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Spitzensteuersatz

SpitzensteuersatzIn der Diskussion um den verschuldeten Haushalt der Bundesrepublik Deutschland und der Suche nach neuen Möglichkeiten für Einkünfte wird immer wieder an die obere Spitze der Besteuerung geblickt. Der Spitzensteuersatz in Deutschland hat bereits seit Jahren eine besonders wichtige Rolle und wird daher in jedem Fall herangezogen, wenn es darum geht, wie man die Menschen mit einem besseren Gehalt mehr in die Pflicht nehmen kann. Dabei hat sich der Spitzensteuersatz in den letzten Jahren kaum verändert, die letzten Anpassungen gab es unter der Regierung vor fünfzehn Jahren. Heute gibt es auch noch Diskussionen darüber, ob man den Spitzensteuersatz mit einer Vermögenssteuer verbindet.

Was genau ist der Spitzensteuersatz?

In Deutschland ist der Steuersatz immer an das zu versteuernde Einkommen gebunden. Wer wenig verdient, zahlt auch nur prozentual sehr wenige Steuern, was natürlich im Sinne einer fairen Erhebung sein sollte. Da das deutsche Steuerrecht aber in der Regel sehr komplex ist und es verschiedene Feinheiten, Abstufungen und Schlupflöcher gibt, ist auch der Spitzensteuersatz nur ein weiterer Punkt, der sich schwer erklären lässt. Geht es nach der Definition in den Gesetzen, sollte jeder, der über 250.730 € verdient, danach auf jeden Euro einen Steuersatz von 45% bezahlen. In der Praxis passt diese Summe jedoch nicht, da mit dem Soli, anderen Abzügen und verschiedenen Löchern in der Steuergesetzgebung dieser Betrag nie wirklich für den Startpunkt der Spitzensteuer herhalten kann. Natürlich wird der Spitzensteuersatz in Deutschland trotzdem angewendet, Experten gehen aber davon aus, dass erst ab 300.000 Euro tatsächlich die 45% erhoben werden, die ursprünglich in den Gesetzen vorgesehen sind. Auch der Soli darf natürlich nicht vergessen werden, wenn es um die endgültige Berechnung geht. Mit den Möglichkeiten der Steuer kann man natürlich auch hier noch einiges an Geld sparen, der Spitzensteuersatz ist aber theoretisch eine gute Möglichkeit, mehr Geld aus hohen Einkommen zu erhalten.

Die Entwicklung vom Spitzensteuersatz in Deutschland

Dabei wird auch immer darauf hingewiesen, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland ursprünglich einmal deutlich höher lag. 1970 lag er nämlich noch bei 53%, was besonders bei der Menge an Geldern in diesem Bereich des Einkommens für deutlich mehr Einnahmen sorgen würde. Vergleichsweise würde man so deutlich mehr Geld an den Staat zahlen. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach: Der Grenzsteuersatz in Form des Spitzensteuersatzes hat einen direkten Einfluss auf alle Steuerprozente, die darunter liegen. Ist der Spitzensteuersatz besonders hoch, wird auch darunter schneller in sehr hohe Bereiche des Einkommens eingegriffen. Der Staat verdient deutlich mehr Geld, es sind aber vor allem die hohen Einkommen, die am Ende das meiste Geld an den Staat abführen müssen. Geht es also um die Diskussion, ob man den Spitzensteuersatz erhöhen sollte, ist es auch immer eine Frage, welche Einkommen am Ende wirklich davon betroffen sind. Erhöht man den Steuersatz in den Grenzbereichen, wird man am Ende auch in allen anderen Bereichen der Einkommen ein wenig mehr zahlen müssen. Daher ist die Vermögenssteuer für viele Menschen eine interessante Alternative zu der Steigerung vom Spitzensteuersatz. Sie zielt nicht genau auf das zu versteuernde Einkommen ab, sondern darauf, ob bereits ein Vermögen vorhanden ist.
Der Soli ist daher in diesem Fall auch noch wichtig. Geht es in einer Diskussion um den Spitzensteuersatz, sollte man also in jedem Fall die verschiedenen Seiten betrachten. Das Einkommen ist dabei nur in den verschiedensten Bereichen wirklich wichtig, da es Alternativen zum Spitzensteuersatz in Deutschland gibt. In jedem Fall sollte man, sofern man in diesen Bereich kommt und somit über ein sehr hohes Einkommen verfügt, an einen Steuerberater wenden. Beim Spitzensteuersatz gibt es nur noch Möglichkeiten, den einen oder anderen Euro bei der Steuer zu sparen und sich somit davor zu schützen, viel Geld an den Staat zu zahlen.

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