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Subvention

SubventionBereits seit dem Mittelalter ist es normal, dass der Staat mit verschiedenen Leistungen die Unternehmen in seinem eigenen Land unterstützt. Subventionen sind eine gute Methode, wie man der Wirtschaft helfen und so langfristig für mehr Steuereinnahmen sorgen kann – es stärkt verschiedene Zwecke. Neben Arbeitsplätzen entstehen ein besseres Bild in der Wirtschaft, eine bessere Versorgung und in manchen Branchen auch bessere Preise für die Lebensmittel. Da die Höhen der Subventionen sehr unterschiedlich sind und es eine Frage der richtigen Vergabe ist, steht die Subvention an sich aber schon eine Weile in der Kritik.

Was ist eine Subvention und welche Arten gibt es?

Eine Subvention ist grundsätzlich eine Förderung durch den Staat an Unternehmen. Die Besonderheit ist dabei, dass keine besondere Gegenleistung erfolgen muss oder zumindest nur schwache Bedingungen an die Kapitalspritze gebunden sind. Beliebt ist auch die Vergabe von Aufträgen durch die öffentliche Hand, die weit über dem eigentlichen Preis für den Markt liegen. Der Staat nimmt also Mehrkosten in Kauf, dafür, dass sich die Wirtschaft in seinem Land deutlich verändern kann. Eine gezielte Förderung der Wirtschaft ganz ohne eine Form der Gegenleistung ist ebenfalls möglich, erfolgt aber in der heutigen Zeit eigentlich kaum noch und ist auch in vielen Wirtschaftsregionen kaum noch zu vertreten. Subventionen stehen nämlich auch deswegen in der Kritik, weil sie dem Staat viel Geld kosten und der Nutzen nicht immer zu erkennen ist. In Deutschland ist die Lage dabei kompliziert – prinzipiell werden kaum noch direkte Subventionen durch den Staat an sich vergeben. Eine Subvention erfolgt fast immer durch die EU und daher haben sich in den letzten Jahren auch die Bestimmungen deutlich verändert. Möchte man heute das Geld für das eigene Unternehmen haben, braucht es also viele Anträge. Das war einmal anders. Das sind typische Beispiele für Subventionen in Deutschland:

  • Über Jahre wurde der Abbau von Braunkohle durch den Staat subventioniert. Mit der Energiewende und dem fast nicht mehr vorhandenen Ressourcen ist es heute aber fast unmöglich, eine Subvention für den weiteren Abbau der Kohle zu erhalten. Die Folgen waren vor allem in den Kohlegebieten mit einer hohen Arbeitslosigkeit verbunden.
  • Der Wohnungsmarkt ist eine typische Nische, in der der Staat mit seinen Subventionen aktiv ist. Dadurch entstehen neue Wohnräume und der Staat unterstützt durch geringe Steuern oder sehr günstige Grundstückspreise in den Städten und auf dem Land.
  • Auch die Landwirtschaft ist bis heute ein typisches Beispiel für die Förderung durch Subvention. Der Anbau von verschiedenen Produkten sorgt dafür, dass die Preise für Lebensmittel und für Getreide im Land stabil gehalten werden.

Diese Welt der Subventionen hat sich aber verändert und immer häufiger spart der Staat in diesem Bereich. Das liegt auch an den Vor- und Nachteilen, die eine Subvention mit sich bringen kann.

Die Auswirkungen einer Subvention

Prinzipiell kommt nicht jede Branche für eine Subvention in Frage. Es muss ein Mehrwert für den Staat entstehen oder zumindest ein großzügiges Wachstum in der Wirtschaft prognostiziert werden können. Einkommen werden durch eine Subvention in der Branche stabil gehalten und auch die Preise haben ihre Vorteile. Allerdings hat besonders die Subvention des Abbaus von Braunkohle in Deutschland sehr effektiv gezeigt, was passiert, wenn der Staat einmal seine Subvention beendet. Im Ruhrgebiet wurde über Jahrzehnte subventionierte Kohle abgebaut. Kaum hat der Staat keine Geldmittel mehr in diesen Bereichen gegeben, haben die meisten Zechen in diesem Gebiet geschlossen. Arbeitslosigkeit war eine Folge, langfristig war ein Preisverfall und ein niedriges Einkommen in der Region zu bemerken. Bis heute hat sich das Ruhrgebiet davon nicht ganz erholt. Subvention ist also immer ein zweischneidiges Schwert und wird daher von den meisten Experten äußerst kritisch betrachtet.