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Plagiat

PlagiatDer Begriff Plagiat wurde in den letzten Jahren vor allem durch die vielen Mängel in wissenschaftlichen Arbeiten von berühmten Personen oder Politikern berühmt. Tatsächlich findet sich in Arbeiten mit Text in der Regel der häufigste Faktor von Plagiaten. Für Unternehmer ist aber eine Kopie einer Abschlussarbeit weit weniger ärgerlich als das, was als Produktplagiat bekannt geworden ist. Besonders durch die Arbeit der Chinesen ist es in den letzten Jahren bei vielen bekannten Marken zu Fälschungen oder echten Plagiaten von geschützten Produkten gekommen. Mehrere Milliarden Euro kostet das die Wirtschaft Jahr für Jahr.

Was ist ein typisches Plagiat?

In der Regel finden sich Plagiate, wie bereits angesprochen, in wissenschaftlichen Texten aller Art. Selbst Bücher werden oft plagiiert, wobei hier die Grenze zwischen Ideenklau und echtem Plagiat sehr schwammig ist. Bei dem Plagiat im Bereich der Produkte geht es meistens um direkte Kopien. Es kommt zum Beispiel nicht selten vor, dass verschiedene Markenprodukte in Hinblick auf das Design und die allgemeine Bau- bzw. Herstellungsweise kopiert werden. Besonders bei den Produktmessen gibt es hierbei dann entsprechende Vorkommnisse, in denen die Waren von anderen Firmen präsentiert werden und es recht deutlich wird, dass es sich dabei um ein Plagiat handelt. Da es aber verschiedene Bereiche gibt, in denen das Design sich grundlegend mit anderen ähneln kann, ist es nicht immer ganz ähnlich, ein Plagiat von einem guten Produkt aber einer eigenen Entwicklung unterscheidet. In der Türkei und in vielen anderen Ländern werden zum Beispiel schon seit Jahren Markenwaren von berühmten Herstellern aus dem Bereich der Mode kopiert und plagiiert – ein Punkt, an den sich die Händler inzwischen gewöhnt haben. Auch bei Trikots ist die Szene der Replicas sehr intensiv. Anders sieht es in den hochwertigen Entwicklungen aus, die mitunter auch noch durch Patente geschützt sind. Was sind die typischen Zeichen für ein Plagiat?

  • Es wird hoher Wert darauf gelegt, das bestehende Produktdesign zu kopieren und so dafür zu sorgen, dass eine Verwechslung mit Produkten von anderen Anbietern entstehen kann.
  • Mitunter werden bestehende Patente für Produktionen oder Herstellungsverfahren kopiert. Das kann, aufgrund der mangelnden Kenntnisse über das echte Patent, aber oft dazu führen, dass die Funktionsweise anders abläuft und somit keine Qualität gewährleistet werden kann.
  • Nicht zuletzt geht es auch darum, dass die Produkte der Plagiate zu günstigeren Preisen angeboten werden und somit eine Gefahr für den Markt der Originalprodukte darstellen.

Es sind weniger die Plagiate und die Verkäufe selbst, die für die eigentlichen Hersteller ein Ärgernis darstellen. In vielen Fällen geht es vor allem um die langfristigen Folgen von Plagiaten bei den eigenen Produkten.

Die Folgen der Plagiate von bekannten Waren

Die Verluste bei den möglichen Einnahmen sind natürlich eine Folge, die bei den zunehmenden Plagiaten beachtet werden müssen. Unternehmen können dadurch eine Menge Gewinn verlieren, wenn sich ein Plagiat auf dem eigenen Markt durchsetzt und einen entsprechenden Marktanteil gewinnt. Die wohl größte Folge der Plagiate ist aber der Verlust der Reputation von dem Unternehmen, das die Originale herstellt. Bei den meisten Plagiaten kann man davon ausgehen, dass sie die Qualität der Originale nicht einhalten können. Sowas zeigt sich besonders gut bei technischen Produkten, die oberflächlich wie die Originale aussehen mögen, im Kern aber eine erheblich schlechtere Technik verbaut haben. Gefährlich wird es dann, wenn in einem sensiblen Markt auf Plagiate gesetzt wird. Das kann schon bei Schrauben beginnen und endet bei Einzelteilen, die für die Sicherheit in bestimmten Bereichen verantwortlich sind. Der Verlust der Reputation wäre deutlich – und in jedem Fall wäre mit der Anschaffung von Plagiaten das Risiko verbunden, dass es am Ende zu Unfällen oder gar schlimmeren Situationen kommen kann.