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Betriebsergebnis

BetriebsergebnisDas Betriebsergebnis entsteht durch die Gegenüberstellung von Betriebskosten und den betrieblichen Leistungen einer Abrechnungsperiode. Das Betriebsergebnis kann in der Form eines Zeitblatts für die Kostenträger erstellt werden. Auf diesem Blatt werden die Istkosten, die tatsächlich angefallenen Gesamtkosten, als auch die Plankosten aus der Kalkulation den Betriebsergebnissen gegenübergestellt.
Die Gegemüberstellung der kalkulierten Kosten und der Umsatzerlöse ergeben das Umsatzergebnis. Diese Ergebnis stellt aber nicht den Gewinn eines Unternehmens dar.

Das Kostenträgerzeitblatt sollte folgende Kostenstellen enthalten:

Die Bestandsänderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die Bestandsmehrungen werden mit den Betriebserträgen zusammengezählt und von den Gesamtkosten der Leistungserstellung abgezogen. Die Bestandsminderungen werden von den Betriebserträgen abgezogen und zu den Gesamtkosten der Leistungserstellung dazu gezählt. Darüber hinaus müssen die Abweichungen zwischen den kalkulierten Kosten und den Istkosten ermittelt werden. Sind die kalkulierten Kosten größer als die Istkosten so spricht man von einer Überdeckung. Sind sie kleiner als die Istkosten so spricht man von einer Unterdeckung. Der Saldo der Unter- und Überdeckungen weist die Differenz zwischen dem Umsatzergebnis und dem Betriebsergebnis aus. Merke: Umsatz ist noch kein Gewinn!

Die Wertschöpfung hingegen entspricht dem Einkommen der Personen (Unternehmer, Mitarbeiter und Kapitalgeber), die sie durch Arbeit erreicht haben. Da der Anteil der Kapitalgeber festliegt, sind vor allem die Arbeitnehmer und die Geschäftsführer an der Steigerung des Anteils an der Wertschöpfung interessiert. Will man die Wirtschaftlichkeit der Leistungserstellung eines Betriebs deutlich machen, so muss man eine Rechnung für das Betriebsergebnis aufstellen. Sie kann aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Betriebs erstellt werden, wenn die kalkulatorischen Kosten bekannt sind.

Man verfährt dann folgendermaßen:

  • Die neutralen Aufwendungen und Erträge werden ausgeliefert.
  • Bilanzmäßige Abschreibungen, gezahlte Zinsen und eingetragene Wagnisverluste werden durch die kalkulatorischen Kosten ersetzt.

Der Saldo aus dieser umgeformten Rechnung stellt das Betriebsergebnis dar. Aus dem Betriebsergebnis lässt sich ein Unternehmen in einer Zeitperiode bewerten.

Die Bewertung berücksichtigt zusätzlich noch die Vermehrung oder die Verminderung des Vermögens des Betriebs. Deshalb wirkt sich der Wertansatz für die einzelnen Vermögensteile unmittelbar auf das ausgewiesene Ergebnis aus. Man unterscheidet den Anschaffungswert und den Gebrauchswert von Gütern. Jeder kennt das, der bereits einmal einen Neuwagen gekauft hat. Als ein paar Jahre alter Gebrauchtwagen ist er nur noch einen Bruchteil des Kaufpreis wert.
Die Kostenstellenrechnung eines Betriebs erfolgt deshalb außerhalb der Buchführung im Betriebsabrechnungsbogen (BAB).

Dabei wird so verfahren:

  • Die Gemeinkosten werden auf die Kostenstellen umgelegt.
  • Die Summen der Hilfsstellen werden mit den Hauptstellen verrechnet.
  • Die Gemeinkostenzuschläge für die Kostenträgerrechnung werden ermittelt.
  • Die Betriebskennzahlen werden statisch errechnet.

Der BAB ist ein Formblatt der Betriebsabrechnung, in das in vertikaler Anordnung Art und Höhe der einzelnen Kosten und in horizontaler Gliederung die einzelnen Kostenstellen aufgenommen werden. Man unterscheidet den einstufigen BAB, das sind nur die Hauptkostenstellen und den mehrstufigen BAB, er enthält zusätzlich die Hilfkostenstellen. So lässt sich das Betriebsergebnis schnell ermitteln.