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Unternehmerrisiko

UnternehmerrisikoEs steht wohl außer Frage, dass der Eintritt in die Selbständigkeit mit dem einen oder anderen Risiko verbunden ist. Der Unternehmer entscheidet sich dafür, auf eigene Faust zu arbeiten und auf die Sicherheit von einem festen Lohn zu verzichten. Ein entsprechendes Unternehmerrisiko ist also ab dem ersten Tag vorhanden, da in jedem Fall private Mittel zu Beginn einer jeden Unternehmung genutzt werden müssen, damit man überhaupt mit der eigentlichen Tätigkeit im Geschäft beginnen kann. Es beschäftigen sich ganze Forscher mit den Feinheiten von einem Unternehmerrisiko – dabei geht es vor allem um die Frage, ob sich ein solches Risiko überhaupt lohnt.

Das Risiko der Unternehmer

Wer sich auf eine Existenzgründung einlässt, weiß in der Regel, dass er fortan nicht mehr mit monatlichen Zahlungen auf das eigene Konto rechnen kann. Künftig geht es nur noch darum, dass man mit der eigenen Arbeitskraft einen möglichst hohen Effekt erzielt und sich daher aus dieser Position heraus mit dem Geld versorgt, den man für das Leben braucht und Kapital, um das Unternehmen am Leben zu erhalten. Das Unternehmerrisiko wird dabei vor allem daran definiert, dass man das Kapital aus dem privaten Leben und das Geld aus dem Unternehmen in etwas investiert, von dem nicht ganz sicher ist, ob es am Ende auch eine Dividende abwirft. Es gibt keine Prämien für das Risiko einer Gründung und jeden Tag haben Unternehmer das Problem, dass sie versuchen müssen, ihre investierte Zeit und das eigene Geld am Ende in einen Gewinn umzuwandeln. Mit dem Unternehmerrisiko hat man das Problem, dass man ganz alleine darauf angewiesen ist, den eigenen Alltag zu bestreiten und das richtige Geld zu machen, mit dem man am Ende auch leben kann. Vor allem die Definition des ungewissen Ausgangs beschreibt das Unternehmerrisiko auf eine sehr treffende Weise – sonst gibt es immer eine gewisse Chance auf den Gewinn. Was beschreibt das Unternehmerrisiko noch relativ gut?

  • An der Börse gibt es immer das Risiko von einem totalen Verlust, hier ist man aber in der Regel nicht selbst dafür verantwortlich, dass am Ende ein Gewinn eingefahren wird. Das Risiko ist also nur anders verteilt.
  • Die Definition der eigenen Tätigkeit ist wichtig. Der Unternehmer entscheidet sich dafür, dass er künftig komplett selbst darüber entscheiden möchte, wie hoch die möglichen Gewinne sind und ob sein Überleben gesichert wird.
  • Regelmäßig wird das komplette eigene Kapital eingesetzt und daher dem Risiko ausgesetzt. Das ist das – vom Bundesgerichtshof – definierte Unternehmerrisiko.

Das eigene Kapital und das Risiko

Der Bundesgerichtshof hat sich einmal mit der Begrifflichkeit vom Unternehmerrisiko beschäftigt. Dabei ging es vor allem darum, ob dieses Risiko dazu führt, dass man auch wirklich die volle Haftung tragen muss oder das Anrecht auf eine Entschädigung hat. Jeder, der sich für eine Existenzgründung und somit für die Führung eines Unternehmens entscheidet, wird also in den verschiedensten Bereichen mit dem Risiko leben müssen. Dabei sollte dem Gründer auch klar sein, dass es bei den meisten Firmierungen nicht alleine um das Vermögen seines Unternehmens geht. Auch das private Vermögen kann fast immer angegriffen werden. Der Unternehmer geht hier also mit dem Unternehmerrisiko nicht nur das Problem ein, dass seine Firma am Ende in die Pleite gehen könnte. Auch im privaten Bereich gibt es immer das Risiko, dass man nach einer gescheiterten Firma entsprechend für die Schulden des Unternehmens haften muss. Dieses Risiko muss jedem Unternehmer klar sein. Dafür hat er die Chance, mit den eigenen Leistungen, dem Wissen und den Fähigkeiten sein Geld zu verdienen. Das Unternehmerrisiko ist etwa der Preis, den man für die Freiheit in der Entwicklung der eigenen Karriere bezahlt.