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Frauen in der Gründerwelt – Start up!

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Frauen in der Gründerwelt
Frauen in der Gründerwelt - Bild: © PippaJean

Deutschland ist für die Existenzgründung positiv zu bewerten. Die stabile Volkswirtschaft und die hohe Rechtssicherheit führen dazu, dass pro Jahr knapp eine Million Menschen ein Unternehmen gründen. Rund ein Drittel der Gründer sind heute laut diesem Beitrag Frauen. Die Zahl der selbstständigen Frauen hat sich in den letzten Jahren um fast 50 Prozent erhöht. Trotz allem sind Unternehmerinnen bei der Existenzgründung noch zu wenig vertreten. Im Gegensatz zu den männlichen Gründern haben viele Frauen noch immer das Gefühl, ihre Rolle als Hausfrau und Mutter nicht mit einem eigenen Unternehmen vereinbaren zu können. Zeitmangel, eine geringe Berufserfahrung oder eine schlechte Finanzlage stehen der Gründung eines Unternehmens oft im Wege. Dabei sind die Gründerinnen zuverlässiger, was das Zurückzahlen von Krediten angeht. Sie haben in der Regel ein Gespür für eine gute Finanzplanung, sind verantwortungsbewusst und risikobereit. Besonders bei innovativen Unternehmen und Geschäftsideen mischen die Frauen gerne mit.

Als Style Coach Start in die Selbstständigkeit

Viele Frauen beginnen die Selbstständigkeit als Nebenerwerb und Einfrauunternehmen. Um sie zu ermutigen, gibt es viele Initiativen, wie die Style Coach Förderung. Sie soll modebewussten Gründerinnen dabei helfen, in die Selbstständigkeit zu starten. Die Modebranche entwickelt sich positiv und bietet Raum für viele innovative Ideen. Annette Albrecht-Wetzel gründete vor drei Jahren zusammen mit Gerald Heydenreich das Schmucklabel „Pippa&Jean“. Mit ihrem Style Coach Vertriebskonzept will sie in den kommenden Jahren 100.000 Frauen die Selbstständigkeit ermöglichen. Die Gründung gestaltet sich einfach. Interessierte erhalten einen eigenen Online-Shop, auf der sie Kollektionen und Schmuckaccessoires anbieten. Gleichzeitig veranstalten sie Homeshoppingpartys und vermarkten die Produkte im Internet.

Das Besondere an diesem Konzept sind die relativ geringen Einstiegskosten und das umfangreiche Schulungsprogramm, das den Frauen und Müttern Ratschläge und Informationen zur Gründung und zum Zeitmanagement gibt. Die interessierten Gründerinnen können sich selbstständig machen, ohne Eigenkapital einzusetzen. Gleichzeit verschaffen sie sich finanzielle Unabhängigkeit.

Frauen als Existenzgründerinnen

Annette Albrecht-Wetzel, die selbst zweifache Mutter ist, weiß, wie anstrengend es ist, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen. „Ich habe gegründet, um anderen Frauen das Gründen zu erleichtern“, sagt die 43-jährige Brandmanagerin. Seit der Style Coach Gründung hat sie über 1.400 Frauen den Weg in die Existenzgründung geebnet. „Frauen erhalten damit eine einfache, risikolose Möglichkeit, sich ihre Träume zu erfüllen“, so Albrecht-Wetzel.

Die Übernahme des erprobten und erarbeiteten Konzepts von Pippa&Jean ist bereits eingeführt. Die Frauen profitieren von dem bekannten Markennamen, was ihnen den Aufbau von Kundenbeziehungen erleichtert.

Tipps für die Selbstständigkeit

Die Gründung eines Unternehmens und der Weg in die Selbstständigkeit erfordern eine intensive Planung und Vorbereitung, gute Kontakte, eine hervorragende finanzielle Beratung und ein Feingespür für Networking. Damit das eigene Geschäft nicht zur unüberwindlichen Herausforderung wird, sollten den Unternehmerinnen die Motive für die Gründung sowie ihre Leistungsfähigkeit bekannt sein. Die häufigsten genannten Gründe für die Selbstständigkeit sind die Möglichkeiten, eigenverantwortlich handeln zu können, karrieremäßig voranzukommen und eigene Geschäftsideen umzusetzen. Auch die Nutzung eines Franchise-Konzepts oder die Unternehmensnachfolge sind Motivationen für den Beginn eines Startups.

Es ist ratsam, im Vorfeld Seminare und Lehrgänge zu Themenbereichen, wie Personalentwicklung, Personalmanagement oder Kundenorientierung zu besuchen, um sich optimal auf die Tätigkeiten als Unternehmerin vorzubereiten. Auch in Netzwerken, bei regelmäßigen Stammtischen sowie in Berufsverbänden können sich Gründerinnen austauschen, Tipps holen und sich gegenseitig unterstützen. Weiterhin lohnt es sich, den Aufbau der Selbstständigkeit in Etappen durchzuführen. Das bedeutet, aus einem Angestelltenverhältnis heraus die Gründung als Nebenerwerb auszuprobieren und Schritt für Schritt die Geschäftsaktivitäten zu erweitern.

Im Vorfeld sollten sich gründungswillige Frauen folgende Fragen stellen:

  • Warum will ich mich selbstständig machen?
  • Welchen Gestaltungsspielraum will ich haben?
  • Wie risikobereit bin ich?
  • Welche Vorteile habe ich als eigene Chefin?
  • Welche Geschäftsidee will ich umsetzen?
  • Welche Förderprogramme lassen sich nutzen?

Als Gründerin ist es aus steuerrechtlichen Gründen wichtig zu wissen, in welche Gruppe der Freiberufler man fällt. Ist man Gewerbetreibende oder lässt sich die Selbstständigkeit als freier Beruf ausüben? Die Gründungsformen bringen unterschiedliche steuerliche Vor- und Nachteile.

Kleingewerbe – Freiberufler

Einfache Buchführung, keine umfangreiche Geschäftstätigkeit, Steuerfreibetrag, geringer Finanzierungsbedarf, kein Mindestkapital, Haftung mit gesamten Vermögen.

Eingetragene Geschäftstätigkeit als Kauffrau

Doppelte Buchführung unter Umständen obligatorisch, ggf. Eintrag ins Handelsregister notwendig, Firmierung möglich, kostengünstige Verwaltung, Haftungsbeschränkung denkbar.

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und die bundesweit agierende Gründerinnenagentur haben auf einem Internetportal weiterführende Informationen für interessierte Frauen zusammengestellt. Es wendet sich vor allem an Existenzgründerinnen mit Familie und Selbstständigkeit als Nebenerwerb.

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