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Zahlungsziel

ZahlungszielAuch innerhalb des normalen Geschäftsverkehrs ist es wichtig, dass bestimmte Rahmen eingehalten werden, damit ein Geschäft richtig funktioniert. Die Bezahlung ist dabei immer ein strittiger Punkt, da allgemein nur selten pünktliche Zahlungen erfolgen. Um überhaupt eine Grundlage für Mahnwesen oder Zahlungsverzug zu haben, ist daher das Zahlungsziel ein wichtiger Punkt. Das Zahlungsziel auf einer Rechnung ist die Grundlage für jede Kommunikation rund um den Zahlungsverzug und beinhaltet einige Feinheiten für den Geschäftsalltag.

Das Zahlungsziel – welchen Sinn hat es?

In der Regel ist die Zahlung sofort ab dem Zeitpunkt fällig, da man die Leistung oder Ware, zumindest aber die Rechnung erhält. Bereits wenige Tage danach wäre man im Verzug. Die verschiedenen Dienstleister und Unternehmen haben daher in der Regel ein festes Zahlungsziel, das zwischen sieben Tagen und vier Wochen schwanken kann. Für die Firmen ist es daher wichtig, dass man sich auf die Suche nach einer Vereinbarung macht, die für beide Seiten akzeptabel ist. Das liegt auch daran, dass man direkt nach dem Überschreiten vom Zahlungsziel im Verzug bei seinem Gläubiger wäre. Er könnte nun mahnen oder in anderer Form die Zahlung einfordern. Dabei ist das Zahlungsziel in der Regel auch von der Branche abhängig. Besonders im Bereich der Speditionen oder auf dem Bau sind auch Zahlungsziele von mehreren Wochen keine Seltenheit, da hier mit sehr hohen Summen gearbeitet wird. Besonders interessant im Zusammenhang mit dem Zahlungsziel ist das sogenannte Skonto. Die Unternehmen versuchen ihren Geschäftspartnern die zügige Zahlung mit einem Abzug von der Rechnungssumme interessant zu machen. So könnte es zum Beispiel ein Zahlungsziel von vier Wochen geben – wird die Rechnung aber bereits nach sieben Tagen bezahlt, erhält man einen Abzug von drei Prozent auf die gesamte Summe. So haben beide Seiten ein Interesse daran, dass das Zahlungsziel im besten Sinn eingehalten wird.

Die Zahlungsziele als Lieferantenkredite

In dem Moment, da ein Zahlungsziel von einer bestimmten Länge vergeben wird, kann man den Rechnungsbetrag durchaus als einen Lieferantenkredit betrachten. Unternehmen haben so zum Beispiel die Möglichkeit, die Ressourcen für die Produktion von Waren zur Verfügung zu stellen und mit dem Verkauf eben dieser Produkte zu warten. Besonders in einer engeren Zusammenarbeit zwischen kleinen und großen Unternehmen wird das Zahlungsziel auf diese Weise auch zu etwas, mit dem man die Partner unterstützen kann, ohne direkt Bargeld in den Aufbau zu investieren. Die Möglichkeiten mit dem Zahlungsziel zu spielen oder es zu verändern sind also umfangreich. Der Lieferant hat auch immer die Möglichkeit, einseitig zu entscheiden, ob er die entsprechenden Zahlungsziele einfach ein wenig nach hinten schiebt, um seinem Schuldner mehr Zeit für die Begleichung der offenen Posten einzuräumen. Das Zahlungsziel ist damit ganz ohne Zweifel ein wichtiges Werkzeug im geschäftlichen Umgang mit Unternehmen. Aufgrund der vielen Feinheiten der Gesetze und die unterschiedlichen Möglichkeiten, das entsprechende Zahlungsziel für die eigenen Zwecke zu nutzen, sollte man daher schon als Existenzgründer eine entsprechende Strategie dafür haben.