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Entrepreneurship

EntrepreneurshipDer Begriff Entrepreneurship – deutsch Unternehmertum – beschäftigt sich als Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften mit dem Gründungsgeschehen und den Unternehmern. Dabei ist unter Entrepreneurship mehr als eine einfache Existenzgründung zu verstehen. Entrepreneurship schließt Kreativität durch das Identifizieren von Chancen am Markt, das Kreieren von neuen Geschäftsideen und deren Umsetzung im Rahmen neuer Geschäftsmodelle mit ein. Sie muss nicht zwingend mit dem Eigentümer des Unternehmens verbunden sein. Sie ist auch innerhalb existierender Unternehmen von kreativen Mitarbeitern praktizierbar.

Gründer, die keine innovative Geschäftsidee haben und auch keine Mitarbeiter beschäftigen, sind keine Entrepreneure. Sie werden in Deutschland als Existenzgründer beziehungsweise Neugründer bezeichnet.

Zur Begriffshistorie – Entrepreneurship

Eine allgemeingültige Definition existiert nicht. Es existieren weder allgemein anerkannte Modelle oder einheitlich Theorien zu diesem Thema. Es gibt lediglich vielfältige Theorieansätze, mit deren Hilfe der Erfolg oder Misserfolg von Unternehmensgründungen erklärbar ist.

Erste Untersuchungen zu Entrepreneurship reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert. Bei der Entwicklung der großen Kapitalgesellschaften im 19. und 20. Jahrhundert wurde Entrepreneurship eher vernachlässigt. Erst seit gut 30 Jahren widmet sich auch die Wissenschaft wieder dieser Thematik.

Nach Schumpeter ist ein Unternehmer eine Person, die willens und fähig ist, neue Ideen in Form von erfolgreichen Innovationen in die Tat umzusetzen. Entrepreneurship bedeutet aber nicht, ein Erfinder zu sein. Entrepreneurship bezeichnet Innovationen sowie deren Umsetzung und Durchsetzung. Im Rahmen von Entrepreneurship lassen sich alte Strukturen aufbrechen und neue Strukturen schaffen, um damit ein langfristiges Wirtschaftswachstum zu sichern. Seit den wissenschaftlichen Arbeiten von Schumpeter zu diesem Thema trennt man in der Betriebswirtschaftslehre die Kompetenzen und Handlungslogiken von Managern und Unternehmern. Dementsprechend unterscheidet sich auch heute die Rolle eines Eigentümers von der eines Entrepreneurs. Im Rahmen von Entrepreneurship geht es um innovative Gründer von Unternehmen, die nicht zwangsläufig über entsprechendes Kapital verfügen müssen. Heute kann ein Entrepreneur auch ohne große Eigenkapitalausstattung die am Markt vorhandenen Ressourcen kreativ nutzen, diverse Leistungsangebote kombinieren und dadurch seine Kosten senken.

Varianten von Entrepreneurship

Entrepreneurship ist eng verbunden mit der Bereitschaft zur Übernahme von Risiken. Entrepreneurs zeichnen sich dadurch aus, dass die bereit sind, für ihre Idee ihre Karriere und ihre finanzielle Absicherung zu riskieren, und viel Zeit und Geld für die Verwirklichung ihrer Ideen aufzuwenden.

Eine andere Interpretation ist dabei die Betrachtung des Prozesses. Hier geht es um die Entdeckung, die Evaluierung und die Ausnutzung von Möglichkeiten, die sich letztlich in einer Unternehmensgründung wiederfinden. Bei dieser Interpretation geht es in erster Linie um kognitive Fähigkeiten des Gründers, der vorhandene Ressourcen entdeckt und für sich nutzt.

Heute spielt das Internet im Rahmen von Entrepreneurship eine gewaltige Rolle. Besonders in der jüngeren Vergangenheit treten unter dem Einfluss des Internets und der damit verbundenen ökonomischen Prozesse neue Geschäftsmodelle in den Focus, die Ressourcen erschließen.

Die Entrepreneurship-Forschung

In die Forschung zu diesem Thema fließen seit den Achtziger Jahren erhebliche Mittel. Es sind viele Publikationen erschienen, die sich mit Themen aus dem Bereich Entrepreneurship auseinandersetzen. An den Universitäten gibt es Lehrstühle und Professuren, die sich mit dem Phänomen beschäftigen. Aktuell ist die Forschung in verschiedene Teildisziplinen wie Social und Sustainable Entrepreneurship, Corporate Entrepreneurship oder Regional Entrepreneurship unterteilt. Neuere Studien widmen sich nicht mehr nur dem männlichen Geschlecht. Statistiken zufolge hat das Unternehmertum auch bei Frauen deutlich zugenommen.

Die Forschung an den Universitäten untersucht dabei das unternehmerische Handeln, das sich aus vier Komponenten zusammensetzt. Dabei geht es um das Entdecken von Chancen und deren Umsetzung. Das Durchsetzen von neuen Geschäftsideen in Form neuer Geschäftsmodelle, das Erschließen von Ressourcen und um Risikobereitschaft.