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Notenbank

NotenbankDas System der Banken in den verschiedenen Ländern wird natürlich auch von einer zentralen Stelle beaufsichtigt und unterstützt. Unter dem Begriff Zentralbank oder Notenbank werden die staatlichen Institute geführt, die für die Maßgaben des Geldverkehrs im eigenen Land zuständig sind. Mit den gesetzlichen Vorgaben der Staaten wird so zum Beispiel mit der Hilfe der Geld- und Zinspolitik dafür gesorgt, dass sich die Banken immer frisches Geld leihen können. Da hier die Zinsen direkt von der Notenbank vorgegeben werden, kann eine Zinsveränderung somit auch zu besseren oder schlechteren Konditionen für die Aufnahme von Darlehen führen. Das macht sie auch von Unternehmen so interessant.

Die Aufgabe der Notenbank im Geldsystem

Die Lage der Notenbanken hat sich mit der Einführung des Euro in den verschiedenen europäischen Ländern geändert. Künftig gab es nicht mehr in jedem Land eine eigene Notenbank, die sich um den Geldverkehr kümmert, sondern eine zentrale europäische Bank, die alle Belange rund um den Euro in die Kompetenzen gelegt bekam. Heute ist die EZB die wichtigste Zentral- und Notenbank in Europa und hat einen direkten Einfluss auf die Geld- und Zinspolitik in den teilnehmenden Ländern. Sie steht unter der Kontrolle der EU, ist aber in ihren Entscheidungen vollkommen unabhängig von der Politik und den Entscheidungen aus Brüssel. Mit der Notenbank wird aber vor allem das Geldsystem in einem Land unterstützt. Unternehmen wie Existenzgründer sind davon abhängig, welche Art von Zinsen es für das Darlehen bei der Bank gibt oder wo die entsprechenden Konditionen bei einem Darlehen liegen können. Die Notenbank legt nämlich den Leitzins fest, an dem, wenn auch mit einiger Verzögerung, die Zinsen bei den Banken festgelegt werden. In schwierigen Zeiten gibt es niedrige Zinsen, diese Schraube kann aber sehr schnell wieder angezogen werden. Was gibt es noch für Aufgaben bei der Notenbank?

  • Auch die Aufsicht über die Finanzmärkte liegt in der Regel in der Notenbank. In Ländern ohne gemeinsame Währung, ist sie zudem ganz alleine für den Druck der Banknoten in einem Land verantwortlich. Daher der ursprüngliche Begriff der Zentralbank.
  • Auch die Reserven der Währungen sind in der Regel bei der Notenbank zu finden. Sie haben die Möglichkeit, im Falle von verschiedenen Zuständen in der Wirtschaft Geld dem Kreislauf zu entziehen oder mehr hineinzubringen.
  • Zuletzt lagern sie die Einlagen der normalen Banken und geben außerdem Kredite an die Sparkassen und Banken in Deutschland aus. Daher haben sie auch einen Einfluss auf die Zinspolitik und somit auf die Kosten für Darlehen.

Das sind nur die drei wichtigsten Aufgaben der Notenbank. Für einen Existenzgründer oder Unternehmer ist es wichtig, die verschiedenen Aktivitäten zu beobachten, um zum Beispiel die perfekten Konditionen für einen Kredit zu erhalten.

Warum die Notenbank wichtig für die Zinsen ist

Die Funktionsweise der Einflüsse auf die Zinsen begründet sich in der Aufgabe, dass die Notenbank alle Banken in einer Währungszone mit den nötigen Krediten für die tägliche Arbeit versorgen muss. Natürlich hinterlassen die Banken auch eigene Einlagen – primär leihen sie sich aber Geld von der Notenbank und können diese im täglichen Umgang mit ihren Kunden und den Finanzmärkten für sich benutzen. Das bedeutet auch, dass die Darlehen und Kredite, die man sich von einer Bank holt, in der Regel aus dem Kapital der Notenbanken stammen. Es ist geliehenes Geld, das man sich mit dem Zinssatz der Notenbank geliehen hat und nun an die Kunden weitergibt. Das ist einer der Gründe, warum die Notenbank in der Regel einen direkten Einfluss auf die Kosten für den Dispo oder di Zinsen für einen Kredit hat. Ihre primäre Aufgabe ist aber die Kontrolle der Geldwirtschaft in einer bestimmten Währungszone.