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Endlich einmal frei und dann wird man krank

Entspannung als Unternehmer

Als junger Unternehmer arbeitet man viel, sehr viel. Man steckt unglaublich viel Energie in sein Unternehmen, denn gerade am Anfang muss der Umsatz und der Gewinn stimmt, damit das Unternehmen überleben kann. Der erste Urlaub liegt da nicht selten in weiter Ferne. Umso mehr freut man sich dann auf die Zeit, die zum Kräftetanken und Erholen gedacht ist – manchen wollen verreisen, andere genießen einfach nur die Zeit zu hause. Und dann kommt das, was die begrenzte Freizeit erheblich einschränkt: Man wird krank und das im Urlaub!

Ein Phänomen der Neuzeit: „leisure sickness“

Dass man gerade am Anfang eines Urlaubs oder zu Beginn des Wochenendes krank wird, bezeichnet die Forschung derzeit als „leisure sickness“, im Deutschen also „Freizeitkrankheit“. Das erste Mal wurde dieses Phänomen von dem Niederländer Adrian Vingerhoets auf einer Konferenz beschrieben. Doch in der Forschung bleibt die sog. Krankheit bisher sehr umstritten, es fehlen bisher aussagekräftige Untersuchungen. Allerdings haben Umfragen ergeben, dass es sich wohl um chronische Beschwerden handelt, die schätzungsweise 3% der Bevölkerung betreffen.

Stress vs. Freizeit:

Sicherlich beeinflussen verschiedene Faktoren den Ausbruch der sog. Freizeitkrankheit. Doch kann man durch bisherige Erkenntnisse davon ausgehen, dass besonders Leute gefährdet sind, die im Berufsalltag unter Dauerstress stehen: Workaholics oder Perfektionisten, die sich sehr viel Arbeit aufbürden, die Verantwortung für alles übernehmen wollen und Angst vor Fehlern haben. Körper und Immunsystem arbeiten in diesem Stadium auf Hochtouren, Stresshormone werden vermehrt ausgeschüttet, die die Energiereserven des Körpers aufbrauchen, aber gleichzeitig vor Infektionen schützen. Erst wenn das Immunsystem im vermeintlichen Entspannungsmodus mit der Regenerationsphase beginnt, ist man anfälliger für Krankheiten. Symptome können von Muskel- und Gelenkschmerzen, über Kopfschmerzen oder Migräne bis hin zu einer Erkältung oder Grippe reichen. Forscher begründen dadurch auch Krankheitsbilder wie Herzinfarkte, die auch in vermeintlichen Entspannungssituationen entstehen können.

Die richtige Vorbeugung

Als Chef eines (jungen) Unternehmens kann es durchaus schwer sein, so richtig „abzuschalten“. Damit man seine Urlaubszeit auch richtig genießen kann, sollte das Entspannen wieder richtig erlernt werden. Ein bewusster und aktiver Umgang mit Freizeit kann durch unterschiedliche Methoden erreicht werden: Entspannungsverfahren, wie autogenes Training, progressive Muskelentspannungsübungen oder Sportarten wie Yoga helfen dem Körper bei dem gesunden Wechsel zwischen beruflicher Belastung und stressfreier Freizeit.

Aber schon vor der ersehnten freien Zeit kann man durch Sport einer Erkrankung vorbeugen. Als perfekter Ausgleich zum stressigen Berufsleben kann Sport die Kondition des Körpers so beeinflussen, dass eine lange Arbeitspause auch entsprechend genossen werden kann. Deshalb sollte man versuchen, sich mindestens zwei Mal pro Woche sportlich zu betätigen, am besten im Ausdauerbereich. Durch die Bewegung wird die Energie abgebaut, die in Stresssituationen angehäuft wird. Die Energiereserven können so häufiger aufgeladen werden, auf die man dann im Urlaub zurückgreifen kann.

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