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Wie Gründer Design Thinking für sich nutzen können

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Bild: (C) Denkmotor GmbH

Das erklärte Ziel des Design Thinking ist die Erschaffung von innovativen Dienstleistungen und Produkten, welche den Kunden klar überzeugen und die gleichzeitig Marktreife besitzen. Diese Zielstellung ist deckungsgleich mit den Gründerzielen. Der Gründer strebt bei der Umsetzung seiner Idee nach Produkten oder Dienstleistungen, die sich durch Attraktivität, Marktfähigkeit und Realisierbarkeit auszeichnen. Das Besondere am Design Thinking ist die Übernahme einer speziellen Sichtweise. Hierbei wird von Anfang an der Kundenblick als Denkansatz verwendet. Die Namensgebung Design Thinking spiegelt eine von Designern praktizierte Herangehensweise wider. Bei seiner vielseitigen, kreativen Entwicklungsarbeit nimmt der Designer bevorzugt den Standpunkt seiner Kunden ein.

Gründer stellen ihre Ideen auf den Prüfstand

Jeder erfolgreiche Gründergedanke benötigt eine tragfähige Basis. Beim Design Thinking sind es drei starke Säulen, die den Erfolg begünstigen:

  • Multidisziplinäre Teams
  • Design Thinking Prozesse
  • Variable Räume

Gründer schätzen multidisziplinäre Teams

Im Zentrum steht die Zusammensetzung des Teams. Multidisziplinäre Teams zeichnen sich dadurch aus, dass die Teammitglieder aus sehr unterschiedlichen Branchen kommen und sich nach Alter, Beruf und Geschlecht ebenfalls unterscheiden. Der Grundgedanke bei der Auswahl der Teammitglieder ist eng verknüpft mit den sechs Etappen der Design Thinking Prozesse, die sich durch hohe Flexibilität auszeichnen. Der berufliche Background eines Teammitglieds und seine bisherigen Erfahrungen beeinflussen seinen Input und seine Herangehensweise im Kreativitäts- und Arbeitsprozess. Eher nachteilig wirkt sich die Herkunft aus einer bestimmten Berufsgruppe auf den Design Thinking Prozess aus. Gerade Gründer profitieren vom Ideenreichtum und der Ideenvielfalt eines vielseitigen Teams. Um sich auf den Design Thinking Prozess zu fokussieren und die Struktur und Fülle an Ideen und Lösungsansätzen zu sichern, sollten nicht mehr als sechs Teammitglieder involviert sein.

Gründer profitieren von Design Thinking Prozessen

Im Mittelpunkt der Erfolgsmethode Design Thinking steht die zentrale Idee, ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung aus der Sicht des potenziellen Nutzers zu betrachten und auf seine Machbarkeit zu prüfen. Dabei handelt es sich nicht um eine Vorgehensweise, die Schritt für Schritt abläuft. Bei dem sechs Etappen umfassenden Kreativitätsprozess kann jederzeit zwischen den einzelnen Stationen flexibel gewechselt werden. Das Vor- und Zurückspringen ist dabei erwünscht.

Gründer initiieren Design Thinking Prozesse

Welche Etappen werden beim Design Thinking durchlaufen?

Verstehen
Die Gründeridee und die Ausgangssituation werden einer kritischen Prüfung unterzogen. Idee, Probleme und Lösungsansätze werden gesammelt und detailliert beschrieben. Schon in dieser Phase nimmt das Design Thinking Team die Kundenperspektive ein.

Beobachten
Für den Gründer zählt vor allem die aktuelle Situation auf dem Markt, die Dichte, Qualität und Preise von ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen anderer Anbieter. Es geht weiterhin um die Prognose für die künftige Entwicklung auf dem jeweiligen Markt. Es geht um Trends, die Entwicklung der zahlungsfähigen Nachfrage (tatsächlicher Bedarf) und in erster Linie um Kundenwünsche und potenzielle Kundenakzeptanz.

Sichtweisen
Die besondere Sichtweise stellt die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt und weicht so von der herkömmlichen Vorgehensweise ab. Diese stellen meist technische Aspekte in den Vordergrund. Es ist ein Vorteil für den Gründer, seine Idee ganz auf die Kundenansprüche auszurichten. In dieser Phase werden die zu lösenden Aufgaben konkret ermittelt, diskutiert und protokolliert.

Lösungsansätze
Nun schlägt die Stunde des multidisziplinären Teams. Es geht das Zusammentragen möglichst vieler brillanter Ideen und intelligenter Lösungsansätze, die ihrerseits die Erfahrungen, das unterschiedliche Fachwissen und die differenzierten Herangehensweisen der Teammitglieder repräsentieren.

Prototyp
Die tatsächliche Qualität des Prototyps zeigt sich in der kommenden Phase, wenn die Erprobung erfolgt. In die Gestaltung des Prototyps fließen möglichst Aspekte aus dem vorangegangenen Prozess der Lösungsansätze ein. Die Gründeridee nimmt Gestalt an.

Erprobung
Durch eine Präsentation erhalten die potenziellen Kunden Informationen über ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung. Sie testen die Innovation und geben Feedback. Der Gründer und sein Team erhalten mit diesem Feedback wertvolle Informationen. Das Feedback hat maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung, in welcher der absolvierten Etappen der Prozess wiederholt und neu ausgerichtet wird.

Gründer schaffen variable Räume

Jeder Gründer weiß: Innovative Ideen brauchen bis zum erfolgreichen Markteintritt die Unterstützung der besten Köpfe. Und diese wiederum benötigen ein angemessenes Umfeld. Bei der dritten Säule geht es um das Arbeitsumfeld, das der Rahmen für den Design Thinking Prozess ist. Kreativität braucht förderliche Atmosphäre und einige Arbeitsmittel. Mit deren Hilfe lassen sich Gedankengänge und Zusammenhänge skizzieren und an die anderen Teammitglieder vermitteln. Die variablen Räume sind die Denkwerkstatt des multidisziplinären Teams. Je nach Gründeridee sind variable Räume gleichzeitig die Werkstatt für den Bau des Prototyps. Zur Grundausstattung dieser Räume gehören Flächen für Präsentationen, multifunktionales Mobiliar und eine möglichst umfangreiche Auswahl an Materialien. Die Materialauswahl hängt letztlich von dem Gegenstand des Design Thinking Prozesses ab und von einer starken Gründeridee.

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