Start Allgemein Social Media Marketing – ein wichtiger Baustein im Marketing-Mix

Social Media Marketing – ein wichtiger Baustein im Marketing-Mix

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Social Media spielt heuet eine wichtige Rolle
Social Media spielt heuet eine wichtige Rolle

In Deutschland sind laut KfW Gründungsmonitor 2016 763.000 Unternehmen neu entstanden. Jedes Start Up, das heute gegründet wird, muss seinen Platz erst noch finden. Werbung bzw. Marketing ist eines der grundlegenden Elemente, um am Markt letztlich Erfolg zu haben. Schließlich gilt heute immer noch der Grundsatz: Wer nicht wirbt, der stirbt. Marketing ist aber nicht nur eine Aufgabe, der sich nur Start Ups stellen. Werbung und Marketing sind wichtiger Bestandteil jedes erfolgreichen Unternehmens. In der Vergangenheit haben viele Firmen auf klassische Marketingkanäle gesetzt – wie Print- oder TV-Medien.

In den letzten Jahren hat sich die Situation sowohl für die Unternehmen – aber auch Agenturen, die Marketing entwickeln – drastisch verändert. Erst durch das Internet, später dessen mobile Nutzung, hat der Medienkonsum einen Wandel erfahren. Auf das Marketing hat diese Entwicklung erhebliche Auswirkungen. Zeitungen und Zeitschriften verlieren Leser, die inzwischen Inhalte nicht einfach über deren Online-Ableger konsumieren. Treffpunkt für viele Nutzer sind soziale Medien. Und dieser Trend ist inzwischen im Marketing deutlich zu spüren. Welche Kanäle lassen sich im Bereich Social Media nutzen? Wo liegen deren Besonderheiten?

Soziale Netzwerke – ein Überblick

Soziale Netzwerke – bei diesem Begriff denken viele Nutzer zuerst an Facebook. Dabei ist Social Media viel mehr. Soziale Medien bzw. Social Media bezeichnet die digitale Vernetzung zwischen mehreren Individuen, die sich mithilfe der Hardware untereinander austauschen können. Eine solche Definition lässt viele Interpretationen zu. Social Media kann in:

  • Audio
  • Video
  • Text und
  • Foto

realisiert werden. Damit sind – streng genommen – bereits Internetforen eine Variante des sozialen Netzwerks, da auch sich hier angemeldete Nutzer untereinander austauschen können.

Und auch Webseiten, welche die Erstellung von Inhalten und die gemeinsame Auseinandersetzung damit – wie Online-Lexika, die von Nutzern gepflegt werden – ermöglichen, können im weitesten Sinn als soziales Netzwerk gelten. Abseits dieser eher theoretischen Klassifizierung handelt es sich bei Social Media heute um:

  • Soziale Netzwerke im engeren Sinn
  • Video-Portale
  • Foto-Portale.

Wie sehen Beispiele für diese drei Gruppen aus?

  • Facebook: Das soziale Netzwerk ist heute prägend für die Wahrnehmung von Social Media. Streng genommen handelt es sich inzwischen um ein Portal, welches die Vernetzung von Nutzern auf allen Ebenen ermöglicht, also mit Text, Video/Bild und Ton. Gegründet im Jahr 2004, erreicht das Netzwerk eigenen Angaben zufolge inzwischen mehr als zwei Milliarden Menschen. Damit ist Facebook das größte globale Netzwerk.
  • YouTube: Das Videoportal entstand 2005 und ist heute das dominierende Video-Netzwerk. User haben die Möglichkeit, Filme zu veröffentlichen und diese zu kommentieren bzw. zu bewerten. Das Angebot erstreckt sich über alle erdenklichen Genres. Zu den Herausforderungen für YouTube gehört das Hochladen urheberrechtlich geschützter Clips und anderer strafrechtlich relevanter Videos.
  • Instagram: Seit 2010 online, handelt es sich bei Instagram um ein soziales Netzwerk basierend auf Fotos. User, die sich registrieren, können Bilder hochladen und diese von anderen Nutzern einsehen lassen. Mittlerweile gehört Instagram zu Facebook und verfügt über diverse Funktionen wie Filter o. Ä.

In den einzelnen Bereichen existieren natürlich nicht nur die genannten Beispiele. So sind einige Plattformen regional populär – wie vk.com in Russland. Zudem versuchen viele Dienste, sich durch immer neue Funktionen voneinander abzuheben.

