Fahrzeugsicherheit durch eine Radlastwaage: Was Sie beachten müssen

Radlastwaage

Damit es Autos und anderen fahrbaren Untersätzen langfristig gut geht, werden diese regelmäßig gewartet. Eine Radlastwaage als wichtiges Werkzeug ermittelt sowohl das Gesamtgewicht als auch die Belastung einzelner Räder. Was bei der Wahl der richtigen Radlastwaage zu beachten ist, welche Vorteile sie bringt und was es Wissenswertes gibt, fassen wir für Sie zusammen.

Wozu dienen Radlastwaagen?

Um die Sicherheit in jeglichen Fahrzeugen zu gewährleisten, ist die Verteilung der Lasten des Fahrzeugs essenziell. Dabei sollten Sie ein Werkzeug an der Hand haben, das verlässlich und handlich ist. Radlastwaagen sind Waagen zur Gewichtsmessung eines Fahrzeuges. Nicht nur Spediteure profitieren durch die exakte Gewichtsbestimmung, denn Lasten haben erhebliche Auswirkungen auf das Fahrverhalten von beladenen Autos. Entsprechend fungieren Radlastwaagen als Kontrollinstrumente, um ein Höchstmaß an Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Egal, ob Spediteur, Caravan-Besitzer oder als Fahrer eines Sprinters oder PKW: Mit einer Radlastwaage sorgen Sie für eine optimale Lastverteilung im Fahrzeug.

Da das Gewicht bestimmter Fahrzeuge inklusive Einbauten eine bestimmte Grenze nicht überschreiten darf, warten viele Hobby-Schrauber das Messergebnis beim TÜV mit gemischten Gefühlen ab. Neben der genauen Gewichtsermittlung von Fahrzeugen werden Radlastwaagen auch benötigt, um die konkrete Lastverteilung des Fahrzeugs zu ermitteln. Da das Fahrzeug die Lasten an unterschiedlichen Stellen verbaut hat, beispielsweise den schweren Motor vorne oder hinten, muss die Radlastverteilung aus Sicherheitsgründen überprüft und nachjustiert werden. So kann das Gewicht des Fahrzeugs mit dem Fahrwerk und dem Federbein gleichmäßig verteilt werden.

Die Funktion einer Radlastwaage

Heutzutage werden digitale Radlastwaagen verwendet. Wie auch andere elektronische Waagen arbeiten Radlastwaagen mittels DMS-Verfahren (Dehnungsmessstreifen). Dabei wird die Verformung beziehungsweise die Dehnung des Streifens gemessen und somit die von oben einwirkende Kraft in Kilogramm ermittelt. Mit dieser Art der Gewichtsermittlung ist das Ergebnis sehr präzise. Radlastwaagen bestehen dabei aus vier einzelnen Waagen, für jedes Rad eine Waage. Die ermittelten Werte werden von den vier einzelnen Waagen übermittelt und zusammengetragen, sodass eine mögliche Nachjustierung der Gewichtsverteilung vorgenommen werden muss. Eine gleichmäßige Radlastverteilung sorgt dafür, dass beim Abbremsen und beim Arbeiten des ABS (Antiblockiersystem) ein Ausschlagen des Fahrzeugs verhindert wird.

Das Messergebnis kann je nach Radlastwaage durch einige Faktoren wie der Konstruktion des Fahrwerks oder der Außentemperatur beeinflusst werden. Nichtsdestotrotz werden in der praktischen Anwendung der Radlastwaage Messergebnisse mit einer Präzision zwischen 0,1 Prozent und 1 Prozent geliefert.

 

Die Vorteile von Radlastwaagen sind vielfältig:

- flexible Einsatzmöglichkeiten

Die Radlastwaagen zeichnen sich durch ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten und die robuste Bauweise aus. Sie verfügen über hochauflösende Messzellen. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie sowohl für zahlreiche verschiedene Fahrzeugtypen als auch an vielen Orten einsetzbar sind. Sie sind schnell auf- und abgebaut und dank der kabellosen Modelle mit Funkübertragung auch für schwierige Umgebungsbedingungen geeignet.

- Vermeidung eines Bußgeldes
Durch rechtskonforme Beladung entgehen Sie bei Kontrollen hohen Bußgeldern.

- Optimale Gewichtsverteilung
Ist die Lastverteilung ungleichmäßig, besteht die Gefahr des Verlusts der Fahrzeugkontrolle. Durch eine Radlastwaage schwindet dieses Risiko.

- Exakte Gewichtsbestimmung
Mit dieser Art der Fahrzeugwaage kann das Gewicht und somit der Preis von Kiloware oder Ernteerträgen beim Ladevorgang genau dokumentiert werden.

- Geschmeidiges Fahrerlebnis
Fahren und Steuern vereinfachen sich, wenn das Fahrzeug vorschriftsmäßig und ausgeglichen beladen wird.

- Umweltfreundlich
Durch das Vermeiden von Gewichtsüberschreitungen durch das regelmäßige Verwenden einer Radlastwaage lassen sich der Benzin-Verbrauch und somit der CO₂-Ausstoß verringern.

 

Wahlkriterien bei Radlastwaagen

Grundsätzlichen unterscheiden sich die einzelnen Modelle beim Wägebereich, bei der Größe der Plattform, den Ausstattungsmerkmalen sowie weiterer Funktionen, die je nach Einsatzzweck und Ziel notwendig werden. Es lässt sich dennoch grob zwischen zwei verschiedenen Arten der Radlastwaagen unterscheiden:

Stationäre Radlastwaagen

Vorteile für diese Art der Radlastwaage ergeben sich durch die Möglichkeit, viele Fahrzeuge in schneller Abfolge zu wiegen. Die Position der Waage muss nicht für verschiedene Fahrzeugtypen geändert werden. Die Auswahl an verschiedenen Modellen ist groß – die Radlastwaage ist beispielsweise mit Überfahrbrücke und Rampen für Überflur-Anwendung oder mit Grubenrahmen zur ebenerdigen Installation erhältlich.

Mobile Radlastwaagen

Diese Art der Radlastwaage ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden und kann bei Bedarf auf- und wieder abgebaut werden. Eine Gewichtsermittlung mit mobilen Radlastwaagen ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn nur die Anhänger von PKW oder LKW verwogen werden sollen. Der Messvorgang lässt sich individuell einstellen, ohne dass das gesamte Fahrzeug verwogen werden muss. Bei einer mobilen Radlastwaage sollte darauf geachtet werden, dass eine Rampe zum Auffahren direkt mit angebaut wird.

Fazit

Durch unterschiedlichste Bauarten, vielfältigste Abmessungen sowie zahlreiche adaptive Optionen kann jeder eine Radlastwaage finden, die den eigenen individuellen Anforderungen gerecht wird.
Eine fachgerechte Beratung von erfahrenen Experten wie beispielsweise As-Wägetechnik kann bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein.

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