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Hundepension

Die eigene Hundepension ist eine Geschäftsidee, die für die Verwirklichung eines Hobbys und langgehegten Traums steht. Warum eigentlich nicht? Die Statistik ermutigt zu einem Sprung in die Selbstständigkeit: In 13 % aller Haushalte in Deutschland leben Hunde. 5,4 Millionen Tiere kommen auf 10 Millionen Hundehalter. Der deutsche Tierfreund hat hohe Ansprüche an Tierhaltung und sorgt sich sowohl emotional als auch finanziell um seine Lieblinge. Da liegt die Vermutung nah, dass ein potenzieller Markt mit hohem Kundenpotenzial für professionell geführte Hundepensionen besteht, wenn Herrchen beruflich verhindert ist oder einmal ohne Hund verreist.

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Zwei glückliche Hunde in einer Hundepension

Das Führen der eigenen Hundepension bedeutet jedoch mehr als die gewöhnliche Geschäftsgründung einer Dienstleistung. Es ist vielmehr eine echte Lebensaufgabe aus Überzeugung, die ein hohes Maß an persönlichem Engagement und Einfühlungsvermögen erfordert bei verhältnismäßig geringen Verdienstmöglichkeiten.

Voraussetzungen für eine Hundepension

Räumlichkeiten:
Von entscheidender Bedeutung ist die Lage der Hundepension. Günstig ist beispielsweise ein naturnaher Standort auf dem Land, jedoch mit guter Verkehrsanbindung in der Nähe einer Stadt. Unterschiedliche Räumlichkeiten, ein ausbruchsicheres Grundstück, eine großzügige Außenanlage und Spiel- und Lagerräume gehören zur Grundausstattung. Wer nicht bereits über ein entsprechendes Grundstück verfügt sollte zunächst mit hohen Investitionskosten und Krediten rechnen. Ein solider Businessplan und eine detaillierte Standortanalyse helfen bei wichtigen Entscheidungen.Von einer tierischen Betreuung in der Miet- oder Einzimmerwohnung ist unbedingt abzuraten!

Genehmigungen:
Zum Führen einer Hundepension ist in Deutschland eine behördliche Anerkennung nötig. Die sogenannte Sachkundeprüfung nach § 11 des Tierschutzgesetzes kann beim zuständigen Veterinäramt abgelegt werden. Nachweise, die durch eine berufsbezogene Ausbildung oder Praktika erlangt wurden, können ebenfalls angerechnet werden.

Persönliche Fähigkeiten und Kenntnisse:
Tierliebe allein reicht nicht, um eine eigene Hundepension zu gründen. Langjährige Erfahrungen im Umgang mit Hunden und deren Training sollten selbstverständlich sein. Fortbildungen zu artgerechter Hundehaltung und -erziehung sowie Grundkenntnisse der Veterinärmedizin runden das Profil eines professionellen Besitzers einer Hundepension ab.

Kann man von einer Hundepension leben?

Die Preise für eine tierische Unterbringung richten sich nach Größe des Hundes und der Aufenthaltsdauer. Im Durchschnitt sind dies 18 – 25 Euro pro Tag, so manches Hundehotel nimmt auch deutlich höhere Tagessätze. Auf der Kostenseite schlagen u. a. Gebäudeunterhaltung, Einrichtung, Futter, Medikamente und Personal zu Buche. Die Gewinnspannen sind dabei nicht sehr hoch.

Zukunftsaussichten

Um dennoch ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, sollte man den Kunden einen Mehrwert bieten. Dies können z. B. Spezialisierungen in Form von zusätzlichen Wellnessangeboten für Hunde sein. Eine bessere finanzielle Absicherung stellt auch die Kombination mit Hundeschule oder Welpentraining dar, damit auch außerhalb der Hundepension Geld in die Kasse kommt.

Vor- und Nachteile einer Hundepension

Das Führen einer Hundepension ist zeit- und arbeitsintensiv. Eine 24-Stunden-Bereitschaft für die anvertrauten Tiere ist nicht selten. Der Verdienst ist saisonabhängig. Es lockt jedoch eine erfüllende Tätigkeit, die echten Tierfreuden die Umsetzung eines Traums ermöglicht.

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