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KapitalDer Begriff Kapital gehört in der heutigen Zeit wohl zu den am meisten verwendeten Begriffen überhaupt. Wann immer es um die Wirtschaft oder das Wachstum in Europa und der Welt geht, wird das Kapital als grundsätzlicher Begriff verwendet. Dabei hat das Wort im gesellschaftlichen und unternehmerischen Zusammenhang eine sehr feste Bedeutung, die vor allem mit der Stärke einer Firma zu tun hat. Im Zusammenhang mit der Betriebswirtschaft wird das Wort Kapital heute in zwei verschiedene Lehren unterteilt. Die daraus entstandenen Theorien und Entwicklungen haben daher auch einen direkten Einfluss darauf, wie das Kapital in einem Unternehmen eingeschätzt werden kann.

Klassischer Begriff Kapital in der Betriebswirtschaft

Der Begriff Kapital wird vor allem bei der typischen Buchführung in Unternehmen deutlich. Sämtliche Bilanzen, Rechnungen und Konten sind dem Grundbegriff entnommen, dass das Kapital in einer Firma auf eine passende Weise darstellen soll. Dabei das Kapital nicht immer nur als das reine Bargeld oder das Volumen für Investitionen gesehen werden. Das Kapital ist zum Beispiel auch die gesamte Ausstattung in einem Unternehmen – und Senkungen des Kapitals sind in Form von Krediten, Darlehen oder Verbindlichkeiten bei anderen Firmen ein normaler Zustand in der heutigen Wirtschaft und in der Bilanz. Eine der wichtigsten Aufgaben der Bilanz ist es also, das Vermögen darzustellen – was in der klassischen Betriebswirtschaftslehre mit dem Kapital gleichzusetzen ist. Besonders bekannt sind dabei die Begriffe Eigenkapital und Fremdkapital. Sie werden in den Bilanzen und in anderen Aufzeichnungen einer Firma sehr genau wiedergegeben, da sie am Ende auch über die Liquidität entscheiden können. An sich ist die Definition des Kapitals im Sinne der Betriebswirtschaft also ein umfangreicher Komplex, der eine Menge mit den verschiedenen Werten und den Entwicklungen in einer Firma zu tun hat. Hier ein paar Stichsätze, die das Kapital in der BWL richtig beschreiben sollten:

  • Kapital kann immer in verschiedenen Formen vorhanden sein. Es handelt sich nicht zwingend um Bargeld oder Guthaben auf einem Konto – auch die Einrichtung gehört zum Vermögen und somit zum Kapital.
  • Auch das Wissen in einem Unternehmen kann zum Kapital zufließen. Das sogenannte Humankapital mag als Begriff unangenehm sein, zeichnet aber auch das Wissen der Mitarbeiter und die Expertise in den verschiedensten Fachgebieten auf. Auch das kann Kapital sein.
  • Zuletzt darf nie vergessen werden, dass sich das Kapital mit jeder Buchung ändert. Besonders bei Existenzgründern ist daher darauf zu achten, dass in jeder Form Kapital zum Beginn des Aufbaus der eigentlichen Betriebsfähigkeit zur Verfügung steht.

Es gibt nicht nur diese eine Definition von Kapital. Durch die immer stärkere Bedeutung der Wirtschaft und die Forschung in diesem Bereich haben sich in den letzten Jahren viele Experten mit einer neuen Bedeutung dieses Begriffs beschäftigt.

Andere Definitionen von Kapital in der Betriebswirtschaft

Der monetäre Begriff von Kapital ist eine der vielen neuen Deutungen, wenn es darum geht, was in einer Firma zum wirklichen Kapital gehört. Dabei wird nicht mehr so sehr Bezug auf die Bilanz und die anderen Unterlagen genommen, als dass eher betrachtet wird, wie das Kapital in einem Unternehmen gebunden ist. Interessant ist das zum Beispiel für die Fremdfinanzierung, die nicht zwingend in Form von Bargeld erfolgt, sondern auch in Form von Patenten oder Einrichtungsgegenständen. Darüber hinaus wird das Kapital auch in der Soziologie immer interessanter. Der bereits verwendete Begriff Humankapital hat in den letzten Jahren immer mehr Schlagzeilen gemacht, gehört aber heute definitiv zu den Dingen, die darüber entscheiden, wie hoch der Wert und wie hoch somit das Kapital in einer Firma anzusehen ist. Wer sich also mit dem Begriff Kapital beschäftigt, sollte sich von Marx bis hin zur Definition durch die Banken einfach alles einmal ganz genau ansehen.