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Schreinerei

Die Gründung einer Schreinerei als Existenzgrundlage ist für Menschen mit handwerklichem Geschick und Liebe zum Naturstoff Holz eine interessante Idee. Der Beruf des Schreiners ist ein Jahrhunderte altes Handwerk und beinhaltet die Holzbearbeitung in unterschiedlichen Varianten. Je nach Region wird auch der Begriff Tischler verwendet.

Das Aufgabengebiet für eine Schreinerei ist äußerst vielfältig. Zuerst denkt der Normalverbraucher an die klassische Möbelschreinerei. Hier können Schränke, Tische, Betten oder Regale wunschgemäß angefertigt werden. Der Kunde bestimmt die Abmessungen, das Material und die Art der Fertigung. Dabei ist er oftmals auf die Beratung des Schreiners angewiesen, der mit seinem Fachwissen wertvolle Tipps geben kann und mit konstruktiven Vorschlägen hilft, den Traum vom passenden Möbelstück zu verwirklichen.

Ein anderer Zweig ist der Bauschreiner. Wie der Name bereits sagt, kümmert er sich um die unbeweglichen Bestandteile beim Bau eines Gebäudes wie beispielsweise Treppen, Fenster und Türen. Dabei arbeitet er oft mit anderen Handwerkern wie dem Zimmermann oder dem Glaser zusammen.

Natürlich gibt es für den Schreiner die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Modellschreiner sind in Gießereien gefragt. Sie fertigen dort Holz-Modelle an, mit denen beispielsweise Metallteile hergestellt werden können. Neben den Kenntnissen im Holzhandwerk muss der Modellschreiner auch über Erfahrungen beim Metallgießen verfügen.

Liebt der Schreiner Feinarbeit kann er als Restaurator arbeiten. Im Mittelpunkt stehen hier die Erhaltung und Wiederherstellung antiker Möbel.

Wer sind die potenziellen Kunden für die Schreinerei?

– Privatpersonen
– Hausbesitzer
– Firmen
– Gießereien
Versicherungen
– Gemeinden
– Vereine
– Museen und Kunstliebhaber

Voraussetzungen für die Gründung einer Schreinerei

Eine fundierte Ausbildung ist Grundvoraussetzung für die eigene Schreinereiwerkstatt. Nach dem Erwerb des Gesellenbriefs muss die Fortbildung zum Meister durchlaufen werden. Erst der Meisterbrief berechtigt zur Gründung des eigenen Betriebs. Alternativ kann auch ein Schreinermeister angestellt werden. Empfehlenswert sind einige Jahre Berufserfahrung in anderen Betrieben, bevor man sich an das selbständige Unternehmen wagt.

Dann sollte sich der Schreiner Gedanken über eine passende Werkstätte machen. Sie sollte in einem Gewerbegebiet liegen und genügend Raum für die Holzbearbeitungsmaschinen, aber auch einen kleineren Büroraum bieten.

Weitere Fragen, die sich der zukünftige Unternehmer stellen sollte, sind:

– Wie werden die benötigten Maschinen und Werkzeuge finanziert?
– Wer kümmert sich um die Verwaltung und Buchhaltung der Schreinerei?
– Ist die Anstellung von Mitarbeitern geplant?

Mit diesen Überlegungen sollte sich der Schreiner gründlich auseinandersetzen, um unangenehmen Überraschungen gleich nach Start des eigenen Betriebes vorzubeugen. Diese Fragen müssen auch zwingend im Businessplan aufgenommen werden, insbesondere wenn es darum geht Banken oder Investoren zu überzeugen.

Wie sieht die Zukunft für eine Schreinerei aus?

Namhafte Möbelhäuser, die mit unglaublich günstigen Preisen aufwarten, machen den Tischlereien große Konkurrenz. Trotzdem hat das Schreinerhandwerk gute Zukunftsaussichten. Individualität ist gefragt. Der Wunsch, eigene Kreativität von einem Fachmann umsetzen zu lassen, wächst und es wird zunehmend auf das Fachwissen und die Beratung eines Experten zurückgegriffen.