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Wiener Startup will LinkedIn für Gründer aufbauen

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LinkedIn
Ob das Startup annähernd die Zahlen von LinkedIn erreichen kann, ist fraglich. Es wird jedenfalls eine Mammutaufgabe werden.

Während die Gründerszene in Deutschland noch immer ein eher kleiner Kreis ist, hat sich in den letzten Jahren im europäischen Ausland eine breite Schicht an jungen und innovativen Existenzgründern gebildet. Sie planen Projekte, vernetzen sich – und kommunizieren meist doch nur in einem festen Umkreis. Das Wiener StartUp „StartUs“ möchte nun mit einer Plattform das schaffen, was bisher auch nicht der Politik gelungen ist: eine breite Vernetzung von Gründern in ganz Europa.

Planung eines LinkedIn für Gründer

Bisher sind die Netzwerke Xing und LinkedIn für Gründer die interessanteste Option, wenn es darum geht, sich mit anderen Experten oder Existenzgründern aus der gesamten Welt zu vernetzen. Da die Netzwerke aber wenig auf die Bedürfnisse von StartUps eingehen und bis heute eher einer breiten Vernetzung im Bereich der normalen Unternehmen gehen, gab es seit jeher einen großen Bedarf an besseren Plattformen. Besonders unter dem Eindruck, dass die Vernetzung innerhalb von Europa passieren soll, hat die Idee von StartUs durchaus ein Potential. Im Prinzip und laut den Plänen des Unternehmens soll alles so funktionieren, wie man es auch aus den bisherigen Netzwerken kennt. Das Ziel ist jedoch, dass über StartUs – die Plattform trägt den gleichen Namen wie das Unternehmen – andere Personen zum Gründen und Jobs in diesen frischen Unternehmen gefunden werden können.

Der Geschäftsführer und Gründer David Prasser bringt mit seinem Zitat die Probleme von Gründern in Europa auf den Punkt: „Trotz dem Besuch von zahlreichen Co-working Spaces und diversen Startup Events, bei denen ich gefühlte 3000 Hände geschüttelt habe, habe ich keinen passenden Projekte oder Partner gefunden. Die Idee, diese Suche zu digitalisieren, simpler zu gestalten, war für mich der nächste logische Schritt“.

Das Ziel ist es nun, dass eben diese Gruppen künftig über eine digitale Plattform einen einfachen Kontakt zueinander finden können. Neben Jobsuchenden und den Existenzgründern selbst, soll das LinkedIn für Gründer auch den Zugang zu Experten und Investoren erleichtern. Damit sollen die wichtigsten Schichten und Experten in einem Netzwerk zu finden sein, damit sich die entsprechenden Kontakte noch einfacher verwalten lassen.

Netzwerk in Städten, Netzwerk in Europa

An sich lässt sich der Ansatz der Plattform in zwei Bereiche aufteilen: Auf der einen Seite gibt es einen Ansatz für ganz Europa. Dort finden Gründer aus den verschiedensten Ländern zueinander. Allerdings hat man sich auch darauf konzentriert, dass man innerhalb der großen Städte eigene CityGuides anbietet, um das Netzwerk innerhalb der Städte zu fördern. Schon 30 solcher lokalen Netzwerke sind vorhanden – von Budapest über Wien bis nach Berlin. Das hat auch dafür gesorgt, dass das StartUp bereits jetzt auf gesunden Füßen steht. Man beschäftigt bereits 9 eigene Mitarbeiter und da nur die großen Unternehmen für Annoncen zahlen müssen, sind besonders die frischen StartUps auf der Plattform richtig aufgehoben, wenn sie auf der Suche nach Experten für ihre Unternehmen sind.

Derzeit hat man etwa 25.000 Nutzer im Monat und kann sich damit natürlich noch nicht wirklich das LinkedIn für Gründer nennen. Allerdings finden sich bereits jetzt über 10.000 Inserate für Jobs in den verschiedensten Bereichen. Damit hat StartUs einen guten Anfang gemacht und es bleibt abzuwarten, ob das Wachstum in den nächsten Jahren so weitergeht und vielleicht wirklich eine Möglichkeit entsteht, wie die Gründer in Europa die Kommunikation untereinander deutlich verbessern können.

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