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BIC

BICBIC steht für „Business Identifier Code“ und bezeichnet eine acht- oder elfstellige Bankleitzahl, die im internationalen Kontext Anwendung findet. Anhand des BICs lassen sich jegliche Geldinstitute weltweit identifizieren. Der BIC ist für Lastschriften und Überweisungen zu nutzen, die den Standards des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (engl. „Single Euro Payments Area“) unterliegen. Inländische Zahlungen erfolgen seit Februar 2014 bereits ohne BIC; im Frühjahr 2016 folgt die Einstellung des BICs auch für grenzübergreifende SEPA-Zahlungen.

BICs im Überblick

Der BIC ist die international am weitesten verbreitete Kennzahl für Finanzinstitute. Bislang wurden rund 90.000 Codes weltweit ausgestellt (Stand Mai 2014). SWIFT in seiner Funktion als ISO-Registrierungsbehörde stellt BICs an Geldinstitute und Unternehmen aus. Diese können, müssen jedoch nicht zwingend dem SWIFT-Netzwerk angeschlossen sein. Der BIC wird in Transaktionen, Datenbanken zu Kundenstamm und Geschäftspartnern und vielem mehr verwendet. Der Standard „ISO 9362” definiert den BIC-Aufbau.

Registrierung und Publikation von BICs

In der BIC-Police sind die allgemeinen Regeln zur Registrierung und Veröffentlichung von BICs zusammengefasst. Sie enthält zudem Richtlinien zum Gebrauch von BICs als Kennnummern und Adressen innerhalb des SWIFT-Nachrichtendienstes.

BICs im Einzelnen

Der BIC wurde von der Internationalen Organisation für Standardisierung (ISO) eingeführt. ISO hat SWIFT zur offiziellen Registrierungsbehörde ernannt. SWIFT ist für die Zuweisung von BICs beziehungsweise ISO 9362 sowie für die Veröffentlichung von BICs im BIC-Verzeichnis zuständig.

Es gibt zwei BIC-Varianten: den achtstelligen BIC – auch BIC8 genannt – und den elfstelligen BIC oder BIC11. Ein BIC8 steht für ein Finanzinstitut oder auch andere Institutionen ohne Bezug zur Finanzwelt in einem Land oder an einem Ort. Ein BIC11 kennzeichnet den Zweig der Institution.
Aufbau eines achtstelligen BICs

Institutscode: Der Institutscode steht stellvertretend für ein Finanzinstitut oder Unternehmen. Der Code besteht aus vier Buchstaben, die die ersten vier Positionen eines BICs besetzen.

Ländercode: Der ISO-Ländercode identifiziert das Land, in dem das Institut seinen Sitz hat. Er setzt sich aus zwei Buchstaben zusammen, die auf den Unternehmenscode folgen.

Standortcode: Der Standortcode bietet genauere geographische Informationen innerhalb eines Landes. So lässt sich die Stadt, der Staat, die Provinz oder die Zeitzone einer Institution bestimmen. Dieser Code besetzt die letzten zwei Stellen eines BICs und ist entweder alphabetisch oder numerisch.

Die einzelnen Codes werden in Großbuchstaben geschrieben und ohne Lücke aneinandergereiht.

BICs im und außerhalb des SWIFT-Netzwerks

BICs kennzeichnen sowohl Institutionen mit finanziellem Bezug als auch solche ohne. Ebenso stehen sie für Institutionen, die ans SWIFT-Netzwerk angeschlossen sind und solche, die es nicht sind. Ein BIC einer Institution, die nicht in Verbindung zum SWIFT-Netzwerk steht, endet jedoch stets auf der Ziffer „1“. Solch ein BIC wird auch Nicht-SWIFT-BIC oder BIC1 genannt.

Ein BIC einer Institution, die ans SWIFT-Netzwerk angeschlossen ist, endet stets mit einem Standortcode, dessen letztes Zeichen nicht die Zahl „1“ ist. Alle anderen Buchstaben oder Ziffern sind zulässig. Solch ein BIC ist auch als vernetzter BIC oder SWIFT-BIC bekannt. Folglich kann nur ein SWIFT-BIC im Briefkopf einer SWIFT-Nachricht erscheinen.

BICs im Test- und Trainingsstadium

Im SWIFT FIN-Nachrichtensystem ist ein BIC mit einer “0” (Null) an achter Stelle ein sogenannter Test- und Training-BIC. Diese Art BIC kann nicht in direkten FIN-Nachrichten verwendet werden.

Aufbau eines elfstelligen BICs

Es besteht die Möglichkeit, einen achtstelligen BIC um weitere drei Zeichen auf einen BIC mit elf Positionen zu erweitern. Dies geschieht durch das Hinzufügen eines sogenannten Branch-Codes.

Der Branch-Code kennzeichnet die physische Zweigstelle oder Niederlassung eines Instituts. Auch kann er für eine Abteilung oder eine bestimmte Geschäftsart stehen. Der Branch-Code setzt sich aus drei alphanumerischen Zeichen zusammen.

Muss ein achtstelliger BIC im elfstelligen Format angegeben werden, wird der Branch-Code „XXX“ angefügt. Nachrichtenverarbeitende Anwendungen machen jedoch zwischen achtstelligen BICs und elfstelligen BICs, die auf „XXX“ enden, keinen Unterschied.

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