereits an ihren Logos eindeutig zu erkennen. Ein einheitlicher Unternehmensauftritt gilt in Zeiten gesättigter Märkte als ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Was ist Corporate Design?

Hinter dem Begriff Corporate Design verbirgt sich das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens. Der Außenauftritt ist das Erste, was ein potenzieller Kunde wahrnimmt. Durch einen durchdachten Unternehmensauftritt kann sich eine Firma klar von den Mitbewerbern abgrenzen.

Das Design sollte auf die Werte, Philosophie und gewünschte Zielgruppe abgestimmt sein. Durch die visuelle Identität einer Firma können Außenstehende sich schneller orientieren. Damit ein einheitlicher Auftritt funktioniert, müssen alle Kommunikationsmittel des Unternehmens nach den Vorgaben des Corporate Design gestaltet werden.

Die Vorteile des Corporate Designs sind:

  • Erhöht die Sichtbarkeit des Unternehmens.
  • Erzeugt eine größere Professionalität.
  • Grenzt von den Mitbewerbern ab.
  • Sorgt für eine bessere Positionierung auf dem Markt.
  • Liefert einen Wiedererkennungseffekt.
  • Erzeugt eine bessere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.

Das Corporate Design ist ein Bestandteil der Corporate Identity. Während die Corporate Identity den Kern des Unternehmens bildet, steht das Design für das Aussehen.

Zum besseren Verständnis kann man sich einen Menschen stellvertretend für die Firma vorstellen. Die Person ist groß, schlank, hat braune Haare und trägt einen dunkelblauen Designer-Anzug. Dieses Aussehen stellt das Corporate Design dar. Wir können aufgrund des Äußeren bereits erste Rückschlüsse auf die Person bzw. das Unternehmen ziehen.

Die Identität des Menschen wird aber erst klar, wenn er spricht, sich bewegt, gestikuliert. Denn Stimme, Sprache, Ausstrahlung und Verhalten lassen die Persönlichkeit erkennen. Dieser Vergleich lässt sich auf das Unternehmen umlegen. Die Corporate Identity ist das, was eine Firma ausmacht. Dahinter stehen die Werte und die Philosophie. Das Corporate Design ist das, was von außen als Erstes wahrgenommen wird.

Welche Bestandteile umfasst der Unternehmensauftritt?

Wer seinem Unternehmen einen einheitlichen Auftritt schenken möchte, braucht wesentlich mehr als nur ein Logo. Denn die Kommunikation nach außen erfolgt über die unterschiedlichsten Kanäle. Das fängt bei der Betriebsfassade an und hört bei der Arbeitskleidung noch lange nicht auf.

Zu den wichtigsten Elementen des Corporate Design zählen:

  • Logo
  • Unternehmensfarben
  • Schriftarten
  • Bilder
  • Grafikelemente
  • Gestaltungsraster
  • Papiersorten

Das Logo ist das Markenzeichen des Unternehmens. Es sollte genauso wie alle anderen Kommunikationsmittel in den Unternehmensfarben gestaltet werden. Dafür werden Primär- und Sekundärfarben festgelegt. Die Töne müssen exakt bestimmt sein, damit sie bei jedem Druckauftrag identisch umgesetzt werden können. Dazu dienen verschiedene Farbcodes wie HEX, RGB, CMYK oder Pantone.

Bei den Schriftarten wird konkret festgelegt, welche Fonts für Fließtext und Überschriften verwendet werden. Auch die Schriftgrößen werden abhängig von den Einsatzzwecken definiert. Damit die Bilder in Social-Media, auf der Homepage und auf Werbemitteln einheitlich ausfallen, muss ihre Gestaltung ebenfalls bestimmt werden. Es werden die Farbwelt, der Stil, die Stimmung und Key Visuals ausgewählt.

Damit Präsentationen unternehmensweit einheitlich gelingen, sollten die notwendigen Grafikelemente ausgesucht werden. Diagramme, Tabellen, Icons, Gliederungszeichen und Formen werden dann entsprechend der Entscheidung gestaltet und auf allen Ebenen genutzt.

Selbst durch die Festlegung von Farben, Formen und Schriftarten ist nicht sichergestellt, dass alle Kommunikationsmittel wie aus einem Guss wirken. Zusätzlich empfiehlt sich die Verwendung eines Gestaltungsrasters. In diesem Zusammenhang werden unter anderem Grundlinienraster und Schriftgewichtung bestimmt. Danach ist unter anderem klar, an welcher Stelle das Logo auf Dokumenten sitzt, wie groß die gewählten Bilder ausfallen und welche Spaltenbreite genutzt wird. So ist sichergestellt, dass der visuelle Aufbau von Flyern und Präsentationen einheitlich passiert.

