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Frank Thelen im Portrait – DHDL Gründer Welt Spezial

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Frank Thelen
Frank Thelen - Copyright: VOX

Frank Thelen brüllt nicht nur

Frank Thelen ist ein Macher. Bereits seit über zwei Jahrzehnten gründet er Unternehmen und konnte dabei so manchen Erfolg verbuchen, aber auch durch weniger erfolgreiche Episoden einiges dazu lernen. Wenn die zweite Staffel von „Die Höhle der Löwen“ am 18. August 2015 bei VOX startet, ist der passionierte Start-Up-Unterstützer wieder mit an Bord. Schließlich ist die Show selbst ein Start-Up in der Fernsehszene. Die Idee, eine Show über Existenzgründung in der Prime Time zu zeigen, war 2014 neu und für Sender und Juroren nicht ohne Risiko. Der Erfolg gibt dem Konzept allerdings Recht. So wurde „Die Höhle der Löwen“ bereits für den Grimme Preis 2015 nominiert.

Ohne Risiko auch keine Chance

Risiken war Frank Thelen immer schon bereit einzugehen. Bereits in seiner Jugend begeisterte er sich für Neues. So wirkte er, der begeisterte Skate- und Snowboarder, auch beim Bau der größten Halfpipe Europas in den Bonner Rheinauen mit und trainierte dort für riskante und anspruchsvolle Sprünge wie den „360 varial kickflip”. Hier lernte der 39-Jährige auch schon früh das Aufstehen, wenn er einmal auf die Nase gefallen war.

Und das kam ihm in seiner beruflichen Karriere sicherlich häufiger zu Gute. Frank Thelen weiß aus eigener Erfahrung wie hart es sein kann, ein Unternehmen zu gründen und was dabei alles schief gehen kann. So musste er beispielsweise wieder neu durchstarten, nachdem er im Jahr 2000, zur Zeit der dot.com-Blase, mit seinem Unternehmen twisd AG scheiterte und selbst kurz vor der privaten Insolvenz stand. Doch Thelen hat es geschafft aus der Situation zu lernen und daran langfristig zu wachsen.

Mut beweisen und notfalls einen neuen Weg einschlagen

Bereits mit 18 hatte Frank Thelen sein erstes eigenes Unternehmen gegründet und zwar eine Plattform zur Produktion von Multimedia-CD-ROM´s, die auch von Branchengrößen wie Agfa, 1&1 und sogar dem Deutschen Bundestag eingesetzt wurde. Danach folgten weitere Start-Ups, die unterschiedliche Softwarelösungen anboten. Zuletzt war er an der Gründung der doo GmbH beteiligt, die die Scanner-App „Scanbot“ auf den Markt brachte. Mit diesem Produkt konnte Frank Thelen innerhalb von nur 8 Wochen 500.000 Nutzer gewinnen. Und das obwohl das Produkt so eigentlich gar nie geplant war. Es entstand vielmehr als Reaktion auf die am Markt nicht erfolgreiche Dokumenten-App „doo“, die trotz internationaler Würdigung beispielsweise durch die Auszeichnung als „App des Jahres“ von Apple, die User nicht überzeugen konnte. Ein Paradebeispiel dafür, dass ein tolles Produkt nicht immer auch vom Markt akzeptiert wird. Insgesamt haben die Produkte von Unternehmen, an denen Frank Thelen beteiligt war, bis heute bereits über 100 Millionen Kunden in mehr als 60 Ländern genutzt.

Investition in die Zukunft

Frank Thelen und Vural Öger
Die Löwen Frank Thelen (l.) und Vural Öger (r.) – Copyright: VOX

Frank Thelen investiert als Frühphasen-Investor auch außerhalb der Show „Die Höhle des Löwen“ in erfolgsversprechende Start-Ups, darunter in “Outbank”, eine Banking-App für die Apple-Watch, in “hole19”, eine App für Golfer und in “Viovendi„, eine Plattform für Online-Eventmanagement. Seine Beteiligung an der erfolgreichen „myTaxi“ App verkaufte Frank Thelen 2014 an Daimler, die Anteile an „Wunderlist“ 2015 an Microsoft. Für seine unternehmerischen Tätigkeiten wurde Frank Thelen, der bereits 2011 als „Hidden Champion“ geehrt wurde, daher folgerichtig mit dem „Microsoft Innovate4Society-Award“ durch Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet.

Die öffentliche Wahrnehmung ändern

Die Beteiligung an der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ sieht Frank Thelen als einen der effektivsten Wege um Start-Ups zu unterstützen und als Chance, die Wahrnehmung von Jungunternehmen, deren Gründer in der Vergangenheit häufig als verantwortungs- oder arbeitslos wahrgenommen wurden, in der Öffentlichkeit nachhaltig zu verändern. Und das gelingt: sogar Politiker und DAX-Vorstände rufen Entwickler von neuen Konzepten oder Produkten inzwischen dazu auf mutig zu sein und den Sprung ins eigene Business zu wagen.

Unternehmen mit Gefühl

Frank Thelen selbst vertraut bei seinen Investitionen auf sein Bauchgefühl. Neben rationalen Faktoren wie gute Wachstumspotenziale im nationalen und am besten auch internationalen Markt, zählt für ihn der Wille des Jungunternehmers, seine Idee auch gegen alle Hindernisse durchzusetzen. Sein Ratschlag für Gründer, die mit ihrem Konzept an den Markt gehen wollen: „Sei bereit alles neben Deinem Start-Up zur Priorität B zu machen.“

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