Wie lassen sich Leute über Social Media begeistern?

Social Media basiert auf einer Vernetzung mehrere Personen miteinander. Diese Aussage ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Soziale Netzwerke setzen heute auf eine Skalierbarkeit der Vernetzung. Heißt: Mitglieder innerhalb einer Gruppe kennen auch User außerhalb dieser Gruppe. Hier bilden sich Knoten zwischen unterschiedlichen Gruppen, welche außerhalb des Netzwerks vielleicht nicht entstehen würden. Auf diese Art wächst die Reichweite, welche eine Information hat. Um die Nutzer im Social Media-Segment zu erreichen, müssen Marketingspezialisten ganz unterschiedliche Register ziehen.

Viel zu oft werden Soziale Medien und deren Nutzer zu bloßen Akteuren verdient. Unternehmen geht es in erster Linie darum, möglichst viele Follower zu sammeln. Oder es dreht sich alles darum, dass möglichst viele Nutzer einen Inhalt mögen. Dabei muss es vielmehr darum gehen, die eigene Marke im Social Media gezielt aufzubauen und damit am Ende Umsätze zu generieren.

Social Media begeistert unter anderem durch:

  • Mehrwert
  • Unterhaltung
  • Interaktion

Letzteres kann beispielsweise ein Gewinnspiel o. Ä. sein. Natürlich ist es auch möglich, die Aktivitäten im Bereich Social Media etwas anzuschieben, um am Ende von einer Art „Schneeball-Effekt“ zu profitieren. Wenn Unternehmen beispielsweise Instagram Likes kaufen, um bestimmte Bilder bekannter zu machen, kann dies wiederum dafür sorgen, andere zu begeistern und so die Bekanntheit zu steigern. Hier sollte allerdings mit Augenmaß vorgegangen werden, dass gekaufte Likes nicht immer für den nötigen Verbreitungseffekt sorgen. So sollten die Likes von echten Usern kommen.

Welche Marketing-Maßnahmen gibt es noch?

Social Media bietet heute Unternehmen diverse Vorteile – wie den direkten Draht zur Zielgruppe (inklusive direktem Feedback). Parallel sind Netzwerke inzwischen eine Verschmelzung aus Kommunikationsmedium und POS (Point of Sale). Diese direkte Verknüpfung macht Social Media interessant.

Allerdings wäre es ein Fehler, andere Marketing Maßnahmen dem vollkommen unterzuordnen. Hintergrund: Soziale Medien werden nur von bestimmten Zielgruppen genutzt. Ein umfassend ausgerichtetes Marketing bedient im Idealfall verschiedene Kanäle, wie:

  • Anzeigen-Marketing
  • E-Mail-/Newsletter-Marketing
  • Word-of-Mouth-Marketing.

Letzteres bezeichnet das sogenannte Empfehlungsmarketing (besser vielleicht als Mundpropaganda bekannt). Eine ebenfalls beliebte Methode ist der Einsatz von Experten, die letztlich nicht das eigentliche Produkt, sondern dessen Nutzen in den Mittelpunkt rücken.

Fazit: Social Media setzt Trends im Marketing

Im Online-Markt stecken Milliarden. Wie viel Unternehmen verdienen können, zeigt die Google-Mutter Alphabet. Im 2. Quartal 2017 verdiente das Unternehmen laut Manager-Magazin einen Nettogewinn von 3,5 Milliarden US-Dollar. Und auch Facebook erzielt inzwischen Umsätze in Milliardenhöhe. Das Netzwerk schaffte es 2016, mehr als 27 Milliarden US-Dollar umzusetzen. Ein nicht unerheblicher Teil der Einnahmen stammt aus den Marketingeinnahmen. Soziale Medien sind in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Marketingkanal geworden. Es lassen sich Zielgruppen innerhalb kurzer Zeit direkt erreichen. Gleichzeitig bieten die Netzwerke eine Chance auf umgehendes Feedback. Und Social Media hat weitere Vorzüge – wie die Tatsache, dass sich Inhalte auf unterschiedliche Art und Weise miteinander verbinden lassen. Letztlich werden soziale Medien in den kommenden Jahren ihren Trend fortsetzen. Unternehmen sind sicher gut beraten, sich nicht allein darauf zu verlassen, sondern noch weitere Kanäle im Auge zu behalten.

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