Start Gründer Vorstellungen Malzit der Brotaufstrich aus Malz mit Bierwürze

Malzit der Brotaufstrich aus Malz mit Bierwürze

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Malzit Gründerin Stefanie Tomljanovic
Malzit Gründerin Stefanie Tomljanovic tritt bei DHDL auf. - Bild: (C) Malzit

Aus der Not heraus hat Stefanie Tomljanovic (56) die Firma Malzit gegründet und möchte nun weiter wachsen. Malzit stellt Marmeladen her, deren Grundstoff aus der Bierproduktion kommt. Im Jahr 2004 gründete die Arnsteinerin die Manufaktur Malzit, nachdem die Schlosserei ihres Mannes finanzielle Probleme bekam und Leute entlassen musste, da einige Großaufträge nicht bezahlt wurden. Somit war auch für die gelernte Bankkauffrau nicht mehr genügend Arbeit vorhanden. „Ich bin halt so ein Typ, der immer etwas zu tun haben muss. Ich dachte dann, du machst dich selbstständig und kochst Gelee.“ Ganz zu Beginn startete die sympathische Gründerin mit Fruchtgelees, doch nach nur wenigen Monaten hatte sie die Idee sich komplett vom Markt abzuheben.

Was ist Malzit?

Die Gelees von Malzit unterscheiden sich von anderen, am Markt erhältlichen Marmeladen. „Gelees gibt es viele, doch meine sollten anders sein, als alle anderen. Deshalb suchte ich nach einer Grundzutat, die unüblicher nicht sein könnte. Ich mag das Dunkle, malzige, Süße am Bier. Das war eigentlich dann auch der Anlass zu probieren, was man aus den Grundstoffen der Bierproduktion machen kann.“

Die 56 Jährige probierte und experimentierte herum, bis letztendlich ein Brotaufstrich auf Malzbasis mit Bierwürze, aber ohne Alkohol entstanden ist.

„Die Leute sagen, dass Malzit anders schmeckt, als herkömmliche Produkte, sie man sich auf das Brot schmiert.“

Der Malzit Brotaufstrich dunkel kommt sehr gut an.
Der Malzit Brotaufstrich dunkel kommt sehr gut an. – Bild (C) Malzit

Wie entstand die Idee zu Malzit?

Die Gründerin bekam eine Wein-Gelee geschenkt, die nicht ganz ihre Geschmacksnerven getroffen hat, besser gesagt, sie schmeckte ihr überhaupt nicht. Steffi dachte sie, was mit Wein geht, geht vielleicht auch mit Bier und schmeckt vielleicht sogar viel besser.

11 Jahre harte Arbeit und rund 100.000 Euro hat die Gründerin bisher in Malzit investiert.

Die ersten Anlaufstellen waren Wochenmärkte und kleinere Läden, wie Bäckereien oder Fleischereien in der Gegend von Arnstein, die der Gründerin angeboten hatten, ihre Gläser dort zu verkaufen. Anschließend ist sie dann auch zu Veranstaltungen und Märkten gefahren und hat die Leute verkosten lassen. „Das Feedback war gut, sonst hätte ich nicht weitergemacht.“

Die Produkte „hell“ und „dunkel“ wurden auf 2 internationalen Messen sehr gut angenommen, aber es hat immer das Geld gefehlt, um etwas vorzufinanzieren, oder um die Produkte auch zu bewerben.

„Also ich hab viele Jahre probiert, hab mich an jedem Strohhalm festgehalten, hab Partner gesucht in allen Branchen, die man sich so denken kann, hab mich an vielen Sachen auch festgehalten, aber nichts hat funktioniert“, so die Gründerin von Malzit.

Zu den Zahlen:

Malzit ist marktfertig und wartet nur noch darauf entsprechend vermarktet zu werden. Derzeit gibt es 11 verschiedene Geschmacksrichtungen. Derzeit werden 20.000 Gläser pro Jahr verkauft, was natürlich nur eine sehr kleine Menge ist.

Um den Verkauf richtig ankurbeln zu können, benötigt die Gründerin von Malzit ein Investment. Von den Löwen wünscht sie sich 40.000 Euro und ist bereit dafür 30 % ihrer Anteile abzugeben.

Ein Glas kostet derzeit im Handel zwischen 2,30 Euro und 2,95 Euro, die Selbstkosten ohne Vertrieb liegen bei 1,32 Euro.

Mit dem Geld der Löwen möchte Stefanie endlich in Marketing investieren können. Denn sie hat ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Malzit ist mit einem Verfahrenspatent geschützt. Somit kann niemand sonst auf die gleiche Weise ein ähnliches Produkt herstellen.

Derzeit werden an 2 Tagen in der Woche 200 Gläser gekocht in einer gewerblichen Küche gekocht. 400 Gläser pro Tag wären unter den momentanen Bedingungen drin.

Die Produktion in einem großen Unternehmen vornehmen zu lassen, gestaltete sich bislang als nicht möglich, weil die Kosten für den Reinigungsaufwand zu hoch waren. In herkömmlichen Marmeladen dürfen keine Getreideanteile vorhanden sein, weil sie zu Unverträglichkeiten führen können, bei Personen die Allergien haben. In Malzit sind allerdings Getreideanteile enthalten.

Ob es zu einem Deal mit einem der Löwen kommen wird, sehen wir am 13.09.2016 ab 20:15 Uhr bei VOX in „Die Höhle der Löwen.“

Hier können Sie die Produkte von Malzit kaufen:

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