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Interview mit Julian Jost CEO und Co-Founder Spacebase

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Julian Jost von Spacebase
Julian Jost Geschäftsführer von der Spacebase GmbH

Was ist Spacebase konkret und worin unterscheidet sich Spacebase zu anderen Anbietern?

Spacebase ist eine Online-Buchungsplattform für Meeting- und Workshopräume nach dem Prinzip airbnb. Schnelle und einfache Buchungsprozesse ermöglichen das schnelle Organisieren von Business-Veranstaltungen. Unser Steckenpferd liegt vor allem bei dem Set-Up der Locations. Hier bieten wir mit ausgefallenen und besonderen Räumlichkeiten die ideale Alternative zum Tagungshotel. Dies wird uns durch das Konzept der Sharing-Economy ermöglicht. Ob Start-Up Flair im Co-Working-Space, Tagung im Fotostudio oder Podiumsdiskussion im Boxring – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Du hast gemeinsam mit Jan Hoffmann-Keining gegründet, wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

In unserer Zeit als Unternehmensberater haben wir an vielen Meetings und Workshops teilgenommen. Schnell mussten wir feststellen, dass die Motivation und Effizienz oft unter den stets gleich monotonen Räumlichkeiten gelitten hat. Als wir dann anfingen selber Meetings und Workshops zu organisieren, wurde uns schnell klar, dass es garnicht so einfach ist, schöne und ausgefallene Räume zu finden und schnell zu buchen. Nach der langen Recherche mussten alle Räume einzeln angefragt und Angebote eingeholt werden und das ganze in der ohnehin knappen Zeit die man als Berater hat. So haben wir nach einiger Zeit das Konzept zu Spacebase entwickelt.

Wie groß ist das Portfolio und wo seid Ihr überall tätig?

Unser Portfolio umfasst mehr als 1500 Räume in 15 Städten in ca. 10 Ländern. Primär sind wir in Europa tätig, wobei hier der Fokus noch einmal stark auf Deutschland liegt. Das größte Portfolio haben wir in Berlin mit knapp 250 Workshop- und Meetingräumen. (https://www.spacebase.com/de/berlin/) Aber auch in anderen deutschen Großstädten können unsere Kunden auf eine große Auswahl an ganz besonderen Locations zurückgreifen.

Online Marktplätze erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, war von Anfang an klar, dass es auf dieses Konzept hinaus läuft?

Wir haben schnell gesehen, dass es ein großes Angebot an Räumlichkeiten gibt und man bei intensiver Suche auf wahre Schätze stoßen kann, von daher war für uns von Anfang an klar, dass wir eine Plattform benötigen, auf der wir unseren Kunden diese Räumlichkeiten zugänglich machen müssen. Nun ist Spacebase aber nicht nur ein Katalog sondern ermöglicht den Kunden die Räumlichkeiten direkt zu buchen oder unverbindlich zu reservieren. Das spart sowohl dem Kunden, als auch dem Eigentümer der Räumlichkeiten enorm viel Arbeit.

Was waren Eure größten Probleme in der Vorgründungsphase?

In der Vorgründungsphase waren vor allem viele administrative und rechtliche Fragen zu klären. Da hierzu in der Regel rechtlicher Beistand benötigt wird, zieht sich der Prozess gerne in die Länge. Das kann einem kurz vor der Gründung einige Nerven kosten, da man einfach so schnell wie möglich mit der tatsächlichen Arbeit beginnen möchte.

Habt Ihr Euch Hilfe durch einen externen Gründungsberater genommen?

Nein. Spacebase haben wir ohne externe Gründerberater gegründet.

Würdet Ihr nochmals den Schritt in die Selbstständigkeit wagen?

Ganz klar, ja! Gründen ist eine unglaublich spannende Erfahrung und die Selbstständigkeit bringt uns trotz der vielen Arbeit nach wie vor enorm viel Spaß.

Wie beurteilt Ihr die Förderprogramme am Markt? Welche Änderungen wünscht Ihr Euch für Gründer?

Die vorhandenen Förderprogramme sehen wir als durchaus brauchbar an. Vor allem spannend ist die Entwicklung auf der privaten Seite. So gibt es immer mehr private Accelerators und Inkubatoren, die Gründern neben Know-How auch gute Kontakte während der Gründung mit auf den Weg geben.

Was ist der wichtigste Tipp, den Ihr für angehende Gründer auf Lager habt?

Wenn uns die Gründungs eines gelehrt hat, dann ist es, dass man sich von Anfang an stark fokussieren sollte. Wer gründet darf nicht zu viele Baustellen auf einmal aufmachen. Das kostet nicht nur viel Geld und Arbeit , sondern auch das Produkt wird im Zweifelsfall nicht in eine richtige Richtung gelenkt.

 

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