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Crossmedia

CrossmediaDer Begriff „Crossmedia“ ist eine substanzielle Größe der modernen Kommunikationsgesellschaft. Ursprünglich bezeichnete er die technische Möglichkeit, Daten so aufzubereiten, dass sie über verschiedene Medien abgerufen, bearbeitet und in verschiedene Formate überführt werden können. Daraus hat sich die allgemeine Anwendung im Web 2.0 entwickelt, wie sie beispielsweise für den Informationsaustausch über Facebook, Youtube oder Mobile Web üblich ist. Die Vielzahl der Möglichkeiten, identische Inhalte in verschiedenen Formaten zu produzieren, in allen Kanälen zu verteilen, ihre Vernetzung zu fördern und auf einen definierten Rückkanal zu lenken, ist mittlerweile kaum noch zu überschauen.
Die Wirtschaft hat sehr schnell erkannt, dass sie mit Crossmedia das scheinbare Zerfallen der Marktkommunikation in elektronische, mediale und traditionelle Kanäle überwinden und dazu noch in eine neue Dimension führen kann. Crossmedia ist die technische Pauschallösung für das Prinzip der integrierten Kommunikation.

Crossmedia und integrierte Kommunikation

Im übersättigten Markt des ausgehenden Industriezeitalters lassen sich Produkte und Dienstleistungen nur noch als Markenpersönlichkeit wirkungsvoll darstellen. Das Marketing hat schon in den 1980er Jahren damit begonnen, seine Aktivitäten allumfassend und strategisch zu planen, Image und Angebot zielgerichtet auf definierte Kundengruppen auszurichten und ein geschlossenes Kommunikationssystem zu entwickeln, das in jedem Bereich schnell wieder zu erkennen ist (Marketing-Mix). Die elektronische Dimension von Crossmedia hat diesem Prinzip zu einer neuen, ungeahnten Schlagkraft verholfen. Identischer Inhalt kann in verschiedenen Formaten publiziert und in allen Zielmedien eingesetzt werden. Gleichzeitig können Verkauf und Vertrieb online und offline konzentriert und die Kunden per Vernetzung dorthin geführt werden.
„Crossmedia Marketing“ oder „Multi Channel Marketing“ ist so zur dominierende Form des modernen Marketing geworden. Dabei ist die bloße Werbung auf verschiedenen Kanälen noch längst keine integrierte Kommunikation. Erst wenn sich der gleichzeitige Einsatz einer Marketingbotschaft im Print-, Medien- und elektronischen Bereich synergetisch ergänzt, wird von Crossmedia Marketing gesprochen. Denn dann erhöhen sich die Reichweite, die Zielgruppen, die Häufigkeit der Kontakte und die Intensität der Wahrnehmung – also alle Voraussetzungen für einen gesteigerten Umsatz.

Crossmedia für Existenzgründer

Obwohl sich Crossmedia als komplexes System darstellt, dessen Realisierung allgemein nur einer professionellen Marketingagentur oder -abteilung von Unternehmen zugetraut wird, ist es auch für Neugründungen im kleinem Format leicht anwendbar. Es ist geradezu notwendig, damit sich neue Anbieter schnell am Markt etablieren können.
Ausgangspunkt der Überlegungen ist das eigene Angebot und die dafür in Frage kommenden Zielgruppen. Das Marketing richtet sich auf die Kanäle, in denen sich die potenziellen Kunden bevorzugt aufhalten. Die erforderlichen Daten dazu stellt jedes Medium zur Verfügung. Wichtig ist, dass Online- und Offline-Marketing in der richtigen Gewichtung ausgelegt werden.
Wer Trendprodukte oder spezielle Angebote für jüngere Altersgruppen im Programm hat, wird den Schwerpunkt auf das Internet legen und möglichst von seinem Standort auch einen Versandhandel organisieren.
Regional begrenzte Dienst- oder Handwerksleistungen oder Angebote für ältere Zielgruppen dürfen trotzdem nicht auf das Web verzichten, denn es ist die Informationsquelle Nr. 1. Was hier nicht vertreten ist, existiert faktisch nicht. Im übrigen muss sich der Anbieter um eine verstärkte Präsenz an den Orten bemühen, die den besten Öffentlichkeitswert seines Einzugsgebietes aufweisen. Das sind in der Regel stark frequentiert urbane Räume, Einkaufzentren und größere Events. Dazu kommen die regionale Presse, TV- und Rundfunkstationen sowie Multiplikatoren wie Verbände oder Kooperationspartner.
Auch wenn Existenzgründer erst einmal nur begrenzt im Crossmedia aktiv werden können, so ist die grundlegende Ausrichtung darauf in jedem Fall strategisch richtig und kann parallel zur Entwicklung des Unternehmens ausgebaut werden.

Crossmedia Mittel

Um die Kunden auf die zentrale Anlaufstelle eines Unternehmens zu lenken, gibt es mittlerweile mehrere Standards. Das Wichtigste ist, auf jedem Printprodukt neben dem Standort und den telefonischen Kontaktdaten auch die Webadresse anzugeben. Im Zeitalter von Mobile Marketing gewinnt der QR-Code auf Plakaten, Zeitschriften oder Flyern ständig an Bedeutung: per Handykamera können Kunden so die kodierte Abbildung einer Webadresse, URL, SMS, vCard oder eines WLAN-Zugangs in einer Sekunde aufnehmen und nutzen.
Erfolgreich ist auch die inhaltliche Verbindung zwischen den Kanälen. So können Gewinnspiele in Printmedien dargestellt und per Web interaktiv gestaltet werden. Im Gegenzug können Aufrufe in Social-Media-Plattformen, die sich viral verbreiten, zu einem immensen Publikumsandrang am angegebenen Ort führen.