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Statistisches Bundesamt

Statistisches-BundesamtSich über den eigenen Unternehmensbereich direkt oder indirekt betreffende Sachzusammenhänge und Entwicklungen zu informieren, gehört zu den Notwendigkeiten, die mit der Führung eines Unternehmens verbunden sind. Neben Pressepublikationen, Fachliteratur und periodischen Publikationen von Fachverbänden sind die vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen amtlichen Veröffentlichungen von herausragender Bedeutung für die Informationsbeschaffung. Als Abkürzung für „Statistisches Bundesamt“ ist das Kürzel „Destatis“ üblich.

Statistisches Bundesamt: Ziel und Aufgaben

Das Statistische Bundesamt hat durch das „Gesetz über die Statistik zu Bundeszwecken“ den gesetzlichen Auftrag, Bürgern sowie öffentlich-rechtlichen und privaten juristischen Personen objektive und unabhängige, auf hohem fachlichen Niveau erfasste und aufbereitete statistische Informationen zu bieten. Diese sich räumlich vor allem auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beziehenden Informationen umfassen nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Neben Angaben zur Geographie, zur Demographie und zum Rechtswesen erstellt das Bundesamt unter anderem Statistiken zum Arbeitsmarkt, zu wirtschaftlichen Entwicklungen aller Bereiche, zur Umwelt, zum Sozialleistungs- und Gesundheitssektor sowie zum Verkehrs- und Finanzwesen.
Damit sollen die Willensbildung im demokratisch-politischen Diskurs sowie die Entscheidungsprozesse in der Wirtschaft durch Bereitstellung objektiver Daten unterstützt werden.
Als Statistisches Bundesamt ist die Wiesbadener Behörde auch für Koordinierung und Kooperation im Verhältnis zu den 14 deutschen Landesämtern für Statistik sowie zu Eurostat, der Statistik-Behörde auf EU-Ebene, zuständig.

Bundesamt im Behördenaufbau

Das zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörende Bundesamt ist eine etwa 2500 Mitarbeiter beschäftigende Bundesoberbehörde mit Sitz in Wiesbaden (1900 Mitarbeiter). In der Bundesstadt Bonn unterhält das Amt eine Zweigstelle mit ungefähr 600 Mitarbeitern. In Berlin wurde 1999 eine „i-Punkt“ genannte, mit ungefähr 25 Mitarbeitern besetzte Außenstelle eingerichtet, dessen Aufgabe insbesondere die Versorgung der Bundesregierung, des Bundestages und der ausländischen Vertretungen sowie der in Berlin ansässigen Wirtschafts- und Wissenschaftsverbände mit statistischem Material ist.
Als Präsident steht seit 2008 der Volkswirt Roderich Engeler (geb. 1950, CDU) an der Spitze der Oberbehörde Statistisches Bundesamt. Der Präsident fungiert außer als Behördenleiter auch als Bundeswahlleiter.

Geschichte der Behörde

Das heutige Amt geht historisch auf Vorläuferorganisationen in deutschen Staaten am Anfang des 19. Jahrhunderts zurück („Statistik-Bureaus“). Auf Reichsebene entstanden 1872 beziehungsweise 1918 das „Kaiserliche Statistische Amt“ beziehungsweise das dem Reichsfinanzminister unterstellte „Statistische Reichsamt“. 1948 wurde auf Betreiben der Besatzungsmächte in Wiesbaden, dem Verwaltungshauptsitz der britisch-amerikanischen Bizone, das „Statistische Amt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes“ gebildet, das kurz nach Gründung der Bundesrepublik (1949) am 1. April 1950 in „Statistisches Bundesamt“ umbenannt wurde.

Amtliche Publikationen und deren Nutzungsmöglichkeiten

Zu den wichtigsten Publikationen des Amtes gehört das „Statistische Jahrbuch“, in dem seit 1880/81 mit Unterbrechungen alljährlich statistische Grunddaten veröffentlicht wurden und werden. Für den Wirtschaftsbereich von besonderer Bedeutung ist die seit 1949 monatlich herausgegebene Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ (Wista). Neben einem statistischen Tabellenteil zu ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklungen bietet die „Wista“ in einem Textteil wissenschaftliche Darstellungen zu den Statistiken, Nachrichten und kommentierende Beiträge. Sowohl „Jahrbuch“ als auch „Wista“ stehen in Printform und als Download-Format zur Verfügung. Das Bundesamt stellt Downloads dieser Publikationen als PDF-Dateien kostenlos ins Netz. Das gilt auch für die die „Wista“ ergänzenden und aktualisierenden „Statistischen Wochenberichte“.
Interessant sind ferner die zu Spezialgebieten erscheinenden Publikationen der Fachreihe „Statistik und Wissenschaft“ sowie das Web-Magazin des Amtes „STATmagazin“.

Die private und gewerbliche Verwendung von Daten des Statistischen Bundesamtes ist seit 2006, mit einigen wenigen, besonders gekennzeichneten Ausnahmen, von Lizenz- und Nutzungsgebühren befreit. Es besteht bei Verwendung von Destatis-Daten lediglich das Erfordernis eines auf die Quelle „Statistisches Bundesamt“ hinweisenden Zitier-Vermerks.