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Buchempfehlung: Recht im Social Web

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Recht im Social Web

Christian Solmecke und Jakob Wahlers haben mit ihrem neuesten Werk „Recht im Social Web“ eine ganze Reihe nützliche Hinweise dauerhaft hinterlegt. Dabei verzichten sie auf allzu juristisch formulierte Sätze. Ganz im Gegenteil – sie zeigen für jedermann verständlich die Komplexität des Netzes. Die beiden Autoren machen einmal mehr deutlich, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Zudem wird in diesem Buch deutlich, dass der Gesetzgeber für viele Bereiche noch keine richtigen Lösungen gefunden hat und im Prinzip immer hinterher hinkt. Die wichtigste Erkenntnis dürfte allerdings für Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen interessant sein: Man muss sich nicht alles gefallen lassen!

Offline vs. Online

Viele Nutzer denken, dass im Internet viel mehr möglich ist als in der realen Welt. Schließlich hat man ein sicheres und angenehm anonymes Gefühl beim Surfen. Also fühlen sich viele dazu berufen sich online anders als offline zu verhalten. Sie geben gedankenlos schlechte Bewertungen mit einer integrierten Beleidigung ab, pöbeln und verunglimpfen andere und begehen Straftaten bis hin zur Verleumdung – bis sie auf Christian Solmecke treffen! Der erfahrene Anwalt hat sich auf das nach wie vor komplizierte Internetrecht spezialisiert und vertritt mit seiner Kanzlei sogar prominente Mandanten, deren Ruf verunglimpft wurde. In einigen Fällen kann die Existenz bedroht sein, deshalb muss man, wie im wahren Leben auch, unbedingt dagegen vorgehen. Man kann sich im Internet nicht wahl- und zügellos verhalten, weil es eben kein rechtsfreier Raum ist.

Rechtsverletzungen mit Folgen

Und genau das arbeiten Christian Solmecke und Jakob Wahlers ganz klar heraus. Es fängt an beim 1×1 für Unternehmer, dem unerlässlichen Impressum. In einfach dargestellten Erklärungen und anschaulichen Übersichten überzeugen die beiden Autoren mit leicht verständlicher „Rechtskost“, ohne sich zu sehr im Juristen-Deutsch zu verfangen. Selbst der kleine Einzelunternehmer muss sich an Gesetze halten, die er eigentlich gar nicht umsetzen kann. Zudem gibt es im Online Handel stetig zumindest fragwürdige Änderungen, zuletzt im Juni 2014. Alles in allem ist das Internetrecht ein heißes Eisen, das beinahe täglich neu geschmiedet wird. Das Buch „Recht im Social Web“ von Christian Solmecke und Jakob Wahlers hilft diesen ganzen Wahnsinn in ein klares Konstrukt zu packen. Es werden aber nicht nur wichtige Fakten nach aktuellem Recht für Unternehmer behandelt. Auch jede Privatperson wird sich nach diesem Buch zumindest etwas umstellen, wenn es um den Umgang mit den eigenen Daten geht. Denn Datenschutz sollte eigentlich groß beschrieben werden, auch im Internet. Doch viele soziale Netzwerke, die ihren Sitz im Ausland haben, halten von Datenschutz genauso viel wie von kurzen und übersichtlichen AGBs. Wie man diese besser „lesen“ kann, behandeln die erfahrenen Experten in ihrem Buch, das nicht unbedingt nur die Mißstände aufdeckt. Es wird auch ganz deutlich, warum gerade im Internet klare und eindeutige Regeln sinnvoll sind. Denn unliebsame Abmahnungen entstehen oft nur durch Unwissenheit – doch die schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe!

Fazit

Allein der interessante Einblick in die sonderbare virtuelle Welt ist es wert dieses Buch von Christian Solmecke und Jakob Wahlers zu lesen. Sowohl Laien als auch Experten mit Vorbelastung werden hier ihre Schlüsse ziehen und das Gelesene beim nächsten Auftritt im Netz anwenden – man kann es ihnen wirklich nur wünschen! Aus unserer Sicht gehört dieses Buch zweifelsohne in jedes Unternehmen, das auch nur ansatzweise mit dem Internet zu tun hat.

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