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Sozialversicherung

SozialversicherungIn Deutschland ist das Prinzip der Sozialversicherung bereits seit vielen Jahrzehnten etabliert und ein wichtiger Grundstein für das Prinzip des sozialen Staates. Dabei zahlen die Arbeitnehmer jeden Monat mit ihrem Gehalt einen festen Bestandteil des eigenen Einkommens in die verschiedenen Versicherungen ein und können diese am Ende bei Bedarf in Anspruch nehmen. Dabei ist die Sozialversicherung aufgrund ihrer Beiträge und Prozente aber auch immer wieder Bestandteil von Kritik - besonders, da es einen eindeutigen Einfluss darauf hat, wie hoch das Nettoeinkommen am Ende wirklich ist. Jede Sozialversicherung hat in der Regel aber eine feste Rolle und ist wichtig für das tägliche Leben.

Die verschiedenen Arten der Sozialversicherung

Natürlich ist die Sozialversicherung in die verschiedensten Bestandteile aufgeteilt. Als Arbeitnehmer kann auf der normalen Gehaltsabrechnung gesehen werden, wie hoch die Anteile und die absoluten Summen sind, die am Ende an einen der Versicherungsträger abgehen. Der wohl wichtigste Faktor und damit auch derjenige, den man am meisten spürt, ist die Krankenversicherung. Insgesamt sind es etwa 32% des eigentlichen Bruttogehalts, die am Ende in irgendeiner Form in eine der Sozialversicherungen gehen. Dazu kommen die Steuern und die Abgabe für den Solidaritätszuschlag, der ebenfalls immer wieder durch die verschiedenen Verbände und die Politik kritisiert wird. Eine Veränderung im Bereich der Sozialversicherung kann zudem nur durch den Gesetzgeber passieren und hat daher auch keinen Einfluss auf die freie Wahl einer Krankenversicherung. Entsprechende Beiträge können aber mitunter durch weitere private Vorsorgen ergänzt werden, die sich am Ende durch die Steuererklärung wieder hereinholen lassen. Wichtig ist, dass man sich bei der Sozialversicherung regelmäßig über die Veränderungen informiert und genau prüft, wie hoch die Anteile sind, die man am Ende von seinem Gehalt verliert.
Das sind die Sozialversicherungen und ihr Anteil am eigentlichen Gehalt:

  • Der gesamte Prozentsatz für die Krankenversicherung beträgt etwa 15%, wobei 8% vom Arbeitnehmer und 7% vom Arbeitgeber getragen werden.
  • Die Pflegeversicherung nimmt noch einmal 2,05% in Anspruch, wobei die Hälfte vom Arbeitnehmer und die andere Hälfte durch den Arbeitgeber getragen wird.
  • Bei der Rentenversicherung werden insgesamt 18,9% überwiesen, wobei sich auch hier der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber die Anteile an der Zahlung je zur Hälfte teilen.
  • Auch bei der Arbeitslosenversicherung, die etwa in Höhe von 3% vorhanden ist, gibt es eine genaue Teilung durch die beiden Überweisenden.

Die Sozialversicherung wird also nicht nur durch den Arbeitnehmer, sondern auch durch den Arbeitgeber getragen. Damit verändern sich natürlich nicht nur die Gehälter, auch die eigentlichen Kosten für einen Mitarbeiter im Unternehmen sind erheblich höher, als dass man einfach nur auf das Gehalt sehen könnte. Dabei handelt es sich um die Lohnnebenkosten und eben diese sind bei der Diskussion rund um die Sozialversicherung ein sehr wichtiger Punkt.

Die Entwicklung der Sozialversicherung in Deutschland

Immer wieder wird die Höhe der Pflichtbeiträge in Frage gestellt und dabei kommt es auch zu Diskussionen, ob eine zwangsweise Umlage durch die Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch in die heutige Zeit passt. Vor allem die Arbeitgeber beschweren sich über die mitunter hohen Lohnnebenkosten und sehen darin eine Gefahr für die Entwicklung von Arbeitsplätzen und die Ausbildung in Deutschland. Tatsächlich könnten verschiedene Beiträge der Sozialversicherung künftig privatisiert werden - die Krankenversicherung im privaten Bereich wird zum Beispiel immer beliebter, was vor allem damit zu tun hat, dass die gesetzlichen Versicherungsträger durch Nebenzahlungen ihren guten Ruf verloren haben. Besonders das Rentensystem ist aber in jedem Fall auf den Bestand der Sozialversicherung angewiesen. Hierbei geht es um das Prinzip, wie die Rentenversicherung aufgebaut ist. Da es aber auch hier immer mehr Menschen gibt, die auf eine private Vorsorge setzen, ist damit zu rechnen, dass sich die Sozialversicherung in den nächsten Jahren verändern wird.

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