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Rohertrag

RohertragIm Zuge der Kalkulation von Preisen gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen man sehr einfach und sehr schnell herausfinden kann, wie sich die Kosten entsprechend berechnen lassen. Besonders unter dem Begriff Rohertrag kann ein Unternehmen oder das Controlling erkennen, wie hoch die Kosten in den verschiedenen Bereichen sein dürfen. Beim Rohertrag oder Rohgewinn geht es nicht um das Geld, das man am Ende wirklich mit dem Verkauf einer Ware einnimmt – es ist vor allem ein Zwischenschritt in der Kalkulation der verschiedenen Preise für die Produkte. Berechnet man den Rohertrag, muss man noch verschiedene andere Punkte einbeziehen, mit denen man am Ende erfolgreich sein kann.

Wie berechnet sich der Rohertrag?

Die Erlöse bei den Umsätzen ergeben einen wichtigen Stellenwert bei der Preiskalkulation. Daher wird in den meisten Fällen auch vor dem eigentlichen Einsatz in den Handel erst einmal ein Testlauf gemacht, damit man die Kosten und die realistischen Preise im Handel nachvollziehen kann. Für die Märkte ist es wichtig zu erkennen, ob die entsprechenden Preise, die man sich vorgestellt hat, erzielt werden können. Besonders wichtig ist der Rohertrag aber für die langfristige Kalkulation der Preise, die man am Ende für den gesamten Markt ansetzt. Dabei lassen sich diese Roherträge nicht nur für einzelne Produkte berechnen – auch ganze Warengruppen können mit der Hilfe vom Rohertrag noch einmal in Hinblick auf die Kalkulation bearbeitet werden. Aber wie berechnet sich der Rohertrag nun genau und was passiert, wenn man diese Kennzahl hat?

Der Rohertrag berechnet sich vor allem durch die Kosten, die bei der Produktion der einzelnen Waren entstehen. Es ist deswegen der Rohertrag, weil nur die Kosten für die eigentliche Produktion – also die reinen Kosten für das Material oder die Aufbringung von eigenen Leistungen oder Waren – einberechnet werden. Nach einem Abzug der Steuern und anderen Punkten, die in irgendeiner Form eine schmälernde Wirkung auf den Gewinn haben, erhält man den eigentlichen Rohbetrag. Der zweite Rohertrag berechnet sich aus den Bezugskosten, die man für die Waren hat. Damit wird festgelegt, wie die entsprechenden Roherträge sind. Allerdings kann man daraus noch keinen Preis kalkulieren. Hier werden nur die einzelnen Kosten für die Gruppen von Waren kalkuliert oder die allgemeinen Produktionskosten. Es handelt sich eigentlich nur um die variablen Kosten, die man hat. Mit dem Rohertrag erhält man die Basis für die entsprechende weitere Arbeit. Denn nun müssen noch die Fixkosten in irgendeiner Form vom Rohertrag abgezogen werden – diese kann man dank des Rohertrags genau ermitteln.

Die Höhe der Fixkosten und der Rohertrag

Den Rohertrag zu wissen ist deswegen so wichtig, weil man nun eine Grenze hat, wie hoch die Fixkosten im Prozess noch sein dürfen, um noch einen Gewinn mit dem Produkt zu erzielen. Der Rohertrag kann also entweder vor der ersten Kalkulation der Preise angewandt werden oder er dient der eigentlichen Preisfindung. Bei der Suche nach den passenden Möglichkeiten, um eben diesen Preis am Ende zu haben, muss man sich auf die Rechnung für den Rohertrag verlassen. Auch die Personalkosten können vom Rohertrag abgezogen werden, damit man die Deckungskosten hat. Ab diesem Punkt würde das Produkt mit einem Gewinn für das Unternehmen in den Handel gehen.

Der Rohertrag ist also eine verlässliche Größe, wenn es um die Berechnung von Preisen oder auch nur um den eigentlichen Gewinn von einem Produkt oder einer Leistung geht. Verändern sich die Bezugskosten für die Waren oder für die Materialien, die mit einem Produkt verbunden sind, sollte man auch die Rechnung für den Rohertrag noch einmal durchführen.