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Qualitätskontrolle

QualitätsmanagementBei der Qualitätskontrolle überprüft man, inwieweit der Sollzustand mit dem Istzustand übereinstimmt bzw. mit welchen Maßnahmen die Qualitätsanforderungen erfüllt werden können.

Unterteilung der einzelnen Arbeitsschritte als Basis der Qualitätskontrolle – die Qualitätsplanung

Gedanklich wird durchgespielt, wie das Produkt beschaffen oder die angebotene Dienstleistung aussehen soll. Voraussetzung dafür ist, dass die Leistungen genau definiert sind. In der Gastronomie kann die zum Beispiel bedeuten, dass das dem Gast servierte Gericht aus stets den selben Zutaten mit der gleichen Tellerdekoration serviert wird. Im Rahmen der Qualitätskontrolle könnte dies fotografiert werden, damit das Endprodukt verglichen werden kann. In der Produktion für medizinische Produkte oder der Automobilindustrie ist wegen der potenziellen Gefahr darüber hinaus eine lückenlose Dokumentation erforderlich, in der alle qualitätssichernden Maßnahmen eingetragen werden.

Statische Qualitätssicherung

Die Parameter, im Rahmen dessen sich die Waren- oder Dienstleistungsendprodukte bewegen müssen, werden innerhalb der Vertragsparteien festgelegt. Für Wirtschaftstreuhänder wird dies innerhalb der Fachgruppe festgelegt, damit Kunden die Garantie haben, dass sich jeder konsultierte Berater im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen bewegt. Diese Zertifizierungen werden von Kontrollstellen intern überprüft, die auch mitteilen, wo eventuell Handlungsbedarf besteht. Nach Außen wird lediglich transportiert, ob das Mitglied die Mindestvoraussetzungen erfüllt. Diverse Gütesiegel zählen ebenfalls zur statischen Qualitätssicherung.

Dynamische Qualitätssicherung

Im Gegensatz zur statischen Qualitätssicherung liegt bei der dynamischen die Eigenverantwortlichkeit im Mittelpunkt. Um beim Beispiel der Gütesiegel im Lebensmittelbereich zu bleiben: Das EU-Bio Gütesiegel schreibt vor, dass 95% der Zutaten aus ökologischer Herkunft stammen müssen. Einem bestimmten Hersteller ist dies zu wenig und er legt für sich selbst fest, dass die Zutaten zu 100% aus ökologischer Herkunft stammen müssen.

Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 – Qualitätskontrolle für mehr Kundenvertrauen

Die Normenreihe liefert Grundsätze, wie Maßnahmen für die Qualitätskontrolle dokumentiert werden sollen. Das Ziel dabei war, dass auf internationaler Ebene Standards geschaffen werden, auf die sich die Konsumenten verlassen können. Jedes Produkt und jede Dienstleistung unterliegt anderen Anforderungen und ISO 9001 stellt die Mindestanforderungen dar, die ein Betrieb erfüllen muss, um beispielsweise behördlichen Auflagen zu erfüllen. Zu beachten ist dabei aber, dass diese Normen nicht zwingend sind. Man denke dabei an Spielzeughersteller aus Fernost, die europäisch festgelegte Standards hinsichtlich der Verwendung bedenklicher Inhaltsstoffe nicht erfüllen. Zum Verkauf zugelassen werden sie trotzdem. Ist ein Produkt nach ISO-Norm zertifiziert, kann man darauf vertrauen, dass Grenzwerte eingehalten werden.

Qualitätskotrolle von Anfang an – der Wareneingang

Die besten betriebsinternen Kontrollmaßnahmen sind obsolet, wenn das von Außen kommende Produkt fehlerbehaftet ist. Deshalb stell der Wareneingang die wichtigste Position in der Qualitätskontrolle dar. Am Beispiel eines Restaurants bedeutet dies Folgendes: In der Speisekarte wird ein zartes Filetsteak offeriert. Die Eingangskontrolle besteht hier aus der Überprüfung der Optik und der Temperatur. Wurde nämlich die Kühlkette unterbrochen, steigt die Keimbelastung, die wiederum zu Lebensmittelvergiftungen führen kann.
Verwendet eine Tischlerei mangelhaft gefertigte Schrauben, kann das Regal nicht passgenau montiert werden. Hat ein Steuerberater nicht alle bzw. mangelhafte Buchungsbelege, kann er mit der Bilanzierung nicht beginnen.

Die Qualitätskontrolle des Endproduktes – die Abnahmeprüfung

Jedes Produkt wird bei Verlassen des Betriebes – meist stichprobenartig – auf seine Qualität überprüft. Im Lebensmittelbereich oder bei medizinischen Produkten spielt die Keimbelastung eine Rolle. Das Produkt sollte im Rahmen der Qualitätskontrolle auf Herz und Nieren auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft sein. Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Kundenzufriedenheit wesentlich, sonder schützen den Betrieb auch vor enormen Folgekosten. Schließlich gilt eine gesetzliche Gewährleistungspflicht.

Eine wichtige Rolle spielt die Qualitätskontrolle übrigens bei Haftungsfällen, in denen die Beweislastumkehr gilt: Bringt man ein Produkt in den Verkehr, muss man beweisen, dass die nötige Sorgfalt eingehalten wurde. Mit einer lückenlosen Dokumentation wird dies erleichtert.