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Tagesgeld für Unternehmer – das sollten Existenzgründer wissen

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Tagesgeld

Jahr um Jahr verharren die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank auf niedrigem Niveau. Entsprechend wenig gefragt sind festverzinsliche Formen der Geldanlage. Gerade für Unternehmen aber sind Tagesgeldkonten eine interessante und wichtige Form der Anlage von verfügbaren Finanzmitteln. Vor allem für Existenzgründer ist es wichtig, sich mit den hiermit in Zusammenhang stehenden Fragen zu beschäftigen.

Eine Frage der Verfügbarkeit

Gerade in der Zeit unmittelbar nach der Gründung haben Unternehmen immer wieder einen erhöhten Finanzbedarf. Oft zeigt sich, dass die Erstausrüstung für die tägliche Arbeit weiter optimiert werden muss. Außerdem müssen gerade zu Beginn einer Unternehmung oft viele Dienstleistungen von außen eingekauft werden, für die es noch keine eigenen Mitarbeiter im Betrieb gibt. Ein Teil dieser Ausgaben lässt sich mittel- und langfristig planen. Oftmals aber entstehen diese und andere Kosten ohne lange Vorlaufzeit. Entsprechend wichtig ist die schnelle Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln, ohne, dass zuvor ein Kredit beantragt werden muss. Hierfür ist ein Tagesgeldkonto der richtige Ansatz.

Eine gute Dauerlösung finden

In Bezug auf Tagesgeldkonten wird oft der Rat erteilt, mehrere Konten nebeneinander zu führen. Ziel ist dabei, den Zinsertrag dadurch zu erhöhen, dass die Gelder jeweils auf das Konto mit dem höchsten Satz zu transferieren. Zum einen ist hierzu anzumerken, dass diese Technik bei niedrigen Leitzinsen nur geringe zusätzliche Gewinne generiert. Vor allem aber kostet der permanente Vergleich von Zinssätzen wertvolle zeitliche Ressourcen, die gerade zu Beginn einer unternehmerischen Tätigkeit in andere Aufgaben gesteckt werden sollten. Besser ist es, in dieser Phase ein einzelnes Tagesgeldkonto bei einem Kreditinstitut zu führen, dass in der Vergangenheit langfristig attraktive Zinssätze gezahlt hat. Für das Tagesgeldkonto von Moneyou etwa hat die Stiftung Warentest Anfang 2018 das Urteil „dauerhaft gut“ vergeben.

Rückstellungen für die Steuer bilden

Neben einer Kasse für unvorhergesehene Ausgaben kann ein Tagesgeldkonto auch für andere Zwecke geführt werden. Dies gilt vor allem im Hinblick auf Steuern. Zu Beginn einer unternehmerischen Tätigkeit werden steuerliche Abschläge durch das Finanzamt meist aufgrund von Annahmen des zugrunde liegenden Business Plans festgelegt. Werden diese Annahmen durch das tatsächliche Geschäft übertroffen, werden bei Einreichung der Steuererklärung entsprechende Nachzahlungen fällig. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Umsatzsteuer. Außerdem bedeuten höhere Umsätze auch, dass Gelder angelegt werden müssen. Da die auf die Erträge zu entrichtenden Steuern in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres fällig werden, macht eine langfristige Bindung dieser Mittel keinen Sinn. Entsprechend sollten Rücklagen für zukünftig zu zahlende Steuern vorzugsweise im auf Tagesgeldkonten hinterlegt werden.

Mittelfristig werden die Zinsen steigen

Ein Tagesgeldkonto ist für Firmengründer, wie gezeigt, aus verschiedenen Gründen ein wichtiger Bestandteil der finanziellen Planung. Neben kurzfristig anfallenden Ausgaben sind hierbei vor allem Rückstellungen für die Steuer zu nennen. Die Einrichtung eines Tagesgeldkontos macht aber auch im Hinblick auf die Zukunft Sinn, da keine Phase niedriger Leitzinsen endlos weitergeführt werden kann. Bei höheren Zinsen sorgt ein Tagesgeldkonto dann neben einem höheren Maß an Flexibilität außerdem für zusätzliche Gewinne. Insofern macht eine intensivere Beschäftigung mit diesem Thema für Gründer bereits heute Sinn.

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