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Innovationen – Die Besten bringen viel Neues

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Innovationen---Die-Besten-bringen-viel-NeuesAvantgarde-Unternehmen zählen derzeit zu den Besten auf dem Markt, die viel Neues in die Wirtschaftswelt bringen. Mit diesen Innovationen steigt auch der Wettbewerbsdruck. Eine Umkehr von dieser Trendwende ist nicht abzusehen. Immer mehr Unternehmen wenden sich von der Geschäftsstrategie an der Bottom Line ab und der Top Line zu.

Was bedeuten diese Wirtschaftsanglizismen?

Konzentrierten sich Unternehmen zuvor auf das Kostenmanagement und die Reorganisation (Bottom Line) ihrer Betriebe, gehen sie jetzt mit der Zeit und konzentrieren sich auf zukunftstragende Projekte, die Wachstum und Rendite (Top Line) versprechen. Laut einer Umfrage von IBM geben 80 Prozent der Geschäftsführer an, dass sie sich künftig mehr auf Expansion und weniger auf Kostensenkung konzentrieren werden. Der Begriff Kostensenkung hat an Stellenwert in den Unternehmen deutlich verloren und wurde durch die Expansionsfreude zukunftsausgerichteter Unternehmen auf Platz 2 der Geschäftsagenda zurückgedrängt. Avantgarde-Unternehmen als modernde, frische und noch recht unverbrauchte Wirtschaftsteilnehmer bauen mit der Innovations-Strategie ihre neue Kernkompetenz auf, gehen bereitwilliger unternehmerische Risiken ein und übergewichten den Kostenfaktor nicht mehr. Das Kernprojekt Innovation nimmt mittlerweile 59 Prozent der Zeit in den Führungsetagen ein. Unternehmen, die dieser Avantgarde-Bewegung eher skeptisch gegenüberstehen und nach wie vor auf Kostensenkung setzen, beschäftigen sich nur zu 24 Prozent mit dem Thema Innovation.

Das Neinsager-Syndrom

Die Besten am Markt haben gelernt, nicht mehr „nein“ zu sagen. Sie wissen, dass viele Innovationen an internen und externen Hindernissen scheitern. Die Bedenkenträger üben nach wie vor einen großen Einfluss auf die Geschäftspolitik aus. Um diese Bedenkenträger wirkungsvoll zu umgehen, greifen viele Trendsetter auf den Venture Capital-Markt zurück, der neue Ideen ohne viele Gegenfragen mit Geld ausstattet, um die notwendigen Innovationen zu realisieren. Auf diese Weise sind Geschäftsgründer und etablierte Unternehmen in der Lage, Projekte auf den Weg zu bringen, die im Umkehrschluss scheitern würden. Ein anderes Mittel, um das Thema Innovation in den Führungsetagen salonfähig zu machen, ohne ständig nach den Kosten zu fragen, ist das konventionelle Instrument der Weiterbildung. Die Innovationsführer sind Extrem-Konsumenten jeder Art von Fort- und Weiterbildung, die diesem Unternehmensziel dienlich sind. Bis zu 33 Tage pro Jahr schicken die Spitzenreiter ihre Führungskräfte auf Seminare, Kurse und Konferenzen. Eine interessante Einsicht hat die Innovationsführer an diesen Punkt gebracht: Externes Wissen ist unverzichtbar, um in der Lage zu sein, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Externes Wissen wird von seinen Konsumenten mit hoher Taktfrequenz gewonnen und entsprechend umgesetzt. Die Besten wissen, dass Wissenserwerb mobil bleiben muss, denn die hiermit verbundenen Informationen sind ständig in Bewegung und ändern sich in unserer digitalen Welt in immer kürzeren Zeitabständen. Wissenserwerb muss demzufolge ständig im Fluss bleiben und nicht statisch auf einer Stelle treten.

Die Avantgardisten von heute sind die erfolgreichen Unternehmer von morgen. Sie agieren nicht mehr als die unantastbaren Patriarchen mit dem Konzept „der Chef hat immer Recht“. Sie setzen auf eine Idee, die so alt ist wie die Wirtschaftsgeschichte selbst, die jedoch in vielen Führungsetagen abgelehnt oder doch zumindest sträflich vernachlässigt wird: Einbeziehung der Mitarbeiter in ihr Innovationsmodell. Innovative Unternehmer ermutigen ihre Mitarbeiter, Verbesserungs- und Änderungsvorschläge zu machen, eigene Strategien zu erarbeiten und sich auf breiter Ebene einzubringen. Für diese Trendsetter sind Mitarbeiter nicht einfach nur Befehlsempfänger, denen sie über die ihnen zugewiesenen Aufgaben nichts zutrauen. Sie fürchten sich nicht vor der Intelligenz ihrer Mitarbeiter. Sie beherrschen die Kunst, sich mit fähigen Menschen zu umgeben und Aufgaben entsprechend zu delegieren. Sie nutzen die vorhandenen Wissensressourcen ihrer Mitarbeiter, anstatt sie verkümmern zu lassen. Fühlen sich Mitarbeiter anerkannt und einbezogen, erhöhen sich ihre Leistungsbereitschaft und ihre Arbeitsleistung. In Unternehmen, die nach der Innovationsstrategie geführt werden, machen 97 Prozent der Mitarbeiter Veränderungs- und Verbesserungsvorschläge, während in Vergleichsunternehmen nur 30 Prozent der Arbeitnehmer durch Eigeninitiative in Erscheinung treten.

Fazit

Der Trend der Zukunft setzt auf die zuvor genannten Themen als strenge Voraussetzung für Unternehmen, die sich erfolgreich und zukunftsträchtig am Markt positionieren. Eine Nebenbedingung hierfür ist die externe Vernetzung. Unternehmen tüfteln nicht mehr alleine und einsam in ihren stillen Kämmerchen, sondern setzen auf externe Partner wie Hochschulen, Lieferanten und Kunden. Ein Beispiel für diese innovative Nutzung externer Partner ist das Einführen von Prototypen neuer Dienstleistungen und Produkte lange vor der Markteinführung: Ein Unternehmen überlässt seinen Großkunden den Prototyp eines neuen Automodells zum Testen und arbeitet die anschließenden positiven und negativen Rückmeldungen in die Produktentwicklung ein.

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