Start Rentabilität

Rentabilität

RentabilitätEine Existenzgründung ist ein komplexes Unterfangen, bei dem verschiedenste Aspekte berücksichtigt werden müssen. Die Rentabilität spielt dabei eine wesentliche Rolle. Denn ganz einfach ausgedrückt ist es so, dass ein Unternehmen nur dann erfolgreich ist, wenn es rentabel wirtschaftet.

Rentabilität: Definition

Die Rentabilität bezeichnet das Verhältnis zwischen dem Kapital, das zur Erzielung eines Ertrags eingesetzt wird, und dem Ertrag, der durch die wirtschaftliche Unternehmung erzielt wird. Entscheidend dabei ist nicht die Höhe des eingesetzten Kapitals, sondern das prozentuale Verhältnis zum erwirtschafteten Ertrag. Je höher dieser prozentuale Anteil ist, desto höher ist die Rentabilität eines Unternehmens.

In engem Zusammenhang mit der Rentabilität steht die Liquidität. Die Liquidität betrifft die finanziellen Mittel, die ein Unternehmen zur Verfügung hat, um seinen Verbindlichkeiten nachzukommen. Eine ausreichende Liquidität wird durch eine gute Rentabilität erzielt.

Rentabilitätsvorschau für Existenzgründer

Wie aus der Definition bereits hervorgeht, ist die Rentabilitätsvorschau ein grundlegender Baustein für eine Existenzgründung. Denn nur wenn diese positiv ausfällt, hat eine Geschäftsidee auf dem Markt eine Überlebenschance. Aus diesem Grund sollte bei der Erstellung einer Rentabilitätsvorschau auch möglichst sorgfältig und realistisch vorgegangen werden.
Die Rentabilitätsvorschau bei Existenzgründungen erfolgt anhand der geplanten Kosten und des prognostizierten Gewinns. Dabei müssen alle Kosten berücksichtigt werden, die anfallen, um die Geschäftsidee umzusetzen und durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Anmietung von Geschäftsräumen, Personalkosten, Kosten für Rohstoffe/Wareneinkauf, Kosten für Werbung, Vertrieb und Marketing, für betriebliche Versicherungen usw. Diesen Kosten wird der Ertrag gegenübergestellt, der bei Existenzgründungen natürlicherweise nur ein kalkulierter sein kann. An dieser Stelle sollten Existenzgründer besonders vorsichtig sein. Werden die Kosten zu niedrig und/oder der mögliche Ertrag zu hoch angesetzt, kann dies schnell zu Liquiditätsengpässen führen.

Wann muss eine Rentabilitätsvorschau erstellt werden?

Eine Rentabilitätsvorschau ist ein gutes Mittel, um sich einen Überblick über die tatsächlich anfallenden Kosten und die Erträge, die erzielt werden können, zu verschaffen. Zwingend notwendig wird sie, wenn für die Existenzgründung ein Kredit oder Fördergelder beantragt werden sollen. In diesen Fällen ist in der Regel ein sogenannter Businessplan erforderlich. In einem solchen Businessplan muss immer eine Rentabilitätsberechnung enthalten sein. Auch bei Förderungen durch das Arbeitsamt gelten diese Voraussetzungen. Da im ersten Jahr der Existenzgründung noch keine konkreten Zahlen vorliegen, wird die Vorlage einer Rentabilitätsvorschau auch häufig vom Finanzamt, Krankenkassen und anderen Versicherungsunternehmen angefordert, um eventuelle Steuervorauszahlungen bzw. Versicherungsbeträge festzulegen.
Wie wird die Rentabilität berechnet?

Die Rentabilität wird anhand eines Rentabilitätsplans errechnet. In diesem Rentabilitätsplan, auch als Ertragsvorschau bezeichnet, werden die geplanten Kosten/Ausgaben und die prognostizierten Einnahmen aufgeführt. Der Differenzbetrag zwischen Kosten und Einnahmen ergibt den Ertrag. Zu beachten ist, dass es sich beim Ertrag noch nicht um den Gewinn handelt, da auf diesen Ertrag noch Steuern anfallen und ggf. Rücklagen abgezogen werden müssen, die für bestimmte Unternehmungen gesetzlich vorgeschrieben sind.

Bei Existenzgründungen wird der Rentabilitätsplan üblicherweise für drei Jahre erstellt. Im Rentabilitätsplan müssen alle Kosten enthalten sein, die für die Umsetzung und den Betrieb einer Unternehmung anfallen. Neben den bereits genannten Kosten können dies beispielweise zusätzlich Kosten für Steuer- und Rechtsberater oder Zinsaufwendungen sein. Werden für eine Existenzgründung erhebliche Investitionen erforderlich, kann es sinnvoll sein, darüber hinaus einen Investitionsplan zu erstellen.
Zur realistischen Ermittlung der möglichen Einnahmen ist in den meisten Fällen eine umfangreiche Marktanalyse erforderlich. Diese gibt eine Einschätzung über potenzielle Kunden, eventuelle Konkurrenten und Mitbewerber auf dem Markt sowie über die Preise, die sich auf dem Markt für das angebotene Produkt erzielen lassen.
Sowohl ein eventueller Investitionsplan als auch die Marktanalyse sind ebenfalls Bestandteil des Businessplans.

Für die Berechnung der Rentabilität gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Im Internet findet man Vorlagen für Rentabilitätsberechnungen oder auch Muster für ganze Businesspläne. Unterstützung bieten auch verschiedene Existenzgründungseinrichtungen vor Ort, wie beispielsweise die Industrie- und Handelskammern.