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RechtsformWer in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte, muss sich auch immer für eine Rechtsform entscheiden. Diese hat einen direkten Einfluss auf die Haftung, die Möglichkeit zur Geschäftsführung und natürlich auf das Vertrauen bei den Partnern und bei den Kunden. Die Rechtsform gibt dabei den gesetzlichen Rahmen vor, inwiefern eine Gesellschaft oder eine Firma agieren kann. Für Existenzgründer ist vor allem die Auswahl der passenden Form wichtig, da ein späterer Wechsel – also eine Umfirmierung – nicht selten mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Vor allem der Punkt der Haftung muss dabei genau beachtet werden.

Die Definition einer Rechtsform in Deutschland

Geht es um die Auswahl der richtigen Rechtsform, ist es fast immer eine Frage der Haftung. In Deutschland gibt es zum Beispiel den eingetragenen Kaufmann, der nicht wirklich als Rechtsform gesehen wird, aber bei vielen Einzelunternehmern der erste Schritt in eben diese Selbständigkeit ist. Redet man von einer Rechtsform, sind damit aber fast immer die normalen Firmen, also die GmbH, die AG, die KG und die OHG gemeint. Jede dieser Rechtsformen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile im direkten Vergleich und muss daher auch dafür genutzt werden, den eigenen Betrieb der Geschäfte so gut zu führen, wie es nun einmal geht. Bei einer Rechtsform ist es aber nicht nur wichtig, sich mit dem Bereich der Haftung zu beschäftigen. Dazu kommt auch noch, dass sich die Rechtsform entsprechend verschiedener Prozesse und Vorgänge im Unternehmen verändern kann. Die UG ist dabei ein gutes Beispiel – sie kann als GmbH mit geringem Kapital gegründet werden. Ist die Summe für eine normale GmbH erst einmal hinterlegt, erfolgt automatisch der Wechsel auf die GmbH, was neue Vorschriften aber auch neue Möglichkeiten mit sich bringt. Bei der Rechtsform darf auch nicht vergessen werden, dass nicht nur Unternehmen eine solche Form haben – auch Vereine und Körperschaften verfügen über eigene Normen, die nicht mehr unter das Privat- oder Handelsrecht fallen. Was ist eine typische Rechtsform in Deutschland?

  • Am beliebtesten ist in Deutschland die GmbH. Sie kann mit zwei Gesellschaftern und der Rücklage von 25.000 Euro gegründet werden und bietet wohl den besten Schutz im Fall einer Insolvenz. Die UG ist eine Form, ohne das Kapital die Möglichkeiten für das eigene Unternehmen zu kriegen.
  • Auch OHG und KG haben sich in den letzten Jahren wieder mehr etabliert. Besonders im Handwerk und bei kleineren kaufmännischen Betrieben sind diese Formen beliebt, da sie eine besondere Aufteilung der Rechte zwischen Inhaber und Gesellschaftern ermöglichen.
  • Wichtig ist der Unterschied zwischen Kapitalgesellschaft und einer Rechtsform, die aus dem privaten Recht kommt. Das öffentliche Recht ist gesondert und muss daher auch einzeln betrachtet werden.

Nicht nur in Deutschland ist die Rechtsform immer ein Thema. Besonders durch die vielen Möglichkeiten aus Übersee entsteht immer wieder eine Diskussion.

Internationale Rechtsformen im Einsatz in Deutschland

Immer wieder greifen in Deutschland Unternehmer zu den verschiedenen internationalen Endungen, die ganz unterschiedliche Rechte und Pflichten mit sich bringen. Allerdings hat es in den letzten Jahren verschiedene Probleme mit den Formen aus dem Ausland gegeben, was dazu geführt hat, dass zum Beispiel die Limited in Deutschland nicht mehr wirklich mit Vertrauen bei den Partnern und bei den Dienstleistern betrachtet wird. Möglichkeiten gibt es genug – auch aus Amerika. In Europa wird gerade an einer eigenen Form für die Unternehmen gearbeitet. Somit soll der Austausch verbessert werden und auch das Vertrauen spielt dabei eine wichtige Rolle. Bis diese neue Rechtsform aber in Deutschland etabliert ist und daher den Unternehmen zur Verfügung steht, wird es noch einige Zeit dauern. Die klassischen Rechtsformen werden also so schnell nicht aus dem Alltag der Firmen verschwinden.