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Investoren von einer Start-up Idee überzeugen

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Investieren in Firmen

Aus einer Idee ein funktionierendes Business zu machen. Dies ist das Hauptanliegen eines jeden angehenden Firmengründers. Neben dem nötigen Fachwissen und Kontakten, ist vor allem die Finanzierung des Projekts ein wichtiger Aspekt, um den es sich schon frühzeitig zu kümmern gilt. Um Investoren jedoch auch von der eigenen Idee zu überzeugen, braucht es mehr als nur Enthusiasmus und Leidenschaft. Ohne nackte Zahlen und Fakten wird sich kaum ein Investor finden lassen, der das eigene Projekt finanziert. Folgende Tipps und Tricks können dabei helfen, überzeugende Argumente und letztlich einen finanzkräftigen Investor zu finden.

Für die überwiegende Mehrheit der Gründer ist es anfänglich besonders schwierig, Geldgeber für ihr Projekt zu gewinnen. Die Erstellung eines Geschäftsplans und eines finanziellen Konzepts sind die Grundvoraussetzungen für Gespräche mit Investoren. Es empfiehlt sich, die Geschäftsidee nicht nur einem potenziellen Investor zu präsentieren, sondern möglichst vielen um sich im Nachhinein auf das beste Angebot einzulassen. Bei der Präsentation zählt wie so oft im Leben der erste Eindruck.

Vorbereitung ist das A und O

Um mit seinem Pitch bei Investoren auf offene Ohren zu stoßen, ist es notwendig, sich bestmöglich auf die Präsentation vorzubereiten. Wer sich nur halbherzig vorbereitet muss sich nicht wundern, wenn die Idee, sollte sie noch so gut sein, keine Begeisterung auslöst. Wer als Patient beispielsweise mit einem Chirurgen konfrontiert wird, der nicht alle Fragen professionell beantworten kann oder unsicher wirkt, möchte er wohl auch lieber einen anderen Arzt für die eigene Operation. Daher ist es unumgänglich, die eigene Geschäftsidee, Prognosen, Kenntnisse über den Markt und Mitbewerber genau zu kennen, wenn es darum geht die Idee Investoren zu präsentieren. Kein Investor ist daran interessiert sein Geld zu verlieren, wichtig um diese zu überzeugen ist also auch wie ein Investor zu denken.

Wie ein Investor denkt

Es ist illusorisch zu glauben, die Investoren würden die eigene Leidenschaft für das Projekt auch nur ansatzweise so sehr teilen wie der Gründer selbst. Sie sind viel weniger an Unternehmerischen Utopien interessiert als an der tatsächlichen Machbarkeit und der möglichen Rendite bei einer Beteiligung. Zwar sind sie selbstverständlich an einem Gründer interessiert, der eine gewisse Passion für sein Ziel besitzt, die beste Idee ist schon oft daran gescheitert, dass es einfach nicht geklappt hat, Investoren von dem eigenen Konzept zu überzeugen. Folgende Fragen sollte man sich in jedem Fall selbst beantworten können:

• Ist die Geschäftsidee langfristig tragfähig?
• Ist das Geschäftsmodell skalierbar?
• Bietet der Markt genügend Raum für die Geschäftsidee?
• Welches Potenzial können Investoren in dem Geschäftsmodell sehen?

Die Präsentation meistern

Nicht jedem ist das Talent für Präsentationen in die Wiege gelegt, erlernen kann es aber jeder. Es ist letztlich eine Art Prinzip des Verkaufens, dass ein Produkt nicht gekauft wird, wenn es nicht gut präsentiert wird. Es empfiehlt sich in jedem Fall die gesamte Präsentation im Vorhinein zu üben, ohne, dass es letztlich einstudiert wirkt. Wer nichts über seine Idee zu erzählen hat oder auf kritische Fragen keine Antwort parat hat, der hat sich augenscheinlich nicht intensiv genug mit dem Thema befasst. Investoren wollen bei einer Präsentation einen kompetenten, sympathischen Gründer erleben, der seine Geschäftsidee und das resultierende Potenzial glaubwürdig und nachvollziehbar vorstellt.

Eine gute Vorbereitung und ein schlüssiges Gesamtkonzept sind jedoch leider keine Erfolgsgarantie. Die Gründe für Investoren abzusagen oder sich nicht auf das Geschäft einzulassen sind so vielfältig wie ihre Beweggründe sich überhaupt auf eine Präsentation einzulassen. Wenn ein Investor nicht überzeugt werden konnte, heißt das nicht, dass es bei weiteren Versuchen nicht klappen kann. Alternativ stehen allerdings auch andere Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung:

Alternativ: Klassischer Kredit

Je nach finanziellem Bedarf müssen es nicht zwangsläufig Investoren sein, die die Geldmittel zur Verfügung stellen. Insbesondere Start-ups aus der digitalen Branche benötigen meist keine besonders hohen Beträge für ihr Startkapital. Wer finanzielle Mittel für ein Geschäft benötigt, muss sich daher natürlich nicht zwangsläufig an einen Investor wenden. Auch ein klassischer Bankkredit kann ausreichende finanzielle Mittel bereitstellen, um den Start in die Unternehmerschaft zu bewerkstelligen. Um auch den jeweils günstigsten Kredit für die eigenen Ansprüche zu finden, ist ein Kreditvergleich verschiedener Anbieter unumgänglich.

Förderprogramme nutzen

Mit der Initiative „Deutschland startet“ hat die Bundesregierung spezielle Fördermöglichkeiten für Existenzgründer zur Verfügung gestellt. Unabhängig vom Kapitalbedarf sollten sich angehende Gründer auch nach entsprechenden Fördermöglichkeiten umsehen. Subventionierte Förderdarlehen sind beispielsweise schon ab 1,1 % p.a erhältlich. Diese Darlehen werden oft auch ohne Eigenkapital und Sicherheiten vergeben. Neben vergünstigten Krediten gibt es auch Zuschüsse für die Gründungsberatung oder finanzielle Unterstützung bei Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus.

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