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Zimmerei

Wer gern handwerklich arbeitet und mit Holz umgeht, für den ist der Beruf des Zimmermanns gut geeignet. Nach einer fundierten Ausbildung kann sich ein Zimmermann selbstständig machen und eigenverantwortlich seinen Betrieb führen. Allerdings muss er dazu selbst den Meistertitel besitzen, oder einen Meister anstellen. Dies ist die Voraussetzung um von der Handwerkskammer eine Genehmigung zu bekommen.
Eine Zimmerei hat ein sehr vielseitiges Aufgabengebiet. Neben der handwerklichen und fachgerechten Ausführung des Holzbaus muss derjenige, der sich mit einer Zimmerei selbstständig machen möchte, auch im Marketing, bei der Optimierung des Arbeitsablaufs, mit umweltgerechtem Arbeiten und in der Betriebswirtschaft Kenntnisse aufweisen.

Welche Auftragsmöglichkeiten gibt es für eine Zimmerei?

Zimmerer arbeiten an der Errichtung von Bauwerken mit. Durch eine Zimmerei werden die notwendigen Holzarbeiten an Gebäuden durchgeführt. Dabei wird die Zimmerei nicht nur für den Neubau, sondern auch für die Renovierung und Sanierung von hölzernen Bauwerksteilen benötigt. Neben ganzen Häusern, die nur aus dem Material Holz gebaut werden, errichtet und repariert eine Zimmerei Dachstühle, Balkone und andere hölzerne Anbauten. Sie setzt bei Fachwerkhäusern die Gefache aus Balken und arbeitet, oft zusammen mit einer Bautischlerei, an der Innengestaltung aus Holz. Dazu kann das Anbringen von Wandverkleidungen, das Legen von Holzfußböden und die Installation von Holzdecken und Holztreppen gehören. Die Aufträge sind für eine Zimmerei als Fachbetrieb sehr breit gefächert. Im Neubau, in der Reparatur und in der Restaurierung von oft alten und architektonisch sehr interessanten Gebäuden gibt es viele Aufgaben für Zimmerleute.

Welche potenziellen Auftraggeber gibt es für eine Zimmerei?

  • Private Bauherren und Hausbesitzer
  • Firmen und Stiftungen
  • Kommunen

Kann man von einer Zimmerei leben?

Wer das Zimmererhandwerk gut beherrscht und auch betriebswirtschaftlich die Ertragslage seines Unternehmens realistisch betrachten kann, wird gute Chancen haben, sich gegen bereits in der Region ansässige und gut etablierte Konkurrenz durchsetzen zu können. Ein Markt und Aufträge sind für eine Zimmerei in fast jeder Region vorhanden. Fachbetriebe können sich durch handwerkliche einwandfreie Arbeit und gut kalkulierte Angebotspreise einen Namen machen. Gerade bei der Restaurierung von alten und bedeutenden Gebäuden werden Zimmereien bevorzugt, bei denen auch das entsprechende kunsthistorische Wissen für eine fachgerechte Sanierung vorhanden ist. Von den Auftraggebern werden gern die Firmen immer wieder beschäftigt, deren Leistungsspektrum und Qualität bereits bekannt sind.

Wichtig ist, bevor man sich als Zimmermann in die Selbstständigkeit wagt, dass zunächst die eigenen Fähigkeiten und die Konkurrenzsituation in der Region offen analysiert werden. Neben der Standortbetrachtung muss ein exakter Businessplan erstellt werden. Wichtig ist auch die Prüfung der finanziellen Voraussetzungen für die notwendigen Investitionen. Wer hier ohne gute Analyse und Vorbereitung mit einer eigenen Zimmerei in die Selbstständigkeit geht, hat oft sehr schnell Probleme mit der Geschäftstätigkeit, weil der erwünschte Erfolg sich nicht einstellt.

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Wo liegen die Vorteile der Selbstständigkeit?

Engagierte Zimmerleute, die sich fortbilden, eventuell eine Meisterausbildung machen und Freude an ihrem Beruf haben, bringen gute Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit mit. Eine gewisse Grundausstattung für die Werkstatt und ein passendes Fahrzeug ist Voraussetzung für die Zimmererarbeit. Nach und nach kann die Werkstattausrüstung vervollständigt werden. Als Inhaber einer Zimmerei ist man unabhängig von Weisungen eines Chefs. Man kann seine Interessensschwerpunkte in seinem Arbeitsgebiet verfolgen. Außerdem handelt es sich bei Zimmerei um ein Handwerk, welches auch in unserer schnelllebigen Zeit immer benötigt wird.