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Dienstleistungsbetrieb

DienstleistungsbetriebDienstleistungsbetriebe sind Motoren einer modernen Wirtschaftsgesellschaft. Mittlerweile sind Dienstleistungen die Haupterwerbsquelle der Bundesbürger. Sie machen rund zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes aus (70 % der Bruttowertschöpfung). Wirtschaftsleistungen unterteilt man in Leistungen des Primär-, Sekundär- und Tertiärsektors. Der Dienstleistungssektor wird als „tertiärer Sektor“ bezeichnet. Zum sekundären Sektor zählen die Industrie sowie das produzierende Gewerbe. Die Innovationsbemühungen im Dienstleistungssektor werden durch die Bundesregierung mit unterschiedlichen Programmen unterstützt. Für Dienstleistung wird auch gerne das Synonym Service verwendet.

Der Dienstleistungssektor unterteilt sich in:

  • Distributionsleistungen (Handel, Nachrichten und Verkehr)
  • Unternehmensdienstleistungen (Weiterbildung, Finanzdienstleistungen und Leasing)
  • persönliche Dienstleistungen aus der Gastronomie, Haushalt, Kultur und Sport
  • soziale Dienstleistungen (Staat, Gesundheit, Kirche und Unterricht)

Dienstleistungen können in allen Branchen angesiedelt sein. Als immaterielle Güter sind sie nicht lagerfähig und werden erst dann erbracht, wenn ein konkreter Bedarf besteht. Dieser Bedarf kann privat oder öffentlich sein. Es gibt auch gesellschaftsbezogene Dienstleistungen, von denen beispielsweise nur Familienmitglieder profitieren. Ob Steuerberater, Arzt, Friseur oder Geldinstitut, die Leistung, die der Kunde eines Dienstleisters in Anspruch nimmt, ist keine Ware. Ein Dienstleistungsbetrieb stellt Verbrauchern sein Know-how, handwerkliches Geschick oder seine technischen Entwicklungen zur Verfügung. Die Dienstleistungen sind individuell auf den Kunden zugeschnitten und nicht genormt. Sie dienen gerade nicht der Rationalisierung von Arbeitsprozessen, wie es beispielsweise in der Industrie üblich ist.

Wirtschaftsfaktor Dienstleistungen

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Dienstleistungssektor mit Abstand der größte der drei Wirtschaftssektoren. Zu ihm gehören zahlreiche Dienstleistungsunternehmen. Einige konzentrieren sich auf Nischen und sind darin sehr erfolgreich. Ob Zulieferer für die Fahrzeugindustrie oder Krankenversicherungen, je kundenorientierter, desto erfolgreicher das Unternehmen. Dienstleistungen sind nützliche, immaterielle Aktivitäten, die man auf andere Personen übertragen kann. Der Dienstleister erbringt eine Leistung direkt an den Kunden. Typische Dienstleister sind Gastronomie, Erziehung, Steuer, Reisen, Energieversorgung und Weiterbildung. Auch im Gesundheitssektor werden fast ausschließlich Dienstleistungen erbracht. Eine medizinische und pflegerische Versorgung von Patienten ist eine Dienstleistung, bei der zusätzlich materielle Güter wie Verbandsmaterial, medizinische Geräte sowie Arzneimittel benutzt werden. Beratertätigkeiten, sei es im Marketing oder im Bereich juristische Dienste, werden heute immer intensiver genutzt. Es gibt wissensintensive Dienstleistungsbetriebe und handwerklich orientierte Angebote. Man findet industrienahe Dienstleistungen und individuelle, auf den Menschen zugeschnittene Dienste. Ob Handel, Verkehr, Versicherungen, Banken oder Dienstleistungen rund ums Gebäude (Facility Management). Die Leistungen sind extrem vielfältig.

Personenbezogene und industrienahe Dienstleistungen

Ein großer Sektor sind Dienstleistungen zur Deckung der Kommunikations-, Transport- und Mobilitätsbedürfnisse. Sie richten sich sowohl an Privathaushalte wie auch an Wirtschaftsunternehmen und werden von öffentlichen Anbietern genauso erstellt wie von privatwirtschaftlichen. Das Produkt eines Dienstleistungsbetriebes sind seine Dienstleistungen. Sie werden mithilfe von zur Verfügung gestellten Instrumenten, den externen und betrieblichen Faktoren gebildet.

Fließende Grenzen bei Dienstleistungen

Häufig lassen sich Dienst- und Sachleistungen nicht klar voneinander abgrenzen, vor allem im Business-to-Business-Marketing. Hier nimmt die Beratung einen immer größeren Stellenwert ein. Man versucht daher, Sachleistungen und Dienstleistungen klarer zu trennen. Das trifft auch auf Informationsdienstleistungen zu. Betriebswirtschaftlich handelt es sich bei Informationsdienstleistungen um die Weitergabe von zweckorientiertem Wissen. Die Trägermedien für Wissen können außer dem menschlichen Gehirn auch sämtliche Speichermedien wie CDs, Bücher oder Videos sein.

Der Wettbewerb für Dienstleistungsbetriebe ist groß

Da der Dienstleistungssektor einen sehr hohen ökonomischen Stellenwert hat, ist der Konkurrenzdruck unter den Anbietern groß.je größer der Betrieb, desto schwerer lässt sich die Leistung beurteilen. Ein Weg, für mehr Transparenz zu sorgen, sind Wettbewerbe. So werden in Deutschland jedes Jahr besonders kundenorientierte Dienstleistungsbetriebe ausgezeichnet. Die Beurteilung erfolgt nach wissenschaftlichen Kriterien (7K-Modell) der Universität St. Gallen.