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Private Finanzplanung als Gründer

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private Finanzplanung der Gründer

Damit der Start gelingt – Finanzplanung für Gründer

Eine gute Idee, betriebswirtschaftliches Basiswissen und viel persönlicher Einsatz sind gefragt, wenn man vom Arbeitnehmer zum Gründer werden will. Jedoch nützen die eigenen Fähigkeiten oft wenig, wenn es am Weitblick für finanzielle Belange hapert. Damit das junge Unternehmen nicht an Zahlungsunfähigkeit scheitert, ist eine vorausschauende Finanzplanung existenziell.

Ausgaben für die Startphase kalkulieren

Der alte Grundsatz für Selbstständige gilt nach wie vor: Zwei Jahre sollten rote Zahlen einkalkuliert werden, ehe man mit Gewinn rechnen darf. Wer für ein Startkapital sorgt, mit dem er diese Zeit überbrücken kann, hat ein gutes Fundament. Gut überlegt sein will auch, ob ein sofortiger Ausstieg aus dem bisherigen Berufsleben sinnvoll ist oder doch nicht besser die Selbstständigkeit parallel Schritt für Schritt aufgebaut wird. Die Ausgaben für die Gründungsphase summieren sich rasch, deshalb braucht es nicht nur Kapital für die Grundausstattung, sondern großzügige Reserven für

  • Unterhalt der Geschäftsräume inklusive aller Nebenkosten
  • Wareneinkauf und Marketing
  • Sozialabgaben, Steuern und Neuanschaffungen
  • Mitarbeiterlöhne

Unterschiedliche Finanzpläne für eine gelungene Gründerphase

Das Kapital für den Start ist rasch ermittelt. Die Ausgaben sind hier noch feste Beträge, Spielraum für die ein oder andere vielleicht trotz aller Sorgfalt übersehene Anschaffung kann geschaffen werden. Mittelfristige Finanzplanungen erfordern bereits mehr Weitsicht. Eine genaue, schriftliche Niederlegung ist eine wertvolle Hilfe, wenn sie alle Posten umfasst. Bis zu drei Geschäftsjahre sollte ein mittelfristiger Plan berücksichtigen. Eine langfristige Finanzplanung darf darüber jedoch nicht vergessen werden. Was fällt in zehn Jahren an, sind neue Fahrzeuge und neue Maschinen fällig, soll und kann expandiert werden. Sich von Anfang an allein auf regelmäßige Einnahmen zu verlassen hingegen ist ein Risiko. Es dauert, in jeder Branche, seine Zeit, bis eine Stabilität geschaffen ist. Dementsprechend ist die Tilgung von Krediten anzusetzen.

Branchenbezogene Finanzpläne erstellen

Natürlich spielt die eigene Branche eine wesentliche Rolle. Wer sich in einem Geschäftszweig selbstständig machen möchte, für den er nur ein Laptop braucht, hat es leicht. Was für den Start benötigt wird, ist meist schon vorhanden. Und doch summiert sich die Summe der laufenden Ausgaben rasch. Hier ein neues Programm, dort Telefonkosten, Ablagen, Speichermöglichkeiten sind Unkosten, die erwirtschaftet werden wollen.

Wareneinkauf in der Finanzplanung

Eine weitaus detailliertere Finanzplanung ist notwendig, wenn Waren eingekauft und weiterverkauft oder gar erst für den Weiterverkauf hergestellt werden sollen. Lieferanten wollen ihre Rechnungen sofort beglichen haben. Die Produktion oder der Absatz der Ware verzögert sich naturgemäß im Verhältnis dazu. Dazu kommen womöglich Flops, Produktionsausfälle, Ausgangsrechnungen werden nicht oder verspätet bezahlt. Der Finanzplan muss deshalb so ausgearbeitet werden, dass Verzögerungen überbrückt und Ausfälle gedeckt werden können. Nicht mehr liquide zu sein, würde bedeuten, dass auch keine für den Betrieb notwendigen Einkäufe und Produktionsläufe gemacht werden können. Trotz Fleiß und fachlicher Kompetenz führt eine solche Fehlplanung viel zu oft in die Insolvenz.

Kredite vergleichen und Fördermittel erlangen

Aller Anfang ist schwer – und deshalb schenkt auch der Staat Gründern seine besondere Aufmerksamkeit. Über das Existenzgründungsprotal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, erfahren Gründer, welche Fördermittel sie in Anspruch nehmen können. Auch Ländern und Kommunen stellen Gründern je nach Branche mitunter vergünstigte Darlehen zur Verfügung. Es lohnt sich, vor Start des Unternehmens alle Möglichkeiten zu überprüfen. Eine renommierte Institution, die KfW, vergibt ebenfalls Fördermittel für Gründer.

Konditionen vergleichen hilft sparen

Wer als Newcomer über staatliche Mittel hinaus Kapitalbedarf hat, startet am besten einen Vergleich auf einem speziellen Finanzportal. So wird kein Euro unnötig verschenkt, alle Konditionen mit Vor- und Nachteilen können in Ruhe und umfassend überprüft werden.

Geschäftskonto – für Klarheit und Transparenz

Ein eigenes Geschäftskonto sorgt für schnellen Überblick. Es lohnt sich, von Anfang an alle Einnahmen und Ausgaben über ein Geschäftskonto zu verwalten. Das erleichtert den Nachweis gegenüber dem Finanzamt und sämtliche Buchführungsarbeiten, hilft bei Kreditverhandlungen mit Banken und dient nicht zuletzt dem Gründer selbst. Durch den transparenten, gebündelten Blick auf Einnahmen und Ausgaben kann vielleicht sogar einer Überschuldung vorgebeugt werden, denn der Kontensaldo zeigt einen deutlichen Trend auf.

Zukunftsorientiert handeln – Geschäftskonto wählen

Im Firmenkonto-Vergleich wird mit wenigen Angaben ermittelt, welches Konto für das neu gegründete Unternehmen sinnvoll ist. Auch hier lohnt es sich, langfristig zu denken: Wie sind die monatlichen Unkosten, was gilt für Dispo-Kredit und Überzugszinsen, habe ich Vorteile, wenn ich später einen weiteren Kredit aufnehmen möchte.

Unterstützung für Gründer

Fachmännische Hilfe, oft zum Nulltarif, bieten Existenztage für Gründer, die von der IHK und ähnlichen Institutionen angeboten werden. Selbst Gründer, die sich über ihren künftigen Weg im Klaren sind, profitieren von einer anderen Sichtweise, auch und gerade wenn es um Finanzpläne geht. Wer alle Chancen nutzt, darf mit einem guten Gewissen in eine eigenständige berufliche Zukunft blicken.

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