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Neu im Team: Diese Fehler sollte man in den ersten Wochen unbedingt vermeiden

Neu-im-Team-Diese-Fehler-sollte-man-in-den-ersten-Wochen-unbedingt-vermeidenJeder Arbeitnehmer wird früher oder später vor der Situation stehen, seinen Arbeitsplatz zu wechseln. Der Neuling sollte sich sehr wohl überlegen, wie er die erste kritische Zeit gestaltet und auf seine Kollegen zugeht. Es gibt ein paar goldene Regeln, an die sich jeder neue Mitarbeiter halten sollte. Im Umkehrschluss bedeutet das, es gibt Fehler, die ein neues Teammitglied innerhalb der ersten Wochen ins Aus manövrieren und die Kollegen gegen sich aufbringen.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Der neue Mitarbeiter redet zu viel, stellt sich sogleich in den Mittelpunkt, reißt alles an sich und meint, mit seinem Fachwissen punkten zu müssen. Zu viel des Guten gilt nicht nur für Fachgespräche, Einblicke in das Privatleben sollten die erste Zeit, bis man sich besser kennt, außen vor bleiben.

Der Besserwisser zeigt am ersten Tag, dass er alles besser weiß und kann und beabsichtigt, bestehende Arbeitsabläufe und Regeln sogleich nach den eigenen Gesichtspunkten zu ändern. Der arrogante Typ hält sich für besser ausgebildet, als alle anderen Kollegen zusammen. Der gönnerische, großzügige Typ meint, er lässt seinen neuen Kollegen mit seiner Art Gutes zuteilwerden. Ein weiterer Typ ist der junge und dynamische Kollege, der zwar mit seinem Auftreten keine bösen Absichten hegt, den älteren Kollegen jedoch auf die Nerven fällt, weil sie sich übergangen und nicht respektiert fühlen. Dieser junge Mensch muss lernen, dass sich ein überdurchschnittliches Fachwissen auf dem Papier in der Uni eklatant von dem rauen Berufsalltag unterscheidet. Er macht sich mit der Zurschaustellung seiner guten Bildung zum vermeintlichen Wohl der Firma keine Freunde und wird als „Fachidiot“ verspottet. Das Ende vom Lied ist, die Kollegen nehmen den Neuling, gleichgültig zu welchem der vorgenannten Typen er gehört, nicht ernst und lehnen ihn ab. Es gilt, die goldene Mitte zwischen angebrachter Zurückhaltung und sich Einbringen zu finden. Ist der neue Kollege im Team angekommen, ist er in der Position, sich mit konstruktiver Kritik und Verbesserungsvorschlägen einzubringen, ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger.

Neutral bleiben

Auf keinen Fall darf der neue Kollege seine Antipathie zeigen, wenn den er den einen oder anderen Kollegen nicht mag. Wo viele Menschen aufeinandertreffen, sind Antipathien vorprogrammiert, weil sich die Kollegen untereinander nicht gut kennen. Da kann es durchaus zu Missstimmungen oder sogar klimatischen Störungen kommen. Seine Kollegen kann man sich leider nicht aussuchen.

Nicht reden, einfach machen

Selbst wenn der neue Kollege tatsächlich vieles besser weiß, muss er diese Tatsache für sich behalten. Verbalangriffe und Angeberei sind fehl am Platz. Dieses Verhalten zeigt wenig Respekt vor der Leistung und Erfahrung des Teams. Es gibt einen effizienten Weg, die Kollegen von sich zu überzeugen: einfach mal nonverbal durch Fachkompetenz auffallen. Damit zeigt der neue Kollege seine Souveränität und seine Integrität.

Die soziale Komponente

Bekommt das neue Teammitglied eine Einladung von seinen Kollegen, sollte er diese auf jeden Fall annehmen, auch wenn man sich nicht herzlich zugetan ist. So eine Einladung ist als nette Geste zu verstehen, die Kollegen reichen dem Neuling die Hand, er hat die erste Hürde genommen. Wie heißt es so schön: „Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht.“ Lehnt der neue Kollege Einladungen wiederholt ab, werten die Teammitglieder dieses Verhalten als Ablehnung und Desinteresse. Es kann durchaus passieren, dass sich diese Situation auf den beruflichen Alltag überträgt und der Neue sich isoliert.

Der Chef ist mein Freund

Vor den Kollegen zu defilieren und mit den guten Beziehungen zum Chef anzugeben, ist ein absolutes „No-Go“. Ist der Draht zum Chef tatsächlich gut, sollte man diese Tatsache für sich behalten. Im Arbeitsalltag lässt sich diese Situation auch ohne den Hinweis mit dem Holzhammer nicht verheimlichen. Die Teammitglieder stufen diesen Typ als „Schleimer“ ein, der „nach oben buckelt und nach unten tritt“. Die Kollegen vermuten sogleich, für seine Karriere ist der Neuling bereit, über die „Leichen“ seiner Kollegen zu gehen. Das Team wendet sich gegen den Günstling des Chefs. Er muss damit rechnen, dass die Teammitglieder nicht mehr offen und ehrlich mit ihm umgehen und ihn isolieren, weil sie ihm nicht vertrauen und ihn nicht einschätzen können.

So manche Traditionen haben sich in den Unternehmen etabliert. Dazu gehört der Einstand des neuen Kollegen. Keinen Einstand zu geben heißt, Kosten am falschen Ende zu sparen. Es muss nicht gleich eine Edelsause vom nächsten Feinkostladen sein, hier gilt es, die goldene Mitte zu finden. Der Einstand zeigt, dass das neue Teammitglied bereit ist, auf die Kollegen zuzugehen und bietet darüber hinaus eine gute Gelegenheit zum unverbindlichen Smalltalk und dem Knüpfen persönlicher Kontakte.

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