Start Friseurgeschäft

Friseurgeschäft

Die Idee ein Friseurgeschäft zu gründen, kann im persönlichen Umfeld auf Skepsis stoßen. An vielen Standorten ist der Markt bereits gesättigt. Erschwerend kommt hinzu, dass in den vergangenen Jahren vermehrt Neugründungen von Kleinunternehmern entstanden. Nach Angaben des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerkes führt dieser Trend wegen der steuerlichen Privilegierung von Kleinunternehmern zu Wettbewerbsverzerrungen.

Dennoch lässt sich der Traum vom eigenen Friseurgeschäft erfüllen. Kaum ein Existenzgründer erfindet eine Dienstleistung völlig neu. Als Gründungswilliger muss man daher seine Nische finden und an seinen Traum glauben. Dies erfordert eine gute Finanzplanung, umfangreiche Wettbewerbs- und Standortanalysen, kreative Geschäftsideen und Durchhaltevermögen.

Wie sieht die Zukunft im Friseurhandwerk aus?

Das Friseurhandwerk ist weniger konjunkturabhängig als andere Branchen. Eine Marktforschungsstudie der Firma GfK aus dem Jahr 2012 zeigt, dass für die Mehrheit der Befragten der Friseurbesuch ein Grundbedürfnis wie Schlafen und Essen ist. Außerdem besitzen insbesondere Frauen ein emotionales Verhältnis zu ihren Haaren. Somit sind bei den meisten Umfrageteilnehmern die Ausgaben für den Friseur im Budget fest vorgesehen.

Wer sind potenzielle Kunden des Friseurgeschäftes?

Natürlich kann jeder mit Haaren ein denkbarer Kunde sein. Um aber am Markt erfolgreich bestehen zu können, ist die genaue Beschreibung der Zielgruppe unumgänglich. Anhand des Kundenkreises lassen sich zudem umfangreiche Kundenbindungskonzepte aufstellen. Auf diese Weise lässt sich das Alleinstellungsmerkmal finden.

So stellen beispielsweise Senioren, Kinder oder Braut und Bräutigam eine spezielle Kundschaft dar. Sind die Kunden überwiegend Frauen, so kann mit zusätzlichen Kosmetik- und Wellnessanwendungen die Kundenbindung erhöht werden. Hier gilt es, neue Trends am Markt zu beobachten und gegebenenfalls in das eigene Konzept zu integrieren.

Sind ältere Menschen die gewünschte Zielgruppe, lässt sich mit herzlicher Kommunikation in Verbindung mit umfangreicher Fachkenntnis eine langjährige Kundenbindung aufbauen. Insbesondere für Senioren stellt der Friseur eine soziale Anlaufstelle dar.

Kann man vom Friseurhandwerk leben?

Jede Unternehmensgründung braucht in der Anlaufphase ausreichend Durchhaltevermögen. Die Gründung eines Friseurgeschäftes ist da keine Ausnahme. Wenn der eigene Businessplan mit Sorgfalt erstellt wurde und ausführliche Finanzplanungen enthält, sollten unliebsame Überraschungen selten sein.

Da im Dienstleistungsbereich die Person selbst ein elementarer Erfolgsfaktor des Existenzgründers ist, kann man nur mit einem positiven Image von seinem Friseurgeschäft leben. Mit einem geeigneten Marktumfeld, einer passenden Zielgruppe, ausreichenden Fachkenntnissen und Kommunikationsstärke, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten.

Was kostet ein Friseurbesuch?

Für Friseurgeschäfte eignet sich eine feste Preisstruktur. Pauschal angegebene Preise je Dienstleistung, wie beispielsweise Schneiden oder Föhnen, werden von Kunden positiv wahrgenommen. Die letztendlichen Kosten sind u. a. abhängig vom Standort, von der Zielgruppe und vom Aufwand der Dienstleistung. Zusätzlich sollte eine genaue Wettbewerbsanalyse die Grundlage der Preisfindung sein.

Wo liegen die Vorteile bei der Gründung eines Friseurgeschäftes?

Ein Friseurgeschäft bietet Dienstleistungen an, die auch in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten von Kunden in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus lassen sich mit einem Friseurgeschäft viele Kundengruppen bedienen. Hier kann mit kreativen Ideen ein umfassendes Kundenbindungskonzept erstellt werden. Damit lässt sich der allmonatliche Friseurbesuch zu einem positiven Erlebnis für den Konsumenten ausbauen.