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Monopol

MonopolDas Wort Monopol kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „allein verkaufen“. Diese Bedeutung beschreibt auch die heutige Begrifflichkeit des Monopoles noch sehr genau. Ein Monopol beschreibt nämlich die alleinige Marktherrschaft eines Anbieters. Dabei ist dieser Anbieter nicht nur der einzige Anbieter eines Gutes, sondern kann also auch frei über den Preis jenes Gutes bestimmen. Monopole werden in der Wirtschaft oft als gefährlich bzw. schädlich angesehen, da sie den Markt zerstören und wenig Platz für andere Bewerber lassen. Warum dies genau der Fall ist, wird nun im folgenden erläutert.

Selbst Adam Smith sah Monopole als gefährlich an

Monopole sind wirtschaftliche Konstrukts, die es seit Anbeginn der Menschheit gibt und des Handels zwischen verschiedenen Instanzen gibt. Wann immer ein Akteur des Marktes eine herausragende, fast schon dominierende, Position besitzt liegt das Wort Monopol nahe und wird auch so gebraucht. Eigentlich beschreibt es aber den ultimativen Zustand einer perfekten Marktposition, ohne Gegenbewerber. Monopole können deshalb eine enorme Gefahr bergen, wie auch schon Adam Smith in seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ feststellte. Denn selbst der größte Vordenker der freien Marktwirtschaft, also eigentlich eine Marktwirtschaft in der Monopole erlaubt sein sollten, stellte fest, dass diese eine enorme Gefahr bergen. Als Lösung für dieses Problem sah er es als unumgänglich an, dass der Staat zumindest in diesem Punkt eingreift und die sonst so ungewollten wirtschaftlichen Regulationen einführt.

Monopole als Jackpot für Unternehmer

Diese Ansicht Smiths ist bis heute, selbst in den liberalsten Marktwirtschaften, noch das dominierende Bild unter den Wirtschaftstheoretikern. Dass ein Monopol tatsächlich der gesamtwirtschaftlichen Lage eher schadet als hilft, erklärt sich durch genauere Betrachtung von selbst. Dadurch, dass ein Unternehmen eine so dominierende Marktstellung hat, kann es die ganze Intelligenz und das Kapital rund um ein Produkt akkumulieren. Deshalb wird es für kleinere Unternehmen, oder gerade für Start-Ups, schwer sich in den Markt zu integrieren. Die vielzitierte Nische für einen Markt existiert dann nämlich nicht mehr. Deshalb haben gerade Existenzgründer, die in eine Branche ohne monopolähnliche Verhältnisse hineinstreben, größere Chance. So wäre es z.B. nur mit enormen finanziellen Aufwand möglich, in den Briefmarkt zu kommen, da die Post dort ein Quasi-Monopol hält. Die ist übrigens eines der Gründe, warum die Post privatisiert wurde. Denn der Staat sah hier Potenzial für eine Liberalisierung und einen aufkeimenden Wettbewerb, der dem Kunden hilft und zudem eine gesteigerte Qualität ermöglicht.

Das Bundeskartellamt als Spielverderber

Die Monopolsituation selbst ist jedoch das, wonach jeder Unternehmer strebt. Natürlich muss man seine absolute Marktstellung gut verschleiern, da sonst das Bundeskartellamt einschreiten kann. Möglich ist jedoch ein Quasi-Monopol, das vom Bundeskartellamt geduldet wird. Dieses Quasi-Monopol stellt die bestmögliche Marktlage für einen Unternehmer dar, da es eine Gewinnoptimierung verspricht. Man sieht also, dass es auf der anderen Seite des Monopols, nämlich der mächtigen mit der akkumulierten Macht durchaus angenehm ist und die großen Firmen gerne einiges tun um diesen Zustand zu behalten. Der große Gegenspieler jedoch, ist das bereits angesprochene Bundeskartellamt. Dieses Amt ist eines der Herzstücke aller Länder mit marktwirtschaftlicher Ausrichtung. Denn trotz aller Annehmlichkeiten für den Überlegenen ist und bleibt ein Monopol gefährlich für eine Marktwirtschaft. Deshalb ist es wichtig, dass dieses Amt über die Geschehnisse wacht und gegebenenfalls eingreift.