Als weiterer Punkt steht die Auswahl der Papiersorten an. Wenn die Entscheidung gefallen ist, ob die Papiere gestrichen oder ungestrichen, matt oder glänzend, glatt oder strukturiert sein sollen, erfolgt der Druck aller Kommunikationsmittel auf dem ausgewählten Material. Dadurch ist garantiert, dass Broschüren, Visitenkarten und Flyer dauerhaft identisch aussehen und sich auch so anfühlen. Denn selbst die Haptik ist bei einem Unternehmensauftritt nicht zu unterschätzen.

Welche Elemente werden im Unternehmensdesign gestaltet?

Damit eine Firma ein einheitliches Bild präsentiert, müssen alle Faktoren, die nach außen dringen, im vorgegebenen Design angelegt werden. Da jedes Unternehmen anders aufgebaut ist, kann keine abschließende Auflistung angeboten werden.

Folgende Elemente sind allerdings beinahe bei allen Corporate Designs relevant:

  • Logo
  • Webseite
  • Social-Media-Auftritt
  • Werbeanzeigen
  • Flyer
  • Visitenkarten
  • Kugelschreiber
  • Schreibtischunterlagen
  • Produktverpackung

Zusätzlich können noch Firmenfahrzeuge, Arbeitskleidung, Arbeitsmaterialien und viele andere Dinge im Corporate Design gestaltet werden.

Essenziell für eine dauerhaft hochwertige und gleichbleibende Außenwirkung sind zuverlässige Partner wie die Digital-Print-Group. Unternehmen, die ihre Briefhüllen, Broschüren, Visitenkarten und Anschreiben stets bei derselben Druckerei in Auftrag geben, können mit gleichbleibender Qualität rechnen. Außerdem ist sichergestellt, dass die Farben immer einhundertprozentig identisch ausfallen.

Wie wird Corporate Design erfolgreich eingeführt?

Veränderungen erzeugen häufig Widerstände. Neuerungen in Unternehmen machen den Mitarbeitern oft Angst, weshalb es schnell zur Ablehnung kommen kann. Dadurch, dass das Corporate Design ein wichtiger Faktor ist, sollte die Einführung sorgfältig vorbereitet werden.

Um die Akzeptanz im Team zu stärken, werden die Mitarbeiter möglichst frühzeitig in den Entscheidungsprozess eingebunden. Idealerweise finden ihre Vorschläge Gehör. Eine offene Kommunikation ist ebenfalls entscheidend für eine erfolgreiche Implementierung. Die Angestellten müssen selbst von der Wichtigkeit des Vorhabens überzeugt sein. In dem Zusammenhang ist es notwendig, die Vorteile eines einheitlichen Firmenauftritts klar herauszuarbeiten.

Sind die Mitarbeiter geistig und moralisch mit an Bord, kann das Corporate Design normalerweise relativ problemlos eingeführt werden. Die Umstellung sollte allerdings so unkompliziert wie möglich ablaufen. Wenn mit den Neuerungen ein höherer Arbeitsaufwand verbunden ist, breitet sich schnell Skepsis aus. Die Zugänge zu den neuen Logos, Grafiken, Schriftarten und Bilddatenbanken müssen deshalb so einfach wie möglich funktionieren.

Damit jedem Team-Mitglied klar ist, wie die Umsetzung aussieht, wird am besten ein Corporate-Design-Handbuch herausgegeben. Der Zugang darauf kann beispielsweise über das Intranet freigegeben werden. Dadurch hat jeder Mitarbeiter von überall aus Zugriff. Anfangs kann es nicht schaden, ein entsprechendes Coaching anzubieten. Dadurch lernen die Angestellten, wie das neue Design optimalerweise in der Praxis umgesetzt wird.

Als hilfreich stellen sich im Tagesgeschäft oft Checklisten heraus. Darauf können die Mitarbeiter jeden ihrer Schritte abstreichen. Durch eine regelmäßige Wiederholung gehen die Vorgänge rasch in Fleisch und Blut über. Bereits nach wenigen Wochen kann bei Stamm-Mitarbeitern auf die Checklisten verzichtet werden. Das Corporate Design wird dann automatisch gelebt.

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